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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

von Marietta Calderón (Band-Herausgeber:in) Carmen Konzett-Firth (Band-Herausgeber:in)
Andere 604 Seiten
Reihe: Kontraste/Contrastes, Band 3

Zusammenfassung

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Tabula gratulatoria
  • Marietta Calderón & Carmen Konzett-Firth: Erfüllende Fülle, klar
  • Danksagung
  • Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen von Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Lavric
  • Kapitel 1: Sprache & Zahlen
  • Paul Danler (Innsbruck): Warum sieben Wörter sieben sind, 1.188 aber auch eines sein können, sehr frei nach Eva Lavric. Überlegungen zur angewandten lexikalischen Pragmatik
  • Peter Handler (Wien): Von 0x0.fr bis 100pour100.fr. Ziffern, Zahlen und Quantitäten in französischen Web-Adressen
  • Thomas Lindner (Salzburg): Radix zenzica , die Coß, Aggregate und surdesolide Dignitäten: linguistische Approximationen an die Wissenschaftsgeschichte der Mathematik
  • Eduardo José Jacinto García (Córdoba): Entre el sistema y la norma: el tratamiento lexicográfico de los numerales con valor aproximativo en español
  • Heidi Siller-Runggaldier (Innsbruck): Verbvalenz und Valenzvarianz
  • Kapitel 2: Sprachen im Kontrast
  • Maria Iliescu (Innsbruck): Notion et lexicalisation. Le concept ‘très chaud’ (angl. hot , all. heiß) et sa lexicalisation dans quatre langues romanes
  • Manfred Kienpointner & Helmut Weinberger (Innsbruck): Kasus kontrastiv: Türkisch – Deutsch
  • Anita Pavić Pintarić (Zadar): Substantivische Ausdrücke der großen Quantität in der deutschen und kroatischen Sprache
  • Barbara Schäfer-Prieß (München): Expressive Bedeutung bei Ausdrücken mit Bewegungsverben im Sprachvergleich Französisch–Deutsch
  • Kapitel 3: Sprache in Bildungskontexten
  • Martina Mayer & Wolfgang Pöckl (Innsbruck): Stellenwert und Zielsetzungen des Übersetzungsunterrichts in philologischen und translationswissenschaftlichen Curricula: eine diachrone Skizze aus translationswissenschaftlicher Sicht
  • Martin Stegu & Holger Wochele (Wien): Die Wahrnehmung sprachlicher Fehler im beruflichen Kontext: ein Beispiel für „Laienlinguistik“?
  • Carmen Konzett-Firth (Innsbruck): c’est comme en anglais: Sprachvergleichspraktiken von Schüler*innen und Lehrer*innen im Französischunterricht
  • Jakob Wüest (Zürich): Eine Textsorte im Umbruch. Geschichtslehrbücher zwischen Erzählung und Didaktik
  • Kapitel 4: Sprache & Fach(kon)texte
  • Fiorenza Fischer (Vienna): Game Theory as a Source of Metaphors in Economic Terminology
  • Peter Holzer (Innsbruck): Pragmatische Aspekte von Rechtstexten Spanien – Österreich
  • Gerda Haßler (Potsdam): Kollokationen in der Pressesprache und in politischen Reden
  • Laurent Gautier (Dijon): La recherche en « langues-cultures-milieux » de spécialité au prisme de l’épaisseur socio-discursive
  • 5. Kapitel: Sprache & soziale Phänomene
  • Jannis Harjus (Innsbruck): Lo siento pisha to er mundo no pué ser de Cai: Graphische Approximationen an phonetisch-phonologische Elemente des in Andalusien gesprochenen Spanisch in den linguistic cityscapes der Provinz Cádiz
  • Marietta Calderón (Salzburg): … poi le parole: Distinción fonética und Seseo in öffentlichen Realisierungen von Agustín Laras Granada
  • Monika Messner (Salzburg): „Wichtig ist, dass die Botschaft hinüberkommt, wie, ist dabei gleichgültig.“ Mehrsprachigkeit im Vergleich: Orchesterproben vs. Fußballfeld
  • Julia Kuhn & Rafael Eduardo Matos (Jena): Estudio de la vitalidad de la lengua indígena pemón, en el sureste de Venezuela: el caso de la comunidad de Chirikayén
  • Machteld Meulleman (Reims) & Eugeen Roegiest (Gand): Le marquage différentiel de l’objet direct en galicien contemporain : quelles interférences de l’espagnol ?
  • Nadine Rentel (Zwickau): Von der descente aux enfers und dem grand marathon zum être au paradis. Geburtsmetaphern in französischen Online-Diskussionsforen
  • 6. Kapitel: Sprache & Kulinaria
  • Cornelia Feyrer (Innsbruck): Wenn Kulinaria zu Herzen gehen: Kulinarische Kultureme und Universalien in Gesundheitskampagnen und Pharmawerbung
  • Cornelia Gerhardt & Isabel Schul (Saarbrücken): Vegane Foodblogs: Fachsprachliche Adjektive und Modifikationen
  • Sandra Herling (Siegen): Maulwurf, Guillaume, Sa Vall – eine kontrastive Studie zu deutschen und romanischen Weinnamen
  • Maurice Kauffer (Nancy): Les fruits sont-ils bilingues ? Le fruité des vins en allemand et en français
  • Bernd Spillner (Duisburg-Essen): Wein – Fachwissen, Sprechen über Wein. Ein Überblick für EinsteigerInnen

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Erfüllende Fülle, klar

Marietta Calderón & Carmen Konzett-Firth

Von der Prämisse ausgehend, dass niemand Eva Lavric in „Fülle und Klarheit“ (cf. Schriftenverzeichnis von Eva Lavric, in diesem Band) auch nur approximativ gleichkommen wird (schließlich handelt es sich um quantitativ begrenzte Festschriftbeiträge), haben die Festschriftherausgeberinnen einen für die Jubilarin symptomatischen, da von Alltagsphänomenen beispielreich ausgehenden und zwei ihrer Interessensgebiete (nämlich Semantik und Mathematik) verbindenden Aufsatz1 als linguistischen Input potenziellen Beiträger*innen dieser Festschrift zukommen lassen; dies geschah in der Hoffnung darauf, dass die Autor*innen sich mittels ihrer jeweiligen Beiträge Eva Lavrics Forschungsthemen dynamisch annähern sollten. Diese Interaktion führte zu sechs Themengruppen, worin 27 i. e. S. linguistische Arbeiten aus unterschiedlichen Teildisziplinen zu romanischen und anderen Sprachen sowie ein forschungsgeschichtlich inspirierter essayistischer Ausklang zusammengefasst sind. Insgesamt haben Beiträge von Forschenden unterschiedlichster Beziehungen zu Eva Lavric und diesseits und jenseits ihres jeweils eigenen 62,5. Geburtstags in diesen Band Eingang gefunden.

Themengruppe 1) befasst sich, als dem versandten Impulsaufsatz inhaltlich nächststehende, mit Sprache und Zahlen. Innerhalb dieser Gruppe greift Paul Danler die in Lavric (2007) gegebenen Anregungen am deutlichsten auf und überträgt sie auf politische Reden. Wegen dieser Nähe und zugleich kreativ-dynamischen Übertragung in die Forschungsinteressen dieses Innsbrucker Romanisten haben wir diesen Beitrag an den Anfang gestellt. Es folgt eine Terminologiegeschichte der Mathematik des Salzburger Indogermanisten und Wissenschaftshistorikers Thomas Lindner, der mit Eva Lavric das Interesse für Mathematik teilt. Zwei Romanisten nehmen anschließend einige der von Eva Lavric ausgelegten Zahlen- und numeraliareichen Fäden auf und spinnen sie sprach(en)spezifisch weiter: zum Spanischen der nach seinem Wirken an der Universität Innsbruck nach Cordoba übersiedelte Eduardo Jacinto García; zum Französischen der an der Wiener WU tätige Peter Handler. Beschlossen wird die Beitragsgruppe mit einem abstrakt-theoretischen Beitrag von Heidi ←13 | 14→Siller-Runggaldier, weniger zu Sprache und Zahlen als vielmehr zu Linguistik und Zahlen, nämlich zur Valenzsemantik.

2) Sprachen im Kontrast: Eva Lavric ist eine Hauptverantwortliche dafür, dass die auf Gerd Wotjak zurückgehende Internationale Arbeitstagung zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich nach Innsbruck gekommen und dort gleichsam institutionalisiert worden ist, was sich auch in mittlerweile bereits drei Sammelpublikationen unter dem Titel „Comparatio delectat“ – z. B. Lavric / Konecny / Konzett-Firth / Pöckl / Messner / Jacinto García (Hg.) 2019 – niedergeschlagen hat. Sprachen und ihre Phänomene sprachvergleichend in Kontrast zueinander zu setzen dient nicht nur der Auseinandersetzung mit systembezogenen Fragestellungen und Entwicklungen in den untersuchten Sprachen, es kann auch bei eigenem Sprachenlernen hilfreich sein – so etwa bei Eva Lavrics Sich-Erarbeiten romanischer Kontrastsprachen (in ihrem Fall zum Französischen). Auch der in dieser Gruppe erstplatzierte Beiträger, der Innsbrucker Allgemeine Linguist Manfred Kienpointner, hat im Erwachsenenalter beschlossen, sich einer Sprache, die er davor nicht gelernt hatte, intensiv anzunähern, noch dazu einer Sprache, die seiner Muttersprache Deutsch typologisch nicht sehr nahe ist, nämlich Türkisch. Der von ihm gemeinsam mit dem Slawisten Helmut Weinberger verfasste Beitrag, der sich der Gegenüberstellung des Kasussystems des Türkischen und desjenigen des Deutschen widmet, ist – wie dies auch bei Eva Lavric im Zuge ihrer Erarbeitung für sie neuer sprachlicher Welten der Fall war und immer noch ist – Folge von und Hilfe bei diesem Beschreiten von Neuem. Die weiteren Titel der unter Sprachen im Kontrast veröffentlichten Beiträge sind selbsterklärend: Anita Pavić Pintarić hat zu wortsemantischen Fragen des Kroatischen und des Deutschen, Maria Iliescu zu ‚sehr heiß‘ in vier romanischen Sprachen, und Barbara Schäfer-Prieß zu Bewegungsverben im Deutschen und Französischen gearbeitet.

Themengruppe 3) beschäftigt sich mit Sprache in Bildungskontexten aus unterschiedlichen Perspektiven und spiegelt damit die vielseitigen Interessen der Jubilarin an diesem Bereich wider: Martina Mayer und Wolfgang Pöckl reflektieren in ihrem Beitrag Funktion und Stellenwert des Übersetzens in den Curricula philologischer Studienrichtungen einerseits und der Translationswissenschaft andererseits. Den Fokus auf professionsspezifische Kompetenzen richten auch Martin Stegu und Holger Wochele, wenn sie sich für die Wahrnehmung sprachlicher Fehler in beruflichen Kontexten, konkret in Bewerbungsschreiben, interessieren; ihre hier präsentierte empirische Studie ist ein Beitrag zur Laienlinguistik. Mit dem Aufsatz von Carmen Konzett-Firth schwenkt der Blick auf den Bildungskontext Schule, fokussiert aber nach wie vor einen Bereich i. w. S. „laienlinguistischen“ Zugangs zu Sprache: Es geht um spontane ←14 | 15→Sprachvergleichshandlungen von Lehrer*innen und Schüler*innen im Französischunterricht. Schulischen Kontexten widmet sich schließlich auch der letzte Beitrag in dieser Themengruppe: Jakob Wüest präsentiert eine diskursanalytische Untersuchung von Geschichtslehrbüchern; darin beleuchtet er kritisch, inwiefern sich moderne Geschichtsbücher in Schweizer, deutschen und französischen Lehrwerken in der Darstellung geschichtlicher Ereignisse, insbesondere in Bezug auf die Narrativität der Texte, unterscheiden,

Fachsprachlichen und darüber hinaus führenden Fragestellungen wird in der Beitragsgruppe 4), Sprache und Fach(kon)texte, nachgegangen. Eröffnet wird dieser Themenkomplex mit einem Aufsatz zu einem in den Wirtschaftswissenschaften aktuellen interdisziplinär orientierten Ansatz, der Spieltheorie, dem in seiner kreativen Verbindung etablierter Gedankengänge nicht zuletzt auch seitens der Jubilarin Interesse entgegengebracht wird; die an der Wirtschaftsuniversität in Wien wirkende Fiorenza Fischer widmet sich diesem wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs metapherntheoretisch und beispielbezogen. Die Bedingtheit textlicher Unterschiede – in diesem Fall zwischen Rechtstexten Spaniens und Österreichs – durch gesetzliche Rahmen wird von Peter Holzer konzis dargelegt. Der im engeren Sinn fachsprachliche Themenkreis wird abgeschlossen, wie er begonnen wurde, nämlich lexikologisch: Gerda Haßler präsentiert Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu Kollokationen in der Pressesprache und in politischen Reden und zeigt dabei, wie sich diese in einem Spannungsfeld zwischen Kreativität und diskursiver Vor-Fixierung befinden. Mit dem Aufsatz des Germanisten Laurent Gautier, der für eine methodologische Wende der Fachsprachenforschung plädiert, wird zu Themengruppe 5 übergeleitet: Er tritt darin für eine weitere stärkere Miteinbeziehung von Feldforschung und für eine Ausweitung der Untersuchungsgegenstände von fachsprachlichen Produkten auf deren Entstehungsprozesse ein.

Themengruppe 5), Sprache und soziale Phänomene, umfasst eine Diversität an Aufsätzen und Ansätzen: Der Innsbrucker Romanist Jannis Harjus nähert sich grafischen Wiedergaben phonetischer Phänomene in gaditanischen cityscapes und liefert damit eine Anwendung eines auch von Eva Lavric und von dieser besonders in der Lehre praktizierten Zugangs, nämlich des linguistic landscaping. Phonetische Manifestationen nationaler bzw. regionaler Identitätskonstruktionen untersucht auch Marietta Calderón, allerdings nicht in geschriebener, sondern in gesungener Sprache; der Bezug ihres Beitrags zu Eva Lavrics Forschungsthemen besteht darin, dass Sprache international tätiger Professionist*innen untersucht wird – hier sind es aber im Gegensatz zu den Forschungsinteressen der Jubilarin keine Profifußballer*innen, sondern Opernsänger*innen. Analog zu Trainingsanweisungen von Fußballtrainer*innen sind ←15 | 16→Probenanweisungen von Dirigent*innen zu analysieren – Monika Messner tut dies konversationsanalytisch. Zu den von Julia Kuhn und Rafael Eduardo Matos untersuchten Sprecher*innen und der ihnen eigenen Sprache hat Eva Lavric im Gegensatz dazu (noch) nicht gearbeitet – dieser Beitrag bringt vermutlich nicht nur der Jubilarin, sondern auch vielen Leser*innen die im Süden Venezuelas lebende Gemeinschaft der Pemónsprecher*innen nahe. Machteld Meulleman und Eugeen Roegiest behandeln einander sehr nahe Sprachen und fragen dabei nach einem Sprachkontaktphänomen, wenn sie sich mit der Markierung des direkten Objekts im Galicischen und den Einflüssen des Spanischen beschäftigen. Metaphern, ein ebenfalls von der Jubilarin gerne bearbeitetes Themengebiet, untersucht Nadine Rentel bezogen auf mütterliche Gebärerlebnisschilderungen in französischsprachigen Online-Diskussionsforen, und macht darin sprachliche Annäherungen bis zum être au paradis nachvollziehbar.

Themengruppe 6), Sprache und Kulinaria, ist hingegen dezidiert Irdischem gewidmet: Cornelia Feyrer eröffnet allgemein mit ihrer Interpretation von Universalien in Gesundheitskampagnen und Pharmawerbungen. Diskursen veganer Foodblogs entnehmen Cornelia Gerhardt und Isabel Schul für ihre Analyse fachsprachliche Adjektive und Modifikationen. Ab hier und diesen Band beschließend finden Eva Lavrics Arbeiten zu Wein ihren Widerhall: Maurice Kauffer greift – Französisch und Deutsch zueinander kontrastierend – die Fruchtigkeit der Weine heraus. Die Onomastin Sandra Herling beschließt den i. e. S. wissenschaftlichen Teil dieser Festschrift in einem ebenfalls kontrastiven Weinnamenvergleich (Deutsch – romanische Sprachen). Das letzte Wort bleibt Bernd Spillner: Er gibt einen retrospektiven Überblick zum Thema Wein, konkret zu sprachlich-kulturell Erforschbarem bzw. Erforschtem.

In Eva Lavrics bereits publizierter Fülle an Arbeiten ließen sich für jede der hier vereinten Themengruppen vielfache Anknüpfungsmöglichkeiten finden – die Jubilarin hat zu nahezu jedem hier vertretenen Thema schon geforscht und veröffentlicht. Obwohl Eva Lavric also buchstäblich aus dem Vollen schöpfen kann, hoffen wir, dass sie noch mehr produziert – in den 2,5 ihr verbleibenden dienstlichen Jahren und weit darüber hinaus: in Freude, Fülle & Klarheit – und Glück.


1 Lavric, Eva (2007). „Les numéraux approximatifs; ou: comment se fait-il que sept minutes soient toujours exactement sept minutes, mais que cinq minutes puissant parfois être beaucoup plus?“, Trotter, David (Hg.). Actes du XXIVe Congrès International de Linguistique et de Philologie Romanes. Tübingen: Niemeyer, 139–153.

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Danksagung

Auch das Zustandekommen dieser Festschrift steht in engem Zusammenhang mit Kontakten der Jubilarin, also Menschen, die Eva Lavric sowohl als Forscherin als auch als Universitätsangehörige und darüber hinaus als Mensch schätzen und diese Festschrift ermöglichen wollten. Die Festschriftherausgeberinnen danken zunächst Laurent Gautier als dem Herausgeber der Reihe Kontraste-Contrastes1 für sein elegantes Projektmanagement (über eineinhalb Jahre ohne Wissen eines bestimmten Mitglieds des wissenschaftlichen Beirats, nämlich Eva Lavrics) bei einem sich währenddessen räumlich, strukturell und personell verändernden Peter Lang-Verlag; dem Peter Lang-Verlag selbst, der bei all diesen seinen Veränderungen diesem Projekt durchgehend höchste Priorität einräumte, ganz besonders Alexandra Marciniak und Paul Ferstl; Christine Konecny für ihre Unterstützung bei der Kontaktierung druckkostenfinanzierender Stellen und Personen; folgenden diese Festschrift finanziert habenden Institutionen (hier in alphabetischer Reihenfolge angeführt): der Kulturabteilung des Landes Tirol, dem Institut für Romanistik der Universität Innsbruck, dem Land Vorarlberg, der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, der Stadt Innsbruck, der Stiftungs- und Förderungsgesellschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg sowie dem Vizerektorat für Forschung der Universität Innsbruck; Wolfgang Pöckl für die Hilfsbereitschaft bei der Erstellung der Longlist potenziell interessierter Beitragender; allen Beiträger*innen; ganz besonders aber jenen, die gerne eine Beitrag geschrieben hätten, im Hinblick auf das zeitgerechte Erscheinen dieses Bandes aber darauf verzichtet haben; und abermals Eva Lavric, der auch wir entweder die Bekanntschaft mit allen in diese Festschrift Involvierten oder die Vertiefung dieser Bekanntschaft und die Zusammenarbeit mit diesen Menschen in aller Fülle ihrer Diversität und ihres jeweiligen Esprits verdanken.

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1 Um ein außergewöhnliches, die Jubilarin hoffentlich erfreuendes Zahl-Signifiant zu verwenden, bezeichnen wir, die Herausgeberinnen Marietta Calderón und Carmen Konzett-Firth, ihn hier als unseren dritthalben Mitherausgeber.

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Verzeichnis der wissenschaftlichen Publikationen von Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Lavric

Bücher

Lavric, Eva (1990). Mißverstehen verstehen: Opake Kontexte und Ambiguitäten bei indefiniten und definiten Nominalphrasen (= Grazer Linguistische Monographien: 7), Graz: Institut für Sprachwissenschaft der Universität Graz.

Griller, Stefan / Lavric, Eva / Neck, Reinhard (Hg.) (1991). Europäische Integration aus österreichischer Sicht: Wirtschafts-, sozial- und rechtswissenschaftliche Aspekte (= Schriftenreihe des Forschungsinstituts für Europafragen: 3), Wien: Orac.

Lavric, Eva / Pichler, Herbert (2003). Wirtschaftsfranzösisch fehlerfrei. Le français économique sans fautes. Übungs- und Studienbuch (= Lehr- und Handbücher zu Sprachen und Kulturen), 3., überarbeitete Auflage, München / Wien: Oldenbourg.

Lavric, Eva / Pichler, Herbert (2010). À la perfection! Französisch für Studium, Beruf und Wirtschaft, 4., korrigierte Auflage, München: Oldenbourg.

Lavric, Eva (Hg.) (2000). Fachsprache und Allgemeinsprache in der wirtschaftssprachlichen Ausbildung. LSP and LGP in Business Language Teaching. Langue de spécialité et langage commun dans l’enseignement du langage économique (= Hamburger Arbeiten zur Fachsprachenforschung: 4), Tostedt: Attikon.

Lavric, Eva (2001). Fülle und Klarheit. Eine Determinantensemantik Deutsch – Französisch – Spanisch (= Stauffenburg Linguistik: 9), Bd. I: Referenzmodell, Bd. II: Kontrastiv-semantische Analysen, Tübingen: Stauffenburg.

Lavric, Eva / Pisek, Gerhard / Skinner, Andrew / Stadler, Wolfgang (Hg.) (2008). The Linguistics of Football (= Language in Performance: 38), Tübingen: Gunter Narr.

Lavric, Eva / Videsott, Paul (Hg.) (2009). Romanistica Œnipontana. Brücke über die Alpen in die romanische Welt. 105 Jahre Romanistik Innsbruck, Innsbruck: Innsbruck University Press.

Lavric, Eva (Hg.) (2009). Sprachwahl in Unternehmen: Tiroler Fallstudien. Ergebnisse eines Projektseminars an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Innsbruck: Innsbruck University Press.

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Lavric, Eva / Konzett, Carmen (Hg.) (2009). Food and Language. Sprache und Essen (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 2), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Lavric, Eva / Fischer, Fiorenza / Konzett, Carmen / Kuhn, Julia / Wochele, Holger (Hg.) (2009). People, Products and Professions. Choosing a Name, Choosing a Language. Fachleute, Firmennamen und Fremdsprachen (= Sprache im Kontext: 32), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Lavric, Eva / Pöckl, Wolfgang / Schallhart, Florian (Hg.) (2011). Comparatio delectat. Akten der VI. Internationalen Arbeitstagung zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich, Innsbruck, 3.–5. September 2008, 2 Bde. (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 4), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Goudaillier, Jean-Pierre / Lavric, Eva (Hg.) (2014). Argot(s) et variations (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 6), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Lavric, Eva / Pöckl, Wolfgang (Hg.) (2015). Comparatio delectat II. Akten der VII. Internationalen Arbeitstagung zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich, Innsbruck, 6.–8. September 2012 (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 7), 2 Bände, Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Gautier, Laurent / Lavric, Eva (Hg.) (2015). Unité et diversité dans le discours sur le vin en Europe. Actes du colloque d’Innsbruck, 15–16 octobre 2012 (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 8), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Lavric, Eva / Konecny, Christine / Konzett-Firth, Carmen / Pöckl, Wolfgang / Messner, Monika / Jacinto García, Eduardo (Hg.) (2019). Comparatio delectat III. Akten der VIII. Internationalen Arbeitstagung zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich, Innsbruck, 29.8.–1.9.2016 (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation: 11), 2 Bde., Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Gautier, Laurent / Lavric, Eva (Hg.) (im Druck). Les descripteurs du vin : Regards sémantiques contrastifs (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Lavric, Eva / Meulleman, Machteld (Hg.) (im Druck). Le corps et la langue du footballeur: match interdisciplinaire. Actes des journées d’études d’Innsbruck ←20 | 21→(2016) et de Reims (2018) (= InnTrans. Innsbrucker Beiträge zu Sprache, Kultur und Translation), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang.

Aufsätze

Lavric, Eva (1988). „Kontrastive Semantik der Determinanten des Substantivs: Französisch – Deutsch“, Gerd Wotjak (Hg.): Studien zur Sprachkonfrontation. Materialien der I. Internationalen Arbeitstagung zum Romanisch-Deutschen Sprachvergleich, Leipzig, 5.–6.10.1987 (= Linguistische Studien. Reihe A: Arbeitsberichte 176), Berlin: Akademie der Wissenschaften der DDR, Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, 58–71.

Lavric, Eva (1988). „Fachsprache und Fehlerlinguistik“, Die Neueren Sprachen 87/5, 471–505.

Lavric, Eva (1988). „Medieneinsatz im fachsprachlichen Unterricht an der Massenuniversität: ein Erfahrungsbericht“, Thomas A. Bauer (Hg.): Mediendidaktik. Lücken im universitären Lerndrama (= Zeitschrift für Hochschuldidaktik 12/3), 321–332

Lavric, Eva (1989): „Zur Inzidenz des Determinanten im Referenzvorgang“, Zeitschrift für romanische Philologie 105/3–4, 237–253.

Lavric, Eva (1991). „Welche Sprachen für Europa? Fremdsprachliche Lernerbedürfnisse in Österreich im Kontext der EG-Annäherung“, Stefan Griller / Eva Lavric / Reinhard Neck (Hg.): Europäische Integration aus österreichischer Sicht: Wirtschafts-, sozial- und rechtswissenschaftliche Aspekte (= Schriftenreihe des Forschungsinstituts für Europafragen: 3), Wien: Orac, 357–388.

Lavric, Eva (1991). „Analyse sémantique et analyse contrastive: quelques réflexions méthodologiques à propos de leur combinaison (à l’occasion d’une étude sur les déterminants en français et en allemand)“, Dieter Kremer (Hg.): Actes du XVIIIe Congrès International de Linguistique et Philologie Romanes, Université de Trèves (Trier) 1986, Bd. II, Tübingen: Niemeyer, 336–345.

Lavric, Eva (1993). „Chaque langue est nécessaire pour la communication: Die Semantik der französischen Determinanten aus kontrastiv-fehlerlinguistischer Sicht“, Gianni Rovere / Gerd Wotjak (Hg.): Studien zum romanisch-deutschen Sprachvergleich (= Linguistische Arbeiten: 297), Tübingen: Niemeyer, 191–203.

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Lavric, Eva (1993). „Déterminants, cataphore et phrase“, Gerold Hilty (Hg.): Actes du XXe Congrès International de Linguistique et Philologie Romanes. Université de Zurich (6–11 avril 1992), Bd. I: La phrase, Tübingen / Basel: Francke, 383–394.

Lavric, Eva (1993). „‘Un autre problème est l’inversion’: Fehlerlinguistische Perspektiven auf ein fachsprachliches Gliederungsmerkmal im Französischen und Deutschen“, IRAL (International Review of Applied Linguistics) 31/4, 330–343.

Fischer, Fiorenza / Lavric, Eva / Stegu, Martin (1994). „Linguaggio settoriale e analisi degli errori“, Anna Giacalone Ramat / Massimo Vedovelli (Hg.): Italiano. Lingua seconda / Lingua straniera. Atti del XXVI Congresso della Società di linguistica italiana, Siena, 5–7 novembre 1992 (= Pubblicazioni della Società di linguistica italiana: 34), Roma: Bulzoni, 549–556.

Lavric, Eva (1994). „Was ist und wozu betreibt man fachsprachliche Fehlerlinguistik?“ Bernd Spillner (Hg.): Fachkommunikation. Kongreßbeiträge der 24. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik, GAL e.V., Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang, 140–144.

Lavric, Eva (1994): „Was ist und wozu betreibt man fachsprachliche Fehlerlinguistik?“ (integrale Version), Bernhard Pöll (Hg.): Fachsprache – kontrastiv. Beiträge der gleichnamigen Sektion des 21. Österreichischen Linguistentages, Salzburg, 23.–26. Oktober 1993 (= Abhandlungen zur Sprache und Literatur: 71), Bonn: Romanistischer Verlag, 65–118.

Lavric, Eva (1995). „Three-Phase-Model-of-Reference, or Three-Dimensional-Model-of-Reference (?)“, Karl Sornig / Dieter W. Halwachs / Christine Penzinger / Gerd Ambrosch (Hg.): Linguistics with a Human Face. Festschrift für Norman Denison zum 70. Geburtstag (= Grazer Linguistische Monographien: 10), Graz: Institut für Sprachwissenschaft der Universität Graz, 199–211.

Lavric, Eva (1995). „Referential Ambiguities, Possible Worlds, and Universes – The Problem of Substitution in Contexts of Propositional Attitude“, Richard A. Geiger (Hg.): Reference in Multidisciplinary Perspective: Philosophical Object, Cognitive Subject, Intersubjective Process, Hildesheim / Zürich / New York: Georg Olms, 45–62.

Lavric, Eva (1995). „Von Heuschrecken und anderen Insekten: Der Mythos der prädikativen Nominalphrasen“, Grazer Linguistische Studien 44, 69–80.

Lavric, Eva (1996). „What do Smith’s Murderer and the First Man to Set Foot on Mars Have in Common? Or: Two-Tier and Implicit Opacity“, Folia linguistica 29/3–4, 347–367.

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Lavric, Eva / Pichler, Herbert (1996). „Le français économique par les fautes – Wirtschaftsfranzösisch aus Fehlern lernen“, Gerhard Budin (Hg.): Multilingualism in Specialist Communication. Multilinguisme dans la communication spécialisée. Mehrsprachigkeit in der Fachkommunikation. Proceedings of the 10th European LSP Symposium, Vienna, 29 Aug. – 1 Sept., 1995, Bd. I, Wien: IITF / Infoterm, 511–536.

Lavric, Eva (1996). „Aquellos misteriosos demostrativos pospuestos“, Peter Cichon / Friederike Hassauer / Georg Kremnitz / Pablo Martínez (Hg.): Actas de las Primeras Jornadas de Hispanistas en Austria, Viena, 19–20 de mayo de 1995, Wien: Praesens, 106–113.

Lavric, Eva (1996). „‚Cet air doublement immobile qu’ont les choses mobiles quand elles ne bougent pas…‘: Haloeffekt und Relativsatz-Ankündigung“, Moderne Sprachen 40/2, 157–170.

Lavric, Eva (1997). „‚Ese reino movible‘ – Spanische, französische und deutsche Demonstrativa“, Gerd Wotjak (Hg.): Studien zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich. Akten der III. Internationalen Arbeitstagung zum romanisch-deutschen Sprachvergleich (Leipzig, 9.10.–11.10.1995), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang, 515–543.

Lavric, Eva (1997). „Some men that love Mary, love Mary: Indefinitheit und logischer Existenzquantor“, Papiere zur Linguistik 57/2, 151–168.

Lavric, Eva (1997). „La référence nominale: malentendus et compréhension“, Ramón Lorenzo (Hg.): Actas do XIX Congreso Internacional de Lingüística e Filoloxía Románicas / Actes du XIXe Congrès International de Linguistique et Philologie Romanes. Universidade de Santiago de Compostela 1989, Bd. I: Sección I: Lingüística Teórica e Lingüística Sincrónica, A Coruña: Fundación Pedro Barrié de la Maza, 459–486.

Lavric, Eva (1998). „Fachsprachliche Fehlerlinguistik“, Lothar Hoffmann / Hartwig Kalverkämper / Herbert Ernst Wiegand (Hg.): Fachsprachen. Languages for special purposes. Ein internationales Handbuch zur Fachsprachenforschung und Terminologiewissenschaft. An International Handbook of Special Language and Terminology Research (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft), 1. Halbband / Volume 1, Berlin / New York: Walter De Gruyter, 970–975.

Lavric, Eva / Weidacher, Josef (1998). „Subir, bajar, y más cosas por el estilo“, Jesús Padilla Gálvez (Hg.): El lenguaje económico. Lengua de especialidad, Comunicación, Programas. Language of economics. LSP, Communication, Programme. ←23 | 24→Wirtschaftssprache. Fachsprachen, Kommunikation, Programme. Simposium internacional, Linz: Trauner, 77–104.

Lavric, Eva (1998). „Este, ese y aquel en posición determinativa“, Giovanni Ruffino (Hg.): Atti del XXI Congresso Internazionale di Linguistica e Filologia Romanza, (Palermo, 18–24 settembre 1995), Bd. III: Lessicologia e semantica delle lingue romanze, Tübingen: Niemeyer, 405–418.

Lavric, Eva (1998). „Quantitative Ausdrücke im Wirtschaftsfranzösischen“, Franz Rainer / Martin Stegu (Hg.): Wirtschaftssprache: Anglistische, germanistische, romanistische und slawistische Beiträge. Gewidmet Peter Schifko zum 60. Geburtstag (= Sprache im Kontext: 6), Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang, 155–174.

Lavric, Eva (1998). „Paarigkeit und assertierte Zweiheit. Semantik dualer Determinanten“, Vox Romanica 57, 53–84.

Biographische Angaben

Marietta Calderón (Band-Herausgeber:in) Carmen Konzett-Firth (Band-Herausgeber:in)

Marietta Calderón ist als Linguistin am Fachbereich Romanistik der Universität Salzburg tätig. Carmen Konzett-Firth lehrt und forscht an der Universität Innsbruck in den Bereichen französische Linguistik und Didaktik der Fremdsprachen.

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Titel: Dynamische Approximationen