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Diskursgrammatik – Grammaire du discours

Hommage à Jean-Marie Zemb

von Thérèse Robin (Band-Herausgeber:in)
©2019 Sammelband 200 Seiten
Reihe: Kontraste/Contrastes, Band 2

Zusammenfassung

Nach der internationalen Tagung, die an der Universität zu Créteil am 10. März 2017 zu Ehren Jean-Marie Zembs abgehalten wurde, ist diesem nun der vorliegende Band ausgewählter Beiträge gewidmet. Die ForscherInnen aus unterschiedlichen Ländern heben Jean-Marie Zembs wichtigen Beitrag zur Sprachwissenschaft und Didaktik des Deutschen und Französischen sowie dessen Modernität hervor. Jean-Marie Zemb (1928-2007) hatte am Collège de France den für ihn eingerichteten Lehrstuhl «Grammaire et pensée allemandes» inne (1986-1998). Danach wurde er zum Mitglied der «Académie des sciences morales et politiques», Abteilung Philosophie. Als gebürtiger Elsässer hat er sich sein Leben lang für das Deutsche und Französische engagiert.
Après la journée d’étude internationale du 10 mars 2017, à l’UPEC, en l’honneur de Jean-Marie Zemb, voici un volume de contributions choisies dédié à Jean-Marie Zemb. Les chercheuses et chercheurs de divers pays ont mis en lumière les apports linguistiques et didactiques de la pensée de Jean-Marie Zemb (1928-2007). Il s’agit, par cette publication, de faire apparaître la richesse et la modernité de cet éminent linguiste et philosophe, entre le français et l’allemand, pour qui fut créée en 1986 au Collège de France la Chaire « Grammaire et pensée allemandes », (1986-1998) et qui fut ensuite élu à l’Académie des sciences morales et politiques, dans la section philosophie.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Herausgeberangaben
  • Ãœber das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Préface
  • Remerciements
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Tertium datur: Die Entwicklung von Jean-Marie Zembs Satzkonzeption
  • 1 Einige Grundannahmen aus Satz – Wort – Rede
  • 2 Satz- und Gliednegation im älteren Deutsch
  • 2.1 Negationskennzeichnung
  • 2.2 Gliednegation und Negationsamalgame
  • 3 Skopus und Fokus der Negation
  • 4 Die Beurteilung des Negators und die Qualität des Negativen
  • 5 Vom Negator über den Prädikator zum Phema
  • 6 Fazit
  • What We Can Learn From J.-M. Zemb About Negation and Information Structure: A View From Prague
  • 1 Introduction
  • 2 Theme, Rheme, Pheme and Negation in J.-M. Zemb’s Understanding
  • 2.1 Theme, Rheme, Pheme and Predicateur
  • 2.2 Negation
  • 3 Praguian View – A Historical Perspective
  • 4 The Theory of Topic-Focus Articulation
  • 5 The Basic Tenets of the Theory of Topic-Focus Articulation
  • 5.1 TFA as a Linguistic Structuring Based on the Relation of “Aboutness”
  • 5.2 Ordering of Elements in the Topic and in the Focus
  • 5.3 TFA and the Semantics of Negation
  • 5.4 TFA, Presupposition and Allegation
  • 6 The Semantic Relevance of TFA
  • 7 Summary
  • Acknowledgements
  • Das Phema bei Jean-Marie Zemb im Rahmen einer Theorie der Kopula
  • 1 Die Kopula im Rahmen einer nicht-cartesianischen Universalgrammatik
  • 2 Die Kopula in analytischen und synthetischen Sätzen
  • 3 Ursprung der Kopula im Lexikon? Der Weg von der lexikalischen Kopula zur grammatischen Kopula
  • 4 Ausblick: Wissenskopula vs. Erfahrungskopula und der Aufbau des semantischen und des episodischen Gedächtnisses
  • Die Geburt der Proposition aus dem Geiste der Prädikation: Spielarten des Phemas und Wesen der Proposition in einer reformierten Zemb-Grammatik
  • 1 Mit Jean-Marie Zemb gegen Jean-Marie Zemb
  • 1.1 Zur Erinnerung: Proposition und Prädikation bei Jean-Marie Zemb
  • 1.2 Ein Blick auf die Korpora
  • 1.3 Modellierung: von der Proposition zur prädikativen Schalenstruktur
  • 2 Wie viele Spielarten für das Phema?
  • 2.1 Das eine Phema gibt es nicht
  • 2.2 Zemb oder Fourquet?
  • 3 Wohin mit der Proposition?
  • 3.1 Zum Begriff der Proposition im Allgemeinen
  • 3.2 Zurück zu Frege
  • 4 Fazit und Ausblick: „l’univers pluridimensionnel de Zemb“
  • Le système zembien : une météorite linguistique ?
  • 1 Onoma/rhêma
  • 1.1 Qu’est-ce qu’un rhème ?
  • 1.1.1 Platon
  • 1.1.2 Aristote
  • 1.2 Retrouvons-nous des éléments de ces définitions chez J.-M. Zemb ?
  • 1.3 Le rhème n’est pas le rhêma
  • 2 Port-Royal
  • 2.1 Qu’est-ce qu’un verbe ?
  • 2.2 La recomposition zembienne
  • 3 Un système isolé ?
  • Modus und Tempus im Deutschen: Vorschlag zur funktionalen Beschreibung im Sinne von Jean-Marie Zemb
  • 1 Einleitung
  • 2 Phema, Modi und Zeitenfolge
  • 3 Verlust der Zeitenfolge und neues Tempus-System in der indirekten Rede im Neuhochdeutschen
  • 4 Das erneuerte deutsche Modus-System
  • 5 Deutsche Modus-Morphologie
  • 6 Morphologischer Konservativismus und systematische Refunktionalisierung
  • Die semantische Grundstruktur des ungarischen Satzes und die Markierung der Assertion: Probleme der Analyse1
  • 1 Einleitung
  • 2 Das Wesen und der Stellenwert der logisch-semantischen „Grundordnung“ und der Assertionsmarkierung
  • 2.1 Die semantische „Grundordnung“
  • 2.2 Markierung der Assertion und der offenen Proposition: Konstruktionen?
  • 3 Grundordnung und Assertion im Ungarischen
  • 3.1 Versuch zur Ermittlung der logisch-semantischen Grundordnung im ungarischen Satz
  • 3.2 Markierung der Assertion im Ungarischen
  • 4 Anwendung der Theorie auf ausgewählte Phänomene im Ungarischen
  • 4.1 Negation vs. Privation
  • 4.2 Positiv und negativ quantifizierende und qualifizierende Ausdrücke
  • 4.3 Aspektmarkierung
  • 4.4 Direkte und indirekte Satzmodusmarkierung
  • 5 Fazit
  • Jean-Marie Zembs Phema-Begriff zwischen Informationsstruktur und Prädikationsstruktur
  • 1 Voraussetzungen
  • 2 Phema und Satznegation
  • 3 Kartographische Einordnung und Oberflächenableitung
  • 4 Was wäre denn ein verbindendes Satzglied zwischen Thema und Rhema?
  • 5 Wofür steht der rechte Rand des linken Mittelfelds, auf den sich die deutschen Modalpartikeln positionell beschränken?
  • 6 Zwei Thema-Kategorien: Welche könnte Zemb gemeint haben?
  • 7 Was hätte Zembs Phema-Kategorie mit der Thetik-Struktur des Deutschen zu tun?
  • 8 Zwei Typen postverbaler Subjekte
  • 9 Diagnostik nach Diskurskenntnisstand (Common Ground)
  • 10 Welche Schlüsse ziehen wir zu Thetik im Deutschen, welche zum Grammatikstatus von Zembs Phema?
  • En guise de conclusion
  • Jean-Marie Zemb – des figures de sa Pensée et des formes de sa Grammaire
  • 1 L’esprit zembien et l’esprit de la Grammaire
  • 2 Les jeux et les travaux pour visualiser les « parcours de pensée »
  • 3 Conclusion
  • Liste der Abbildungen
  • Liste der Tabellen
  • Bibliographie générale
  • Beiträgerverzeichnis

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John Ole Askedal

Einleitung

Jean-Marie Zemb wurde am 14. Juli des Jahres 1928 im elsässischen Erstein geboren. In diesem kurzen Satz sind grundlegende Informationen enthalten, die im Rückblick den Werdegang von Jean-Marie Zemb als europäischer Wissenschaftler und Denker fast als vorgezeichnet erscheinen lassen: Der Ort, in dem er geboren wurde, befindet sich in einer europäischen Landschaft, die seit mehr als tausend Jahren Schnittstelle und Begegnungsstätte deutscher und französischer Kultur und Sprache ist. Darauf weist schon sein Name hin. Alemannisch und deutsch ist der Familienname Zemb – er meinte selber, dieser Name sei schweizerischen Ursprungs –, französisch der Vorname Jean-Marie; als Geburtstag wurde ihm der französische Nationalfeiertag beschert. Der zweite Teil des Bindestrich-Vornamens zeigt katholische Konfessionszugehörigkeit exemplarisch an und verkörpert einen Hinweis auf Einbindung in gesamteuropäisches Traditionserbe, das für ihn richtungweisend wurde. Mit der elsässischen Geburt kam die zur persönlich geprägten Perfektion kultivierte deutsch-französische Zweisprachigkeit; Jean-Marie Zemb war genau so bilingual wie sein Name und hat Französisch und Deutsch – praktisch sowie analytisch – auf unvergleichbare wie unvergessliche Weise gleich meisterhaft beherrscht.

Der elsässische Europäer Zemb musste im Krieg das historisch gewachsene Europa als gegenwärtig unheilvollen Problemkomplex auf brutale Weise persönlich erleben: Er wurde, ein sechzehnjähriger malgré-nous, als Flakhelfer der deutschen Wehrmacht eingezogen. Ihm gelang es aber im Herbst 1944, den Greueln des Krieges durch eine dramatische Flucht zu entkommen; nach dem Krieg wurde ihm die Medaille des Réfractaires verliehen.

Im Gymnasium wurden ihm die historischen Basissprachen der europäischen Kultur, Griechisch und Latein, beigebracht. Bildung und Interessen, möglicherweise auch noch die Kriegserfahrungen, führten ihn zunächst zur Dominikaneruniversität Le Saulchoir in Étiolles, wo er 1950 die licence in scholastischer Philosophie absolvierte. Darauf folgten weitere philosophische Studien in Deutschland. Promoviert hat er 1955 in Freiburg im Breisgau mit der Dissertation Wesensethik und Situationsethik im Lichte einer Metaphysik der menschlichen Freiheit (Zemb 1955); darauf folgten sechs Jahre als Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Hamburg. Die französische agrégation erwarb er 1960. In den 1960er Jahren war er zunächst an zwei Pariser lycées sowie am Hôpital ←17 | 18→de la Pitié-Salpêtrière und dann an der Universität Besançon tätig. 1968 konnte er sich an der Sorbonne habilitieren mit der großen Abhandlung Les structures logiques de la proposition allemande. Contribution à l’étude des rapports entre le langage et la pensée (Zemb 1968). Es folgten Professuren an den Pariser Universitäten Vincennes-Saint-Denis, Asnières und Nanterre. Durch den in Deutschland veröffentlichten Band Satz, Wort, Rede. Semantische Strukturen des deutschen Satzes (Zemb 1972b) hat er das Interesse der internationalen germanistischen Fachwelt auf sich gezogen; vielen Kollegen brachte das Buch einen neuen, anregenden Ansatz zum der typologischen Eigenart des Deutschen im europäischen Bereich. Der Höhepunkt dieser Jahre war die Veröffentlichung der zweibändigen Vergleichenden Grammatik Französisch–Deutsch (Zemb 1978, 1984), die eine fast überwältigende komparative Gesamtschau auf die beiden Sprachen bietet und ein Grundpfeiler der französischen Sprachgermanistik bleiben wird.

1986 erfolgte die Berufung auf den für ihn eingerichteten Lehrstuhl „Grammaire et pensée allemandes“ am Collège de France. Emeritiert wurde er 1998, aber von einem „Ruhestand“ konnte man in seinem Fall kaum reden. Schon im folgenden Jahr wurde er in die Académie des Sciences morales et politiques (section philosophie) am Institut de France aufgenommen, wo er sich als engagiertes Mitglied erwies.

Einer breiteren deutschen Öffentlichkeit wurde Zemb in der letzten Hälfte der 1990er Jahre durch scharfsinnige Beiträge zur derzeitigen Diskussion um die Rechtschreibreform bekannt (zusammenfassend Zemb 1997), in denen sich, in dem fruchtbaren Nährboden seiner elsässischen Zweisprachigkeit wurzelnd, Innen- und Außensicht erhellend vereinen.

Zembs beide letzten Buchveröffentlichungen bezeugen, dass die Philosophie als ständige Quelle seines Denkens und Schaffens nie versiegte. Im Todesjahr erschien posthum Non et non ou non? Entretiens entre un philosophe, un grammarien et un logicien (Zemb 2007). Im folgenden Jahr kam schließlich eine französische Übersetzung seines 1961 zuerst auf Deutsch erschienenen Aristoteles-Buches heraus (Zemb 1961, 2008). Damit wurde der Ring zwischen Le Saulchoir 1950 und der section philosophie im Institut de France 2001–2007 geschlossen. In der langen, mit unaufhörlicher, ertragreicher Arbeit gefüllten Zwischenzeit hatte Zemb sich als philosophisch geschulter Linguist international ausgewiesen und als maßgeblicher Erneuerer der französischen Sprachgermanistik fest etabliert. An Ehrungen hat es ihm nicht gefehlt. 1980 wurde er mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 1996 wurde ihm der Jakob- und Wilhelm-Grimm-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verliehen; 2001 erhielt er die französische Ehrenlegion.

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Jean-Marie Zemb ist am 14. Februar 2007 in Lorient im département Morbihan, Bretagne, gestorben. Seine letzten Worte auf Deutsch waren „Alles ist fraglich, Gott ist evident“ und auf Französisch „Je quitte l’ombre pour la lumière“.

                                                        *

Aus dem umfassenden Lebenswerk Zembs ragt eine besondere Leistung heraus. Dies ist die Erarbeitung einer Gesamtkonzeption der deutschen Satzstruktur, welche die auf Aristoteles zurückgehende Binarität von Subjekt/Thema und Prädikat/Rhema in ihrer klassischen wie auch in modernen Phrasenstrukturgrammatiken üblichen Form überwindet. Richtungweisend ist für Zemb die Einsicht – sein Heureka! –, dass im deutschen Satz die Negation eine Schnittstelle bildet, in deren Vorbereich sich thematische Glieder befinden (Thema) und in deren Nachbereich rhematische Glieder stehen (Rhema) (vgl. z.B. Zemb 1968: 135, 175). Vgl. folgendes Beispiel (aus Zemb 1994a: 21; in der Dimensionalität von vertikaler zu horizontaler Ausrichtung abgeändert):

[dass:] damals die Leute den Kratylos NICHT aufmerksam gelesen hatten

Zwischen Thema- und Rhema-Teil besteht der grundlegende Unterschied, dass im Ersteren die Glieder nicht-hierarchisch (‚parataktisch‘), im Letzteren aber hypotaktisch-hierarchisch angeordnet sind (was sich durch einen einfachen Umstellbarkeitstest zeigt: die Leute den Kratylos damals, die Leute damals den Kratylos, … vs. *gelesen aufmerksam hatten, *hatten gelesen aufmerksam, …). Als dann der Schnittstellenstatus der Negation nicht auch auf andere Glieder mit ähnlich propositionsbezogener Funktion ausgedehnt und diese erweiterte Kategorie mit dem vom amerikanischen Semiotiker Charles S. Peirce entlehnten Terminus Phema benannt wurde (vgl. z.B. Peirce 1998: 481, 490), ergab sich die konzeptuelle Trias Thema – Phema – Rhema, mit ihren unterschiedlichen Linearisierungsbedingungen, als begrifflich einprägsames strukturelles Grundgerüst des deutschen Satzes.

In der Trias läuft vieles zusammen in Zembs eigenständig weiterführender Synthese, zunächst und vor allem natürlich die abendländische grammatische Tradition mit der auf die griechische Antike zurückgehenden Terminologie. Die aus der Antike stammenden Begriffe Thema und Rhema bieten darüber hinaus einen Anschluss an die sog. Funktionale Satzperspektive der Sprachwissenschaft des 20. Jahrhunderts an (vgl. Hajičová in diesem Band); Zemb hat freilich darauf bestanden, dass bei ihm Thema und Rhema ‚logisch‘ bzw. semantisch, nicht pragmatisch zu verstehen seien. Die Rolle der Negation als propositional bezogener Operator war dem geschulten Logiker Elementarwissen sowie Voraussetzung der Zemb’schen Umpolung der Satznegation zu zunächst alleiniger propositionaler Schnittstelle zwischen Thema und Rhema und dann zum ←19 | 20→Kernstück eines um modalisierende Elemente angereicherten, logisch gestaffelten Schnittstellenbereichs mit Phema-Funktion. Die Zweiteilung der (restlichen) Proposition (bzw. des Operandenbereichs) in einen nicht-hierarchischen, deiktisch-referierenden thematischen Teil (für den der griechische Begriff onoma für Zemb wohlgemerkt nicht in Frage kommt) und einen hierarchisch strukturierten prädikativen rhematischen Teil mag Zembs weiterführende Antwort auf einiges von dem sein, was er, ähnlich wie sein Doktorvater Fourquet, in der dependenzgrammatischen Darstellung der Éléments de syntaxe structurale von Tesnière (1959) vermisst haben mag (Fourquet 2016: 149); zu Zembs innovierter Erfassung der Thema-Rhema-Dichotomie haben ihm einschlägige Arbeiten von Fourquet ein Vorbild liefern können, in denen Letzterer die für Nebensätze kennzeichnende Endstellung des (finiten) Verbs als Basiseigenschaft – in Zemb’scher Terminologie ‚Grundordnung‘ der deutschen Satzstruktur schon herausgearbeitet hatte (vgl. z.B. Fourquet 1970: 22, 24, 31 et passim).

Zembs hypotaktisch-hierarchische Analyse des Rhemas entspricht in den strukturellen Hauptzügen nicht nur Ansichten Fourquets, sondern auch der vom dänischen Strukturalisten Gunnar Bech 1955 veröffentlichten Analyse der Topologie deutscher infiniter Verbformen (Bech 1955). Bechs Einsichten wurden auch von den frühen Ost-Berliner Transformationalisten als syntaktische Regelformatierungsnotwendigkeit übernommen (Bierwisch 1963: 34–36). Im Literaturverzeichnis von Zemb 1968 sind einschlägige Arbeiten von allen drei – Bech, Bierwisch und Fourquet – aufgeführt. Mit den Hinweisen auf diese Autoren ist freilich nur ein Teilbereich von dem abgedeckt, was Zemb insgesamt beschäftigt und was er auf andere, mehr logisch-funktionale Weise bearbeitet.

Details

Seiten
200
Jahr
2019
ISBN (PDF)
9783631776735
ISBN (ePUB)
9783631776742
ISBN (MOBI)
9783631776759
ISBN (Hardcover)
9783631775875
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2019 (Februar)
Schlagworte
philosophie du langage négation structure informationnelle phème proposition temps et mode
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien. 2019. 200 S., 10 s/w Abb., 8 s/w Tab.

Biographische Angaben

Thérèse Robin (Band-Herausgeber:in)

Thérèse Robin studierte an der ENS Fontenay-St Cloud. Als Sprachwissenschaftlerin des Deutschen ist sie seit 1993 Dozentin an der ESPE zu Créteil, wo sie die zukünftigen Lehrer für Schule und Gymnasium ausbildet. Thérèse Robin est ancienne élève de l’ENS de Fontenay-St Cloud. Spécialiste de linguistique allemande, Maître de Conférences en allemand, elle forme depuis 1993 à l’ESPE de Créteil les professeurs des écoles, collèges et lycées.

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Titel: Diskursgrammatik – Grammaire du discours