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Die Umsetzung des § 14a EnWG zwischen Markt und Regulierung im neuen Strommarktdesign

von Tatjana Schleicher (Autor:in)
Dissertation 158 Seiten

Zusammenfassung

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist wetterabhängig. Noch dazu ist Strom grundsätzlich nicht speicherbar. Was besagt dies für unser Verbrauchsverhalten? Bedeutet die Flexibilisierung der Stromabnahme einen Verzicht zu Zeiten der geringeren Stromerzeugung? Oder gäbe es Instrumente, Strommengen und Kapazitäten zu bündeln, um einen umverteilenden Ausgleich zu erreichen? Ist Versorgungssicherheit ohne Eingriffe in den Markt möglich? Dies nahm der Gesetzgeber mit der Einführung des § 14a EnWG im Jahr 2011 an. Die weitere Konkretisierung des einschlägigen rechtlichen Rahmens fehlt. In diesem Band wird ein Vorschlag entwickelt, wie die Norm in die Praxis umgesetzt werden könnte.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Title Page
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Teil 1: Einleitung in die Thematik und Vorstellung des Arbeitsziels
  • A. Einführung in die Problematik
  • B. Gegenstand der Arbeit
  • C. Gang der Untersuchung und Zielsetzung
  • Teil 2: Einordnung des § 14a EnWG in das neue Strommarktdesign
  • A. Bestehender Strommarkt
  • I. Belieferung nach SLP
  • II. Belieferung mit RLM
  • III. Belieferung mit ZSG
  • IV. Belieferung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen im Sinne des § 14a EnWG
  • B. Strommarkt 2.0
  • I. EU-Vorgaben zur Flexibilisierung des Verbraucherverhaltens
  • 1. Drittes Binnenmarktpaket Energie
  • 2. Energieeffizienzrichtlinie
  • II. Stand der aktuellen Entwicklungen auf nationaler Ebene
  • Teil 3: Regelungsinhalt des § 14a EnWG
  • A. Voraussetzungen
  • I. Netzdienlichkeit
  • 1. Netzzustand in der Niederspannung
  • 2. Entwicklung des Begriffs „Netzdienlichkeit“
  • II. Steuerbare Verbrauchseinrichtung
  • 1. Geeignete Verbrauchseinrichtungen
  • a) Stromspeichernde Verbrauchseinrichtungen
  • b) Sonstige-Energie-speichernde-Verbrauchseinrichtungen
  • c) Nicht speicherungsfähige Elektrogeräte
  • 2. Steuerbarkeit der Verbrauchseinrichtung
  • a) Abschaltung und Drosselung der Energiezufuhr
  • b) Stellt die Belieferung nach SLP ebenfalls eine netzdienliche Steuerung i.S.d. § 14a EnWG dar?
  • c) Wiedereinschaltung
  • d) Wiedereinspeisung
  • e) Zuschaltung von Lasten
  • (1) Umsetzung der Zuschaltung durch variable Tarife
  • (2) Verhältnis zwischen § 14a EnWG und § 40 Abs. 5 EnWG
  • 3. Separater Zählpunkt
  • III. Adressaten
  • 1. § 14a EnWG zwischen Markt und Regulierung
  • a) Anwendungsbereich des Regulierungsrechts
  • b) Kommunikation zwischen Markt und Netz
  • 2. Verteilernetzbetreiber in der Niederspannung
  • a) Einordnung der Verpflichtung aus § 14a EnWG in die Netzbetreiberpflichten gemäß den §§ 11 ff. EnWG
  • b) Einschränkung auf die Niederspannungsebene
  • c) Keine Steuerung in den geschlossenen Verteilernetzen
  • 3. Letztverbraucher
  • a) Letztverbraucher mit einem eigenen Netznutzungsvertrag
  • b) Letztverbraucher mit einem integrierten Stromliefervertrag
  • 4. Lieferant
  • 5. Neue Anreize für den Markt
  • a) Neue Marktrollen
  • b) Vermarktung der Flexibilitäten
  • IV. Elektromobile
  • 1. Technische Geeignetheit der Elektromobile für eine netzdienliche Steuerung
  • 2. Ladesäulen und Wallboxen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen
  • 3. Vorschlag für die Einbindung der Ladesäulen in die netzdienliche Flexibilisierung des Nachfrageverhaltens
  • V. Kommunikative Einbindung einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung
  • 1. Die für die Belieferung und Steuerung nach § 14a EnWG erforderlichen Funktionen der Zähler
  • 2. Sternförmige Kommunikation
  • 3. Kommunikation als standardisiertes Formblatt
  • VI. Vereinbarung
  • 1. Steuerungsvereinbarung mit dem Letztverbraucher
  • 2. Steuerungsvereinbarung mit dem Stromlieferanten
  • VII. Zumutbarkeit der Steuerung
  • B. Rechtsfolgen
  • I. Kontrahierungszwang
  • II. Reduzierung des Netzentgelts
  • 1. Diskriminierungsfreie Netzentgeltreduzierung
  • 2. Angemessene Netzentgeltreduzierung
  • a) Analog § 19 Abs. 2 StromNEV?
  • b) Analog AbLaV?
  • 3. Transparente Netzentgeltreduzierung
  • C. Ermächtigungsgrundlage zum Erlass einer Verordnung
  • Teil 4: Vorschlag eines Umsetzungsmodells des § 14a EnWG unter Berücksichtigung der Vorgaben für Markt und Regulierung
  • A. Vorgaben des Verteilnetzbetreibers zum Steuerungsbedarf
  • I. Vorgaben des Netzbetreibers als Angebot für den Abschluss einer Steuerungsvereinbarung
  • II. Vorgaben des Netzbetreibers beim Abruf der Flexibilität
  • B. Rolle und Aufgaben des Aggregators
  • I. Wer darf als Aggregator agieren?
  • 1. Netzbetreiber
  • 2. Lieferant, Bilanzkreiskoordinator
  • 3. Messstellenbetreiber
  • 4. Dritter
  • II. Aggregator als Marktakteur
  • III. Vermarktung der Flexibilitäten durch den Aggregator
  • 1. Optimierung des Bilanzkreises
  • 2. Vermarktung als Regelenergie
  • a) Öffnung des Bilanzkreises
  • b) Präqualifikation zur Vermarktung als Regelenergie im Ausschreibungsverfahren der Übertragungsnetzbetreiber
  • 3. Vermarktung auf dem Spotmarkt
  • Teil 5: Vorschlag für die vertragliche Gestaltung zur Umsetzung des § 14a EnWG
  • A. Überblick über die vertraglichen Beziehungen rund um § 14a EnWG
  • I. Beteiligte Marktrollen und einschlägige Vertragsverhältnisse
  • II. Standardverträge und Musterverträge als AGB
  • B. Vertragliche Rahmenbedingungen im regulierten Bereich
  • I. Netzanschluss und Anschlussnutzung
  • II. Lieferantenrahmenvertrag / Netznutzungsvertrag
  • III. Steuerungsvereinbarung
  • Entwurf einer Vereinbarung über Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen durch den Netzbetreiber (Steuerungsvereinbarung)
  • Entwurf einer Ergänzungsklausel über die Netzentgeltreduzierung für die Erlaubnis zur Steuerung einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung gemäß § 14a EnWG durch den Netzbetreiber
  • IV. Bilanzkreisvertrag
  • C. Umsetzung auf der Marktseite
  • I. Verträge zur Belieferungen der Letztverbraucher mit Strom
  • 1. Vertragsinhalt
  • 2. Besonderheiten bei der Belieferung einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung
  • a) Bedarfsdeckung und Steuerungsbefugnis
  • b) Preise
  • c) Vertragsdauer und Preisanpassung
  • II. Verträge für die Tätigkeit des Aggregators
  • 1. Prozesse im vorgeschlagenen Modell
  • 2. Leistungen des Aggregators
  • 3. Vertraglicher Rahmen für die Umsetzung der Leistungen
  • a) Dienstleistungsvertrag mit dem Letztverbraucher
  • b) Verträge für die Abwicklung der Vermarktung von Flexibilitäten
  • (1) Vertrag mit dem Netzbetreiber über den Einsatz der Last als eine steuerbare Last i.S.d. § 14a EnWG.
  • (2) Vereinbarung mit dem Übertragungsnetzbetreiber über die Bereithaltung und Abruf der Lasten als Regelenergie
  • (3) Vereinbarung über die Eröffnung des Bilanzkreises
  • Fazit
  • Anhang 1: Rahmenvertrag über die Bereitstellung der steuerbaren Lasten im Sinne des § 14a EnWG
  • Anhang 2: Vorschlag einer Ergänzung zum Liefervertrag zur Vereinbarung über Öffnung des Bilanzkreises nach § 26a EnWG gemäß dem sog. Aggregator-Modell der Bundesnetzagentur
  • Abbildungsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis

Details

Seiten
158
ISBN (PDF)
9783631807347
ISBN (ePUB)
9783631807361
ISBN (MOBI)
9783631807378
ISBN (Hardcover)
9783631801994
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2019 (November)
Schlagworte
Steuerbare Verbrauchseinrichtungen Elektromobile Flexibilitäten Lastmanagement Netzdienlichkeit Aggregator Volatile Stromerzeugung Niederspannung Zählerstandsgangmessung Verteilnetzbetreiber
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, 2020., 158 S., 13 s/w Abb.

Biographische Angaben

Tatjana Schleicher (Autor:in)

Tatjana Schleicher studierte Rechtswissenschaften in Regensburg und Berlin. Sie machte zudem einen Master of Laws im Umweltrecht an der Leuphana Universität Lüneburg und wurde an der Freien Universität Berlin promoviert. Als Rechtsanwältin ist sie seit 2007 auf Energierecht spezialisiert.

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