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Rechtliche Probleme bei Rabattvereinbarungen zwischen dem pharmazeutischen Unternehmer und den Vertriebsstufen

von Semra Sevim (Autor:in)
©2020 Dissertation 202 Seiten
Reihe: Recht und Medizin, Band 137

Zusammenfassung

Schon seit einiger Zeit vermehrt sich die Kritik an dem Rabattverbot des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG. Die Autorin greift diese Kritik auf und befasst sich mit der Frage, ob das Rabattverbot rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht. Dabei erfasst sie sowohl nationale Grundlagen als auch europarechtliche Vorgaben. Darüber hinaus befasst sich die Autorin mit den Rechtsfolgen der Verletzung des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG. Schließlich macht sie einen Gesetzesvorschlag, der das Ungleichgewicht zwischen Bar- und Naturalrabattverbot verringern soll.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Gliederung
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Erstes Kapitel: Einführung
  • A. Einleitung
  • B. Ausklammerung von Problemen
  • C. Gang der Untersuchung
  • Zweites Kapitel: Rabattverbot des § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HWG
  • A. Heilmittelwerbegesetz Allgemein
  • I. Regelungszweck des Heilmittelwerbegesetzes
  • II. Einschlägigkeit des Heilmittelwerbegesetzes
  • 1. Begriff der Werbung
  • 2. Abgrenzung zwischen (unzulässiger) produktbezogener und (zulässiger) unternehmens- bzw. leistungsbezogener Wertreklame
  • B. § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HWG allgemeine Erwägungen
  • I. Eingriff in den Schutzbereich des Art. 12 Abs. 1 GG
  • II. Rechtfertigung des Eingriffes in den Schutzbereich des Art. 12 GG
  • 1. Legitimer Zweck
  • 2. Geeignetheit
  • 3. Erforderlichkeit
  • 4. Angemessenheit
  • C. § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HWG im engeren Sinn
  • I. Normadressaten des § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HWG
  • II. Tatbestand des § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 HWG
  • 1. Verbot
  • 2. Zuwendungen oder sonstige Werbegaben
  • a) Zuwendung
  • b) Werbegabe
  • c) Klammerzusatz „Waren oder Leistungen“
  • d) Werbezweck
  • 3. Varianten
  • a) Anbieten
  • b) Ankündigen
  • c) Gewähren
  • d) Annehmen
  • III. Ausnahmen
  • 1. Barrabatte, § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 lit. a) HWG
  • a) Einheitlicher Abgabepreis nach § 78 Abs. 3 AMG
  • aa) § 78 Abs. 3 AMG – eine Vorschrift, die aufgrund des Arzneimittelgesetzes ergangen ist
  • bb) Einheitlicher Abgabepreis
  • cc) Identität des einheitlichen Abgabepreises mit dem Herstellerabgabepreis des BGH
  • dd) „einheitlich“
  • (1) Abgrenzung zu handelsüblichen Skonti
  • (a) Skonti
  • (b) Handelsüblich
  • (2) Zulässigkeit von Skonti
  • ee) Einbeziehung der Gewährung von Barrabatten an Großhändler in die Beschränkungen aus § 78 Abs. 3 S. 1 Hs. 1 AMG
  • ff) „Sicherstellung“ eines einheitlichen Abgabepreises des pharmazeutischen Unternehmers
  • b) Buchpreisbindung
  • c) Abgrenzungen
  • aa) Abgrenzung zu Leistungen eines Anbieters, denen eine adäquate Gegenleistung gegenübersteht
  • bb) Abgrenzung zu handelsüblichem Zubehör, handelsüblichen Nebenleistungen und unselbständigen Garantieversprechen
  • (1) Handelsübliches Zubehör
  • (a) Zubehör
  • (b) Handelsüblichkeit
  • (c) Beispiele
  • (2) Handelsübliche Nebenleistungen
  • (a) Nebenleistungen
  • (b) Handelsüblichkeit
  • (3) Unselbständige Garantieversprechen
  • cc) Valuta
  • 2. Naturalrabatte, § 7 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 lit. b) HWG
  • a) Rechtfertigung der Einbeziehung von OTC-Produkten
  • b) Andersbehandlung von Naturalrabatten und Barrabatten
  • aa) Gesetzesvorschlag
  • bb) Gesetzeserläuterungen
  • D. Endergebnis für das zweite Kapitel
  • Drittes Kapitel: Gemeinschaftsrecht
  • A. Verstoß gegen den Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel
  • B. Zwischenstaatlicher Handel
  • I. Grundsätze des internationalen öffentlichen Rechts
  • II. E-Commerce-Richtlinie
  • III. Vereinbarkeit mit der Warenverkehrsfreiheit, Art. 34 AEUV
  • 1. Maßnahme gleicher Wirkung
  • 2. Rechtfertigung gem. Art. 36 AEUV
  • a) Geeignetheit
  • b) Notwendigkeit
  • IV. Aktuelle Diskussion in Deutschland
  • C. Gesetzliche Normierungen in anderen EU-Mitgliedsstaaten
  • I. Vereinigtes Königreich
  • II. Österreich
  • III. Spanien
  • IV. Schlussfolgerungen für Deutschland
  • D. Endergebnis für das dritte Kapitel
  • Viertes Kapitel: Rechtsfolgen
  • A. Ordnungswidrigkeit, § 15 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 4a HWG
  • I. Ordnungswidrigkeiten im Allgemeinen
  • II. § 15 HWG
  • 1. Inhalt
  • 2. Blankettnormen
  • a) Echte und unechte Blankettstrafgesetze
  • b) Statische und dynamische Verweisungen
  • 3. Blankettstrafgesetze und der Bestimmtheitsgrundsatz
  • a) Bestimmtheitsgrundsatz, Art. 103 Abs. 2 GG
  • b) Vereinbarkeit von Blankettstrafgesetzen mit dem Bestimmtheitsgrundsatz
  • aa) Bundesverfassungsgericht zur Bestimmtheit der Blankettstrafgesetze
  • (1) Bestimmtheit des Tatbestandes
  • (2) Gesetzesvorbehalt
  • (3) Nachvollziehbarkeit der Verweisung
  • bb) Bestimmtheitsgebot im Zusammenhang mit Blankettstrafgesetzen aus Sicht der Literatur
  • (1) Tatbestandsbestimmtheit und die Konkretisierungsversuche der Literatur
  • (a) Abwägungsverhältnis
  • (b) Bestimmtheit aufgrund von prozentualen Gegebenheiten
  • (c) Größtmögliche Bestimmtheit durch Drei-Stufen-Schema
  • (d) Erkennbarer Schutzzweck
  • (2) Gesetzesvorbehalt
  • (3) Nachvollziehbarkeit der Verweisung
  • (a) Phänotyp
  • (b) Verweisungsumfang
  • 4. Konkretisierung der Einhaltung des Bestimmtheitsgrundsatzes bei § 15 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 4a HWG
  • 5. Besonderheiten des § 15 HWG
  • 6. Einziehung, § 16 HWG
  • 7. Normen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, § 17 HWG
  • B. Normen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb
  • I. Wettbewerbsverstoß, §§ 3 Abs. 1, 3a UWG i.V.m. § 7 HWG i.V.m. § 78 AMG i.V.m. der Arzneimittelpreisverordnung
  • 1. Geschäftliche Handlung
  • 2. Gesetzliche Vorschrift
  • 3. Norminhalt
  • 4. Keine subjektiven Voraussetzungen
  • 5. Eignung zur spürbaren Beeinträchtigung der Interessen von Marktteilnehmern
  • a) Eignung
  • b) Spürbarkeit
  • aa) Beurteilungskriterien
  • bb) Spürbarkeit beim Rechtsbruchtatbestand
  • 6. Rechtsfolgen
  • II. Mondpreis
  • C. Kartellrecht
  • I. Verstoß nach § 19 Abs. 2 Nr. 1 GWB
  • 1. Marktbeherrschende Stellung, § 18 GWB
  • a) Marktabgrenzung
  • aa) Sachlich relevanter Markt
  • (1) Bedarfsmarktkonzept
  • (2) Beschaffungsmärkte
  • bb) Räumlich relevanter Markt
  • cc) Zeitlich relevanter Markt
  • b) Marktbeherrschung
  • aa) Monopol
  • bb) Fehlen wesentlichen Wettbewerbes
  • cc) Überragende Marktstellung
  • dd) Oligopol
  • ee) Vermutungen
  • 2. Behinderungsmissbrauch, § 19 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 1 GWB
  • 3. Diskriminierungsverbot, § 19 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 GWB
  • II. Rechtsfolgen
  • D. Standesregeln
  • I. Problem des Doppelbestrafungsverbotes
  • II. § 10 ApoG
  • III. § 20 ApBetrO – Information und Beratung
  • E. Kodizes
  • I. EFPIA
  • II. FSA-Kodex
  • F. Endergebnis für das vierte Kapitel
  • Fünftes Kapitel: Zusammenfassung und Bewertung der Untersuchungsergebnisse
  • A. Ergebnisse
  • B. Bewertung und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

Details

Seiten
202
Jahr
2020
ISBN (PDF)
9783631815236
ISBN (ePUB)
9783631815243
ISBN (MOBI)
9783631815250
ISBN (Hardcover)
9783631810187
DOI
10.3726/b16665
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (April)
Schlagworte
Rabatt Großhändler Apotheker Pharmarecht Preisrecht
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2020. 202 S.

Biographische Angaben

Semra Sevim (Autor:in)

Semra Sevim studierte Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg. Neben dem regulären Studium absolvierte sie eine Zusatzqualifikation im Pharmarecht und die Lebensmittelrechtsakademie. Sie hat einen LL.M. im Bereich Intellectual Property Law an der Queen Mary University of London abgeschlossen. Außerdem war sie Stipendiatin des „Short Degree Programme in Intellectual Property, Diplomacy and Global Public Health" an dem Graduate Institute Genf und dem Gibbons Institute of Law, Science & Technology an der Seton Hall Law School, Newark.

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