Lade Inhalt...

Das taiwanesische Regulierungsrecht im Telekommunikationssektor im Vergleich mit dem deutschen Recht

Ein Rechtsvergleich unter rechtspolitischem Aspekt

von Chia-Yang Lin (Autor:in)
Dissertation 402 Seiten

Zusammenfassung

Das Regulierungsrecht gilt als Rechtsbereich, der sowohl vom öffentlichen Recht als auch vom Privatrecht geprägt ist. Es soll den wirksamen Wettbewerb zwischen Unternehmen schaffen und sicherstellen. Sowohl taiwanesisches als auch deutsches Telekommunikationsgesetz werden als Paradigma des Regulierungsrechts angesehen, da die wettbewerbsfördernde Zugangs- und Entgeltregulierung einschließlich wettbewerbsrechtlicher Missbrauchskontrollen eingeführt werden. Der Autor stellt einen systematischen Rechtsvergleich zwischen taiwanesischem und deutschem Telekommunikationsrecht im Rahmen der Marktregulierung an, um den Unterschied bei Normstrukturen und Regelungsinhalten zu verdeutlichen sowie die gerichtlichen Auffassungen, insb. Regulierungsermessen und respondierende Kontrolldichte, zu analysieren.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Teil 1 Einleitung
  • A. Überblick über das taiwanesische Telekommunikationsrecht
  • I. Liberalisierungsprozess im Telekommunikationssektor
  • II. Grundlage der wirtschaftlichen Verfassung
  • 1. Verwaltungs- und Gesetzgebungskompetenz gem. Art. 107 lit.5 Var. 6 TwVG
  • 2. Prinzip des öffentlichen Leistungsmonopols gem. Art. 144 TwVG
  • III. Normsystem der telekommunikationsrelevanten Vorschriften
  • 1. Gesetzliche Vorgaben
  • 2. Rechtsverordnungen
  • B. Problemstellung des taiwanesischen Telekommunikationsrechts
  • I. Zweck des Gesetzes
  • II. Marktzutrittskontrolle
  • III. Marktregulierungsverfahren
  • IV. Zugangsregulierung
  • V. Entgeltregulierung
  • 1. Entgeltgenehmigung für Endnutzerleistungen
  • 2. Entgeltregulierung für Zugangsleistungen
  • 3. Prüfungsmaßstab
  • VI. Besondere Missbrauchsaufsicht
  • C. Einführung und Vorgehen dieser Dissertation
  • I. Untersuchungsmethode
  • II. Reichweite der Untersuchung
  • Teil 2 Das taiwanesische Telekommunikationsrecht
  • A. Allgemeine Vorschriften im TwTKG
  • I. Gesetzeszweck und Regulierungsziele
  • II. Anwendungsbereich des Gesetzes
  • 1. TwTKG und Mediengesetze
  • 2. TwTKG und allgemeines Wettbewerbsgesetz
  • B. Marktzutrittsvoraussetzung: Lizenzierung
  • I. Kontingentgenehmigung für ein erstklassiges Telekommunikationsunternehmen
  • 1. Rechtsfigur
  • 2. Allgemeine Voraussetzungen
  • 3. Materielle Genehmigungsprüfung
  • a) Ausgestaltung der Sekundärlizenz unter marktbezüglichem Ermessen
  • b) Verteilungsverfahren
  • aa) Ausschreibungsverfahren
  • bb) Versteigerungsverfahren
  • II. Kontrollgenehmigung für zweitklassige Telekommunikationsunternehmen
  • 1. Rechtsfigur
  • 2. Zwei Lizenzarten
  • a) Allgemeine Lizenzklasse
  • b) Spezifische Lizenzklasse
  • C. Zugangsregulierung
  • I. Zugangsverpflichtungen im Einzelnen
  • 1. Zusammenschaltungsregime
  • a) Zusammenschaltungsregime als zentraler Zugangsregulierungsrahmen
  • b) Klassische Zusammenschaltung
  • aa) Angebot an Zusammenschaltungen
  • bb) Inhalt der Zusammenschaltungsvereinbarung
  • cc) Verpflichtung zur Vorbereitung der Zusammenschaltung
  • c) Anwendungserweiterung des Zusammenschaltungsbegriffs
  • aa) Verbindungsaufbau im öffentlichen Telefonnetz für 2KTU
  • bb) Kollokation/Vorbereitung für Zusammenschaltungsschnittstellen an TAL
  • d) Durchsetzung der Zusammenschaltungsverpflichtungen
  • 2. Mitnutzung der Bottleneck-Einrichtungen
  • 3. Betreiber(vor)auswahl
  • II. Begleitende Verpflichtungen
  • 1. Diskriminierungsverbot
  • 2. Transparenzverpflichtung
  • 3. Vertraulichkeit von Informationen
  • 4. Getrennte Rechnungsführung
  • III. Die in Form der reinen Entgeltregulierung ausgeprägte Zugangsgewährung zu Netzkomponenten, Einrichtungen sowie Dienstleistungen
  • 1. Entstehungsgrund
  • 2. Vollständig entbündelter Zugang zu bestimmten Netzkomponenten in der ZVO
  • 3. Die in der EntRVO vorgeschriebenen Zugangsleistungen
  • a) Zugang zum breitbandigen Teilnehmeranschluss mittels xDSL-Technologie oder anderer Leitungsmedien
  • b) Breitband-Zuführung
  • c) Vermittlungsleitung zw. breitbandigen Übergabepunkten
  • d) Breitbandige Internet-Zusammenschaltung (peering)
  • e) Übrige Zugangsdienste zur paketvermittelnden Anschlussleitung im örtlichen oder inländischen Bereich
  • f) Vermittlungsleitung zum Zweck der paketvermittelnden Sprachtelefondienste
  • D. Entgeltregulierung
  • I. Eigenarten des taiwanesischen Entgeltregulierungssystems
  • 1. Dezentralisierte Rechtsgestaltung
  • a) Gesetzliche Ermächtigung zur Preiskontrolle nach § 26 Abs. 3 TwTKG
  • aa) Ursprünglicher Regulierungsgegenstand: Telekommunikationsdienst
  • bb) Erweiterung des Entgeltregulierungsumfangs für Zugangsleistungen
  • b) Konkretisierung des Zusammenschaltungsregimes nach § 16 Abs. 9 TwTKG
  • 2. Vorbestimmte Regulierungsmaßnahmen
  • a) Price-Cap-Verfahren als einzig gesetzliche Vorgehensweise i. R. d. Ex-ante-Entgeltregulierung
  • b) Einzelgenehmigung und nachträgliche Regulierung für die in der ZVO geregelten Zugangsleistungen
  • 3. Zwischenfazit
  • II. Allgemeine Vorgaben
  • 1. Generalklausel gegen missbräuchliche Entgeltfestsetzung
  • a) § 26-1 Abs. 1 Nr. 3 TwTKG als Ausgangspunkt zur Verhinderung missbräuchlicher Forderung von Entgelten
  • b) § 26-1 Abs. 1 Nr. 8 und Nr. 9 TwTKG als ergänzende Klauseln
  • c) Verhältnis zur Ex-ante-Entgeltregulierung
  • 2. Anordnungskompetenzen der Regulierungsbehörde
  • a) Anordnung zur Vorlage der Kostenrechnung
  • b) Anordnung der Kostenrechnungsmethoden: RmL
  • III. Entgeltregulierung für Endnutzerleistungen
  • 1. Regulierte Märkte
  • a) Potenzielle regulierungsbedürftige Märkte
  • b) Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht
  • 2. Regulierungsart
  • a) Price-Cap-Verfahren als einzelne Vorgehensweise
  • b) Problematik des Price-Cap-Systems
  • aa) Ähnliche Gestaltung mit der Einzelgenehmigung
  • bb) Mangelnder Prüfungsmaßstab und unklare Kostenermittlungsmethoden
  • IV. Entgeltregulierung für Zugangsleistungen
  • 1. Zugangsleistungen in der ZVO
  • a) Entgelt für die Zusammenschaltung auf Basis von leistungsvermittelnden Netzen
  • aa) Regulierungsvorgehensweise
  • bb) Prüfungsmaßstab
  • b) Anmietung von entbündelten Netzkomponenten
  • 2. Großhandelsprodukte in der EntRVO
  • a) Mehrdeutigkeit des Großhandelsbegriffs
  • b) Vorgehensweise
  • E. Zusammenfassung zu Teil 2
  • Teil 3 Rechtsanalyse und -vergleichung mit DeTKG
  • A. Allgemeine Vorschriften für die Ordnungsidee im Telekommunikationssektor
  • I. Normzweck und Regulierungsziele
  • 1. Verhältnis des Normzwecks nach § 1 DeTKG zur Regulierungsbedeutung
  • 2. Regulierungsziele und -grundsätze des §§ 2 i. V. m. 1 DeTKG
  • a) Optimierungsgebot
  • b) Förderung nachhaltig wettbewerbsorientierter Telekommunikationsmärkte
  • c) Förderung der effizienten Infrastrukturinvestition und Innovation
  • d) Gemeinwohlbelange
  • 3. Auswertung und Legislativvorschlag für Zielvorgaben des TwTKG
  • a) Bildung eines eindeutigen Ordnungsziels
  • b) Betonung des infrastrukturbasierten Wettbewerbs
  • aa) Prinzip der Förderung des nachhaltig wettbewerbsorientierten Markts statt des Zusammenschaltungsprinzips
  • bb) Klarstellung des neuen Regulierungskonzepts, insb. Förderung des Infrastrukturwettbewerbs
  • c) Notwendig: Einführung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ins TwTKG
  • II. Verhältnis zum allgemeinen Wettbewerbsrecht
  • 1. Verhältnis des DeTKG zum GWB
  • 2. Stellungnahme
  • a) Bestimmungen zur Zugangs- und Entgeltregulierung des TwTKG als Spezialregel gegenüber FTA
  • b) Paralleles Anwendungsverhältnis des § 26-1 TwTKG zu § 20 FTA?
  • B. Marktzugangsregulierung
  • I. Überblick über Vorgaben für den Marktzugang im DeTKG
  • 1. DeTKG 1996: Grundsatz der Meldepflicht mit beschränkter Genehmigungspflicht
  • 2. Geltendes DeTKG: Umfassende Meldepflicht
  • a) Abschaffung des Lizenzsystems
  • b) Meldepflichtige Dienstleistungen
  • II. Auswertung für Marktzutrittsregelungen im TwTKG
  • 1. Undeutlichkeit des gesetzlichen Begriffs „Telekommunikationsdienst“
  • 2. Ungerechtfertigte asymmetrische Marktzutrittshindernisse
  • 3. Erforderlichkeit des Lizenzsystems?
  • a) Verhältnismäßigkeitsprüfung der Intervention in die Berufsfreiheit des TwVG
  • b) Rechtfertigung der Kontingentgenehmigung
  • aa) Frequenzknappheit
  • bb) Wirtschaftspolitische Begründung
  • c) Rechtfertigung der Kontrollgenehmigung
  • III. Ausblick
  • C. Gesamtbewertung des taiwanesischen Marktregulierungssystems
  • I. Mangelnder Zugangsbegriff als zentrales Problem
  • 1. Kein gesetzlicher Zugangsbegriff im TwTKG
  • 2. Folge: Insuffiziente Rechtfertigungsbegründung der Zugangsregulierung
  • 3. DeTKG: Marktdefinition und -analyse als unerlässliche Verfahrensschritt
  • 4. Zwischenfazit
  • II. Problematische normierende Telekommunikationsregulierung
  • 1. Normierende statt administrativer Regulierung
  • a) TwTKG: Übergreifende Normierungsregulierung
  • b) Kehrseite normierender Regulierung
  • aa) Schwächere Anpassungsfähigkeit
  • bb) Geringschätzung der Unternehmenseffizienz
  • cc) Mangelndes Auswahlermessen der Regulierungsinstrumente
  • 2. Unvollständigkeit der Verordnungsermächtigung
  • a) Grenzen der Verordnungsermächtigungen
  • aa) ZVO nach § 16 Abs. 9 TwTKG
  • bb) EntRVO nach § 26 Abs. 3 TwTKG
  • cc) RmL nach § 19 Abs. 2 TwTKG
  • b) Gesetzmäßigkeit der Verordnungen
  • 3. Zwischenfazit
  • III. Fehlen eindeutiger Kontrollmaßstäbe i. R. d. Entgeltregulierung
  • 1. Divergierende Prüfungsmaßstäbe in taiwanesischen Vorgaben
  • 2. DeTKG: KeL-Konzept als gesetzliche Richtschnur
  • a) Bedeutungsgehalt
  • aa) Funktion
  • bb) Langfristig zusätzliche Kosten
  • cc) Angemessene Gemeinkosten und Kapitalverzinsung
  • b) Abweichen von KeL?
  • aa) Abweichungsmöglichkeit
  • bb) Vorliegender Fall in der Amtspraxis
  • 3. Zwischenfazit
  • IV. Stellungnahme
  • D. Gerichtliche Kontrolldichte
  • I. Gerichtliche Kontrolldichte in Taiwan
  • 1. Rechtssache der Marktregulierung
  • a) Feststellung des SMP-Unternehmens (SMP-Urteil)
  • aa) Sachverhalt
  • bb) Entscheidung des Gerichts
  • b) Zuschlag des Zusammenschaltungsentgelts (Zuschlagsurteil)
  • aa) Sachverhalt
  • bb) Entscheidung des Gerichts
  • c) Entgeltgenehmigung des ADSL-Internetzugangsdienstes (ADSL-Entgelt-Urteil)
  • aa) Sachverhalt
  • bb) Entscheidung des Gerichts
  • 2. Gesamtbetrachtung der gerichtlichen Kontrolldichte
  • II. BVerwG: Regulierungsermessen als Ausgangspunkt der gerichtlichen Kontrolldichte
  • 1. Konzept
  • 2. Modifikationen durch die jüngere Rechtsprechung
  • III. Resümee und Ausblick im Licht der deutschen Rechtsprechung
  • 1. Gerichtliche Kontrolle durch behördliche Begründungslast
  • 2. Berechtigte Gestaltungsspielräume durch final programmierte Normstruktur
  • 3. Bewertung der Rechtsprechung in Taiwan
  • a) Keine Begründungslast bei der Entscheidung
  • b) Immanenter Konflikt zw. konditionaler Normstruktur und dem administrativen Entscheidungsfreiraum
  • E. Änderungsvorschläge für das TwTKG i. R. d. Marktregulierung
  • I. Regulierungsverfahren
  • 1. Einfügung der Grundvoraussetzung der Marktregulierung in das TwTKG
  • 2. Marktdefinition
  • 3. Marktanalyse
  • 4. Regulierungsverfügung
  • II. Zugangsregulierung
  • 1. Systematische Zugangsverpflichtung
  • 2. Ausblick in Anlehnung an die Zugangsregulierung des DeTKG
  • a) Marktmachtabhängige Zugangsverpflichtung (§ 21 DeTKG)
  • aa) Grundsatz und Ermessensdirektive
  • bb) Konkretisierung
  • cc) Durchsetzung
  • b) Marktmachtunabhängige Zugangsverpflichtung
  • c) Begleitende Verpflichtung
  • 3. Aufhebung der dezidierten Zugangspflichten
  • a) Zusammenschaltung im weiteren Sinne
  • b) Die in Form der Entgeltregulierung ausgeprägten Zugangsverpflichtungen
  • c) Mitnutzungsrecht der Bottleneck-Einrichtung (§ 31 TwTKG)
  • III. Entgeltregulierung
  • 1. Begründete Regulierung als Leitprinzip
  • 2. Allgemeine Vorgaben
  • a) Regulierungsziel und Grundsätze
  • b) Missbrauchskriterien nach § 28 DeTKG
  • c) Anordnungskompetenz
  • d) Änderungsvorschlag
  • 3. Entgeltregulierung für Zugangsleistungen
  • a) Regulierungsart
  • aa) Auswahl der konkreten Regulierungsart
  • bb) Verhältnis zw. Ex-ante-Regulierung am KeL-Maßstab und Ex-post-Missbrauchskriterien am Missbrauchsmaßstab des § 28 DeTKG
  • b) Vorgehensweisen der Ex-ante-Regulierung
  • aa) Auswahlmöglichkeit der BNetzA
  • bb) Price-Cap-Verfahren
  • cc) Resale-Zugangsleistung nach Retail-Minus-Ansatz
  • c) Methoden der Kostenermittlung
  • aa) Auswahlmöglichkeit der BNetzA
  • bb) Beurteilungsspielraum bei Kostenermittlung am KeL-Maßstab
  • d) Nachträgliche Regulierung
  • e) Änderungsvorschlag
  • aa) Exekutive Befugnis zur Ausgestaltung der Regulierungsmaßnahme
  • bb) Einzelgenehmigung als grundlegende Vorgehensweise
  • cc) Berechtigtes Price-Cap-System
  • dd) Subsidiäre Regulierungsvorgehensweise
  • 4. Entgeltregulierung für Endnutzerleistungen
  • a) Genehmigungspflicht als Ultima Ratio im DeTKG
  • b) Änderungsvorschlag
  • IV. Besondere Missbrauchsaufsicht
  • 1. Flankierendes Instrument der Missbrauchsaufsicht
  • 2. Änderungsvorschlag
  • Teil 4 Zusammenfassung
  • Literaturverzeichnis
  • Reihenübersicht

←20 | 21→

Abkürzungsverzeichnis

1KTU

Erstklassiges Telekommunikationsunternehmen

2KTU

Zweitklassiges Telekommunikationsunternehmen

2KTULaV

Verwaltungsvorschrift für den Lizenzantrag des 2KTU (Taiwan)

2KTUVO

Verordnung für zweitklassiges Telekommunikationsunternehmen (Taiwan)

ABl.

Amtsblatt

Abs.

Absatz

AEUV

Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union

a. F.

alte Fassung

AfP

Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsrecht

AG

Aktiengesellschaft

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

AöR

Archiv für öffentliches Recht (Zeitschrift)

ARegV

Anreizregulierungsverordnung

Art.

Artikel

Aufl.

Auflage

Az.

Aktenzeichen

Bd.

Band

Beil.

Beilage

BEREC

Body for European Regulators for electronic Communications

BGB

Bürgerliches Gesetzbuch

BK

Beschlusskammer

BKartA

Bundeskartellamt

BNetzA

Bundesnetzagentur

BT-Drs.

Bundestagsdrucksache

BVerfG

Bundesverfassungsgericht

BVerfGE

Entscheidungssammlung des Bundesverfassungsgerichts

BVerwG

Bundesverwaltungsgericht

BVerwGE

Entscheidungssammlung des Bundesverwaltungsgerichts

bzw.

beziehungsweise

CAPM

Capital Asset Pricing Modell

CHT

Chung-Hwa Telecom

←21 | 22→

CPP

Calling Party Pays

CPNP

Calling Party Network Pays

CR

Computer und Recht

ders.

derselbe

dies.

dieselbe

d. h.

das heißt

DeBGB

Bürgerliches Gesetzbuch (Deutschland)

DeTKG

Telekommunikationsgesetz (Deutschland)

DICE

Düsseldorf Institute for Competition Economics

DÖV

Die öffentliche Verwaltung

DSL

Digital Subscriber Line

DSLAM

Digital Subscriber Line Access Multiplexer

DTAG

Deutsche Telekom Aktiengesellschaft

DVBl.

Deutsches Verwaltungsblatt

EG

Europäische Gemeinschaft

Einl.

Einleitung

EntRVO

Verordnung zur Entgeltregulierung des erstklassigen Telekommunikationsunternehmens (Taiwan)

EnWG

Energiewirtschaftsgesetz

et al.

et alii

EU

Europäische Union

EuG

Gericht der Europäischen Union

EuGH

Gerichtshof der Europäischen Union

f.

folgende

ff.

fortfolgende

FCA

Fundamental Communications Act (Taiwan)

FCC

Federal Communications Commission (USA)

FKVO

Verordnung (EG) Nr. 139/2004 des Rates über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüsse

Fn.

Fußnote

FS

Festschrift

FTA

Fair Trade Act (Taiwan)

FTC

Fair Trade Committee (Taiwan)

FTdVO

Verordnung zum fairen Terminierungsdienst (Taiwan)

FTTB

Fiber to The Building

FTTH

Fiber to The Home

GATT

The General Agreement on Tariffs and Trade

←22 | 23→

GenehmigungsRL

Richtlinie 2002/20/EG des Europäischen Parlaments und Rates vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste.

GewArch

Gewerbearchiv (Zeitschrift)

GewO

Gewerbeordnung

GG

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

ggf.

gegebenenfalls

GH-Bek.

Bekanntmachung für die zum Großhandelspreis anzubietenden Produkte (Taiwan)

GSM

Global System for Mobile Communications

GVwR

Grundlagen des Verwaltungsrechts

GWB

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen

Hb.

Halbsatz

HbStR

Handbuch des Staatsrechts

h. M.

herrschende Meinung

Hrsg.

Herausgeber

i. d. F.

in der Fassung

IEEE

Institute of electronical and electronics Engineers

IMT

International Mobile Communications

insb.

insbesondere

i. R. d.

im Rahmen des(-r)

ISO/OSI

International Organization for Standardization/ Open Systems Interconnection Model

i. S. v.

im Sinne von

ISP

Internetzugangsanbieter

i. V. m.

in Verbindung mit

IXP

Internet Exchange Point

JuHACT

The Judgement of the Administrative Court of Taipei (Taiwan)

JuS

Juristische Schulung

JuSAC

The Judgement of the Supreme Administrative Court (Taiwan)

JZ

Juristenzeitung (Zeitschrift)

K&R

Kommunikation und Recht (Zeitschrift)

Kap.

Kapitel

KeL

Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung

Komm.

Kommentar

←23 | 24→

litt.

littera

LizenzRL

Richtlinie 97/13/EG des Europäischen Parlament und des Rates vom 10. April 1997 über einen gemeinsamen Rahmen für Allgemein- und Einzelgenehmigungen für Telekommunikationsdienste.

LRIC

Long-Run Average Incremental Cost

LTE

Long Term Evolution

LY-Drs.

Drucksache des Legislative Yuan (Taiwan)

MMR

MultiMedia und Recht (Zeitschrift)

MOTC

Ministry of Transportation and Communications (Taiwan)

N&R

Netzwirtschaften und Recht (Zeitschrift)

NCC

National Communication Committee (Taiwan)

NJW

Neue Juristische Wochenschrift (Zeitschrift)

Nr.

Nummer

NVwZ

Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht

OECD

Organization for Economic Co-operation and Development

ORDO

Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (Zeitschrift)

PKS

Preis-Kosten-Schere

PSTN

Public Switched Telephone Network

RahmenRL

Richtlinie 2002/21/EG des europäischen Parlaments und Rates vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste.

RdE

Recht der Energiewirtschaft (Zeitschrift)

RmL

Leitlinie der Rechnungsmethode und bezügliche Arbeitsweise erstklassiger Telekommunikationsunternehmen (Taiwan)

RL

Richtlinie

Rn.

Randnummer

Rs.

Rechtssache

S.

Satz; Seite

Slg.

Sammlung

SMP

significant market power

sog.

sogenannte

TAL

Teilnehmeranschlussleitung

TdFVO

Verordnung zum Telekommunikationsdienst mittels des Festnetzes (Taiwan)

TELRIC

Total Element Long-Run Average Incremental Cost

←24 | 25→

TSLRIC

Total Service Long-Run Average Incremental Cost

TKG

Telekommunikationsgesetz

TwTKG

Telekommunikationsgesetz (Taiwan)

TwVG

Verfassungsgesetz (Taiwan)

v.

von

Var.

Variante

VerfA

Auslegung des Verfassungsrichters am Justiz Yuan (Taiwan)

VerwArch

Verwaltungsarchiv (Zeitschrift)

VG

Volksgericht

Vgl.

Vergleiche

VO

Verordnung

VoIP

Voice over IP

VVDStRL

Veröffentlichungen der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehre

u. a.

unter anderem

usw.

und so weiter

ÜT-Bek.

Bekanntmachung über das Überwachungsverhältnis zum Telekommunikationsunternehmen (Taiwan)

WACC

Weighted Average Cost of Capital

WiMax

Worldwide Interoperability for Microwave Access

WiVerw

Wirtschaft und Verwaltung (Zeitschrift)

WuW

Wirtschaft und Wettbewerb (Zeitschrift)

ZHR

Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht

ZVO

Verordnung zur Zusammenschaltung von Telekommunikationsunternehmen (Taiwan)

z. B.

zum Beispiel

zit.

zitieren

Ziff.

Ziffer

ZNER

Die Zeitschrift für Neues Energierecht (Zeitschrift)

zw.

zwischen

←28 | 29→

A.Überblick über das taiwanesische Telekommunikationsrecht

I.Liberalisierungsprozess im Telekommunikationssektor

Die Bereit- und Sicherstellung der Telekommunikationsdienste wurden in Taiwan lange Zeit als eine vom Staat selbst zu erfüllende Aufgabe eingestuft1. Vor den 90er Jahren wurden Telekommunikationsdienstleistungen durch die Auslegung der Verfassungspraxis und -lehre als ein sachgerechter Bestandteil der Leistungsverwaltung oder Daseinsvorsorge angesehen, so dass die öffentlich-rechtliche Rechtfertigung für das staatliche Monopol festgestellt werden konnte2. Das staatliche Monopol im Bereich der Telekommunikation wurde genauso wie in anderen Staaten aus ökonomischen Gründen, die auf die Beständigkeit des natürlichen Monopols Bezug nahmen, für kostengünstiger als die Schaffung von telekommunikationsrelevanten Märkten mit mehreren Anbietern gehalten3. In dem taiwanesischen Telekommunikationsgesetz (TwTKG) i. d. F. 1958 wurde somit prinzipiell die staatliche Monopolisierung statuiert4. Dies hatte zur Folge, ←29 | 30→dass der Staat statt mehrerer privater Unternehmen als einziger Dienstanbieter fungierte. Die zuständige Behörde für Telekommunikationsverwaltung und -dienstleistung in Taiwan, das Ministry of Transportation and Communications (MOTC) und die ihm untergeordnete Hauptbehörde der Telekommunikation5, hatten somit über 50 Jahre lang zugleich die Doppelrolle als Aufsichtsamt und einziger Anbieter auf den Telekommunikationsmärkten gespielt6. Bis zur Privatisierung wurde das TwTKG nur einmal im Jahr 1977 geringfügig geändert und diese Änderung richtete sich lediglich auf die Konkretisierung sowie die Detailregelung von Einzelheiten, um die Leistungsfähigkeit des staatlichen Monopols zu verbessern7.

Details

Seiten
402
ISBN (PDF)
9783631848548
ISBN (ePUB)
9783631848555
ISBN (MOBI)
9783631848562
ISBN (Hardcover)
9783631846681
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (März)
Schlagworte
Telekommunikations-gesetz Regulierungs-recht Regulierungs-ermessen Gerichtliche Kontrolldichte Zugangs-regulierung Entgeltregulierung
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2021. 402 S., 2 s/w Abb.

Biographische Angaben

Chia-Yang Lin (Autor:in)

Chia-Yang Lin studierte Rechtswissenschaft National Taipei University (2007). Er war Research Assistant am Institutum Iurisprudentiae Academia Sinica (2007-2008). Er erhielt seinen Master of Law an National Taipei University (2010).

Zurück

Titel: Das taiwanesische Regulierungsrecht im Telekommunikationssektor im Vergleich mit dem deutschen Recht