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Postsymbolistisches Schreiben. Studien zur Poetik des Akmeismus und Osip Mandel'štams

von Annette Werberger (Autor:in)
Dissertation 330 Seiten
Reihe: Slavistische Beiträge, Band 443

Zusammenfassung

Seit Žirmunskij gelten die Akmeisten als "Überwinder des Symbolismus", was zu vielen Missverständnissen über die akmeistische Poetik geführt hat. Während die Symbolisten die Vieldeutigkeit des Wortes als Grundlage der Metaphorik für sich entdeckten, sind sich die Akmeisten stärker des Zusammenhangs von Identität und Pluralität des Wortes bewusst. Sie begreifen die Idee einer völligen Unabhängigkeit der dichterischen Sprache von der Alltagssprache als Illusion und Gefahr und pragmatisieren das symbolistische Sprachverständnis nachhaltig. Akmeistisches Schreiben versucht sich auf verschiedenen Ebenen referentiell zu verankern und eine Art "neuen Realismus des Schreibens" zu erschaffen. Die Akmeisten versuchen dabei in ihren Texten, über eine größere zeitlich-räumliche und kulturelle Kontextualisierung, die Aufnahme von Realitätssubstraten, eine stärkere Einbindung der Alltagssprache, dialogische Wendungen, das Aufgreifen einer historischen Formensprache oder eine narrative Parlandogestik wieder Authentizität und Wirklichkeit zu gewinnen. - Die Arbeit bietet zugleich einen kurzen Ausblick auf die Rezeption des Akmeismus durch Brodskij, Celan und Grünbein.

Details

Seiten
330
ISBN (PDF)
9783954796366
ISBN (Paperback)
9783876909264
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2005 (Januar)
Schlagworte
Symbolismus Phänomenologie Dialogizität Neoklassismus Paul Celan
Erschienen
München, 2005. 330 S., m. ausführlichem Anhang und Literaturverz.

Biographische Angaben

Annette Werberger (Autor:in)

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Titel: Postsymbolistisches Schreiben. Studien zur Poetik des Akmeismus und Osip Mandel'štams