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Sprachauffassungen

Studien zur Ideengeschichte der Sprachwissenschaft

von Clemens Knobloch (Autor:in)
Monographie 274 Seiten

Zusammenfassung

Die drei Studien dieses Bandes handeln von der Herausbildung und Durchsetzung sprachwissenschaftlicher Leitideen in drei sehr unterschiedlichen Epochen: Während der Aufklärung im 18. Jahrhundert, in der Weimarer Republik und den Jahren des Nationalsozialismus und schließlich in der Gegenwart. Die fachlichen Kommunikationsgemeinschaften, in denen sich die Sprachauffassungen durchsetzen mussten, waren zu diesen Zeiten höchst unterschiedlich. Im Denken der Aufklärung ist Sprache das Schlüsselthema. Aus heutiger Sicht imponiert die Sprachauffassung des 18. Jahrhunderts durch ihre Aspektvielfalt. Sie entfaltet sich an den Schnittstellen von Kultur, Gesellschaft und Erkenntnis als Ressource einer Bildungsschicht, die außer Sprache keinerlei andere Machtressourcen hat. In der Weimarer Republik ist es das krisenhafte Ende der Tradition einer überwiegend deutschen Sprachwissenschaft, was die Debatten um die Sprachauffassung bestimmt und völkisch umprägt. Der wachsende Einfluss evolutionistischer Leitideen in der Sprachwissenschaft der Gegenwart ist dagegen ein fächerübergreifendes Phänomen. Wir finden ihn ganz ähnlich in fast allen Wissenschaften vom Menschen.

Details

Seiten
274
ISBN (Hardcover)
9783631620403
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2011. 270 S.

Biographische Angaben

Clemens Knobloch (Autor:in)

Clemens Knobloch, geboren 1951; Studium der Kommunikationswissenschaft in Bonn und Essen; Habilitation 1987 am Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Siegen; seit 1991 in Siegen Professur in der germanistischen Linguistik; Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Sprachwissenschaft, öffentliche und politische Kommunikation, Grammatik der deutschen Gegenwartssprache.

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Titel: Sprachauffassungen