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Polen und Deutsche in Europa / Polacy i Niemcy w Europie: GrenzRäume

Beiträge zur internationalen Konferenz, 1. und 2. Dezember 2017, Kiel / Tom podsumowujący konferencję międzynarodową, 1 i 2 grudnia 2017, Kilonia

von Michael Düring (Band-Herausgeber:in) Maciej Junkiert (Band-Herausgeber:in) Krzysztof Trybuś (Band-Herausgeber:in) Rebekka Wilpert (Band-Herausgeber:in)
Sammelband 376 Seiten

Zusammenfassung

Der Sammelband enthält Beiträge einer Konferenz, die im Dezember 2017 von der Adam-Mickiewicz-Universität Posen sowie dem Institut für Slavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel veranstaltet wurde. Seit 2012 sind beide Universitäten durch ein Doppelabschlussmasterprogramm verbunden. In diesem Rahmen kooperieren Kolleginnen und Kollegen aus der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft sowie aus der Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaft sowie der Didaktik miteinander. Aus diesen vielfältigen Perspektiven werfen die Beiträge einen differenzierten Blick auf das nach der politischen Wende des Jahres 2015 in Polen neu definierte Verhältnis beider Länder. Im Fokus stehen insbesondere die «Grenzräume» der verschiedenen Forschungsfelder.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Einführung in die Konferenz / Prowadzenie do konferencji
  • Literatur- und Kulturwissenschaft
  • Die polnische Literatur und Deutschland: Über die slavistischen Arbeiten Rolf Fieguths (Krzysztof Trybuś (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • „Cesarz ludowy“. Polscy romantycy o królu Prus Fryderyku Wilhelmie IV w okresie Wiosny Ludów (Jerzy Fiećko (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Ein Horoskop für Polen. Voltaire, Lessing, Mickiewicz (Maciej Junkiert (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Unterwegs zum „magnetischen Punkt“. Ryszard Krynickis dichterische Dialoge mit Paul Celan und Nelly Sachs (Agata Stańkowska (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • „Zniknięte państwo.“ NRD w niemieckiej historiografii literackiej i literaturze (Jerzy Kałążny (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Status Warmii w imaginarium literackim. Wybrane problemy i przykłady (Anna Legeżyńska (Universytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Zur Abbildung literarischer Räume in der „deutsch-polnischen“ Literatur über und in Polen am Beispiel von Radek Knapps „Gebrauchsanweisung für Polen“ (2005) und Artur Beckers „Wodka und Messer. Lied vom Ertrinken“ (2008) (Kristina Naumann-Ehlers (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • Berlin als Erinnerungsort in Magdalena Parys’ Roman „Tunnel“ (Dorota Masiakowska-Osses (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Kulturelle Verflechtungen einer Grenzregion am Beispiel des deutsch-polnischen Regionalkrimis „Mord in der Halben Stadt“ (2014) von Sören Bollmann (Wolfgang Brylla (Universität Zielona, Góra)/Maike Schmidt (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • „Narrenfreiheit“ – über karnevaleske Verhandlungen kultureller Grenzen in polnischen und deutschen Kinderbüchern (Beate Sommerfeld (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Historisches
  • Losy niemieckich mieszkańców polsko-niemieckiego pogranicza pod koniec II wojny światowej i po jej zakończeniu w polskim naukowym piśmiennictwie historycznym 2005–2015 (Jerzy Kołacki (Universytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Polen und seine Funktion als Bollwerk, dargestellt anhand ausgewählter Werke deutscher Autoren des 17. Jahrhunderts (Wacław Pagórski (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań))
  • Von Europabegeisterung zu Euroskeptizismus. Die polnische Rechte und die Grenzraumdiskurse des frühen 21. Jahrhunderts (Paul Srodecki (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • Onomastik
  • Der südliche Ostseeraum: ein deutsch-slavisches Grenzgebiet im Licht der historischen Toponomastik (Norbert Nübler (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • Was lesen wir in Straßennamen? Einblicke in die Straßennamengebung in Landsberg an der Warthe / Gorzów Wielkopolski (Joanna Dubiec-Stach (Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim))
  • Didaktik und Grenzräume
  • Das Fremde als das Eigene wahrnehmen – studentische Workshops und Projekte als praxisbezogene Erforschung der Grenzregion (Małgorzata Czabańska-Rosada (Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim))
  • Die Grenzregion als Ort vieler Räume. Zu filmischen Darstellungsformen der deutsch-polnischen Grenzregion und ihrem didaktischen Potenzial (Marta Janachowska-Budych (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań)/Tomasz Lis (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • Teoretyczne podstawy dydaktyki pograniczy polsko-niemieckich (przykład lubuski) (Arkadiusz Kalin (Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim))
  • Das Studienfach „Interkulturelle und regionale Erziehung“ – Vorbereitung zukünftiger Pädagog*innen und Lehrer*innen auf die Arbeit im multikulturellen Umfeld der Grenzregion (Beata A. Orłowska (Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim))
  • Wybrane teksty nowego pogranicza niemiecko-polskiego jako akademicki materiał dydaktyczny (Katarzyna Taborska (Akademia im. Jakuba z Paradyża w Gorzowie Wielkopolskim))
  • Kulturlandschaft als Lernort am Beispiel des deutsch-polnischen Grenzgebietes Neumark | Ziemia Lubuska (Barbara von Campe (Christian-Albrechts-Universität, Kiel))
  • Minderheit als Grenzraum? Europäisch ethnologische Perspektiven auf Aushandlungsstrategien zwischen nationalen Grenzen (Katharina Schuchardt (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden))
  • Reihenübersicht

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Vorwort

Seit Beginn des Doppelabschluss-Masterprogramms „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ im Wintersemester 2012/13 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und – ein Jahr später – an der Uniwersytet im. Adama Mickiewicza in Poznań haben es sich die Studiengangskoordinator*innen zur Aufgabe gemacht, dieses Programm regelmäßig durch wissenschaftliche Konferenzen zu bereichern. Das ist geschehen, die erste Konferenz war gleichzeitig die den Studiengang in Kiel eröffnende (2012), im Jahr 2015 fand in Poznań die zweite Konferenz statt. Zu beiden sind inzwischen Sammelbände erschienen, die den wissenschaftlichen Ertrag dokumentieren: Polen und Deutsche in Europa. Polacy i Niemcy w Europie. Beiträge zur internationalen Konferenz, 25. und 26. Oktober 2012, Kiel. Hrsg. von Michael Düring und Krzysztof Trybuś, Peter Lang Edition, Frankfurt/M. 2014 (= Schriften des Zentrums für Osteuropa-Studien (ZOS) der Universität Kiel, Band 6) / Polen und Deutsche in Europa. Polacy i Niemcy w Europie. Beiträge zur internationalen Konferenz, 16. und 17. November 2015, Poznań. Hrsg. von Krzysztof Trybuś, Michael Düring und Maciej Junkiert, Peter Lang Edition; Berlin 2018 (= Geschichte – Erinnerung – Politik, Band 22). Nun halten Sie den dritten Band dieser Reihe in Händen, der die Beiträge der Konferenz versammelt, die im Dezember 2017 in Kiel abgehalten wurde und erneut ein breites Themenspektrum, dieses Mal unter dem Dachbegriff „GrenzRäume“, präsentierte. Als die Organisator*innen sich das Thema überlegten, hatten verschiedene politische „Erdbeben“ Europa erschüttert, zum einen die Migrationsbewegungen des August/September 2015, zum anderen der politische Wechsel in Polen im Herbst 2015, beides Ereignisse, die nicht ohne Konsequenzen für den Begriff der „GrenzRäume“ waren, die die Debatten während der Tage der Konferenz indes nicht dominierten, sondern eher implizit begleiteten.

Die Konferenzteilnehmer*innen hatten es sich, wie schon auf den Konferenzen zuvor, zum Ziel gesetzt, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven Blicke auf den Begriff „GrenzRäume“ zu werfen – so sind es auch dieses Mal historische ebenso wie linguistische, literatur- und kulturwissenschaftliche sowie didaktische Beiträge. Und erneut zeigt sich: Es ist nie so wichtig wie jetzt, in Zeiten aufkommenden Nationalismus, ja antieuropäischen Denkens, das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland als Länder in der Mitte Europas neu zu denken und dabei vielfältige Perspektiven einzunehmen. Es sei vorweggenommen, diese Vielfalt der Perspektiven wird auch die im November 2019 stattfindende vierte ←9 | 10→Konferenz prägen, auch zu ihr gibt es wieder ein alles verbindendes Thema, nämlich „Polacy i Niemcy wobec rewolucyjnych przełomów“ (1789, 1848, 1968, 1989) / „Deutsche und Polen angesichts revolutionärer Umbrüche“ (1789, 1848, 1968, 1989).

Der vorliegende Konferenzband enthält nun zweiundzwanzig Beiträge aus verschiedenen, oben bereits erwähnten Wissenschaftskulturen und Wissensgebieten. Das macht ihre Aufbereitung für eine Veröffentlichung nicht unbedingt einfacher und setzt die kreative Mitarbeit vieler Kolleg*innen voraus. In erster Linie ist natürlich unseren beiden Kollegen aus Poznań zu danken, die sich der Mühe unterzogen haben, die polnischsprachigen Beiträge zu redigieren, also Prof. Dr. hab. Krzysztof Trybuś, ohne den die Installierung des Doppelabschlussmasterprogramms nie möglich gewesen wäre, und Dr. hab. Maciej Junkiert, der sich als Koordinator an der UAM mit der Alltagsbürokratie auseinandersetzen muss. Besonderes Lob aber verdienen die am Institut für Slavistik der CAU zu Kiel tätigen Kolleg*innen, ohne deren tatkräftige Unterstützung und vor allem Geduld dieser Band wohl nicht in der Kürze der Zeit hätte erscheinen können: Dr. Rebekka Wilpert, die unermüdliche Koordinatorin des Studienprogramms und seit zehn Jahren feste und unersetzliche Säule des Lehrstuhls für slavistische Literatur- und Kulturwissenschaft, sowie Miriam Völkel-Bill, M.A., und Stefan Krumbeck, M.A., seit kurzem neu ins Team gekommen. Allen gilt mein aufrichtiger Dank, ebenso wie den Hilfskräften Anna-Maria Roth und Paul Scherer, die sich stets mit bewundernswerter Geduld durch die handschriftlichen Korrekturen der Manuskripte gearbeitet haben. Man sollte meinen, dass bei so viel Expertise Fehler nicht mehr vorkommen, aber dem ist natürlich nicht so. Für alle verbliebenen trage ich die Verantwortung.

Michael Düring, im Spätsommer 2020

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Einführung in die Konferenz / Prowadzenie do konferencji

Szanowni Państwo,

Sehr geehrte Damen und Herren,

prawie pięć lat temu w ramach „Dni Poznania w Kilonii“ odbyła się nadzwyczajna konferencja zorganizowana z okazji inauguracji dwunarodowego kierunku studiów magisterskich „Studia między-kulturowe: Polacy i Niemcy w Europie“, opracowanego wspólnie przez Wydział Literatury Polskiej i Klasycznej Uniwersytetu imienia Adama Mickiewicza w Poznaniu i Instytut Slawistyki Uniwersytetu Christiana Albrechta w Kilonii oraz umożliwiającego zdobycie dwóch dyplomów. Rozpoczynając i planując projekt tego rodzaju, można odnieść wrażenie, że pięć lat to dość długi odcinek czasu. Spoglądając jednak wstecz, trzeba stwierdzić, że czas mija szalenie szybko. Jednak by nie znużyć Państwa filozoficznymi przemyśleniami na temat pojęcia czasu, pragnę zauważyć, że ten moment, a więc otwarcie już trzeciej konferencji poświęconej kierunkowi studiów, jest świetną okazją do tego, aby mając na uwadze przeszłość, spojrzeć jednocześnie w przyszłość. Czyniąc to, zadajmy sobie trzy pod-stawowe pytania. Po pierwsze – co chcieliśmy osiągnąć? Po drugie – co już osiągnęliśmy? I po trzecie – co moglibyśmy przedsięwziąć w przyszłości?

vor ziemlich genau fünf Jahren fand im Rahmen der damaligen Posener Tage in Kiel eine ganz besondere Tagung statt, und zwar anlässlich der Eröffnung des vom für Polnische und Klassische Literatur der UAM in Poznań und vom Institut für Slavistik der CAU zu Kiel gemeinsam konzipierten binationalen Double-Degree-Studiengangs „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“. Beginnt man ein derartiges Projekt und plant voraus, dann sind fünf Jahre ein langer Zeitraum, schaut man jedoch zurück, ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Doch ohne Sie jetzt mit philosophischen Überlegungen zum Begriff der Zeit zu langweilen, ist dieser Moment, nämlich die Eröffnung der bereits dritten, dem Studiengang gewidmeten Konferenz, vielleicht ein guter Anlass, Rückschau zu halten und zugleich einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dies kann unter drei Leitfragen geschehen. Erstens: Was wollten wir erreichen? Zweitens: was haben wir erreicht? Drittens: Was können wir uns für die Zukunft vornehmen?←11 | 12→

A więc: co chcieliśmy osiągnąć? Celem programu studiów jest kształcenie studentów, którzy wyposażeni w potrzebne umiejęt-ności, będą pewnie i kompetentnie poruszać się w dziedzinie stosunków polsko-niemieckich jako części europejskiej sieci kontaktów i dzięki tym umiejętnościom będą też przyczyniać się do pogłębiania i stabilizacji dobro-sąsiedzkich kontaktów między Polską a Niemcami. W międzyczasie w Kilonii studia rozpoczęła już szósta, a w Poznaniu piąta grupa studentów, i nawet jeśli liczba studentów nie zawsze spełnia nasze oczekiwania, to myślę, że możemy obstawać przy tym, że małymi krokami zbliżyliśmy się do postawionego sobie celu (w końcu przecież zawsze chodzi o małe kroki a nie rewolucje). Zatem, także dzięki uprzejmości DAAD, które wspiera naszych studentów w formie stypendium podczas ich obowiązkowego semestralnego pobytu za granicą, udało nam się coś osiągnąć.

Also: Was wollten wir erreichen? Ziel des Studienprogramms ist die Ausbildung von Studierenden, die sich, mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet, qualifiziert im Bereich der polnisch-deutschen Beziehungen als Teil eines europäischen Netzwerkes bewegen und mit diesen Kompetenzen letztlich zur Vertiefung und Stabilisierung der gutnachbarlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Polen beitragen sollen. Inzwischen hat sich in Kiel die sechste Kohorte in den Studiengang eingeschrieben, in Poznań die fünfte, und auch wenn die Studierendenzahlen nicht immer die gewünschte Höhe erreichen, so können wir, denke ich, festhalten, dass wir diesem Ziel mit kleinen Schritten (und es geht immer nur um kleine Schritte und nicht um Revolutionen) nähergekommen sind. Wir haben also, auch dank der Förderung des DAAD, die unsere Studierenden mit Stipendien für den obligatorischen Auslandsaufenthalt unterstützt, durchaus etwas erreicht.←12 | 13→

Czego jednak nie udało nam się przewidzieć przed pięcioma laty, to tendencji politycznych w Europie (nie tylko w naszym kraju, ale również w Polsce), które – tu pozwolę sobie na uwagę – doprowadziły do zmian na mentalnej mapie naszego kontynentu i będą miały wpływ także na nasz kierunek studiów. Z jednej strony, i to odczuwamy już dziś, spada liczba studentów slawistyki oraz osób zainteresowanych językiem polskim. Z drugiej strony mógłbym optymistycznie stwierdzić, że właśnie aktualne stosunki między Polską a Unią Europejską oraz Polską a Niemcami stwarzają potrzebę istnienia kierunków studiów podobnych do naszego – nauka musi płynąć pod prąd – prąd polityczny.

Was wir vor fünf Jahren aber nicht voraussehen konnten, ist, dass politische Entwicklungen in Europa, also etwa in unserem eigenen Land, aber auch in Polen, lassen Sie mich das ohne Übertreibung sagen, zu Veränderungen auf der „mental map“ unseres Kontinents geführt haben, die nicht ohne Konsequenzen auch für unseren Studiengang sein werden. Einerseits, und das spüren wir bereits jetzt, gehen die Studierendenzahlen der Slavistik insgesamt, aber auch die der sich für das Polnische Interessierenden, zurück, andererseits könnte ich, eine optimistische Perspektive einnehmend, sagen, dass gerade das derzeitige Verhältnis zwischen Polen und der EU sowie zwischen Polen und Deutschland einen Studiengang wie den unsrigen zu einer Notwendigkeit werden lässt – Wissenschaft muss eben ausdrücklich auch gegen politische Ströme schwimmen.←13 | 14→

Co chcielibyśmy / moglibyśmy przedsięwziąć w przyszłości – a przyszłość to także początek naszej, trzeciej już, konferencji. Jak sformułowano to w tytule konferencji, tym razem chodzi o przestrzenie graniczne lub pogranicza. Inaczej niż w przypadku niejednego oblicza polityki europejskiej nie chodzi nam oczywiście o tworzenie nowych przestrzeni granicznych, lecz raczej o ich oszacowanie i pokonanie granic. Program konferencji pozwala zorientować się, w jakich dziedzinach wnosimy wartość naukową. Zgłoszone referaty podzieliliśmy więc na sekcje, które obejmują zagadnienia językoznawcze, kulturoznawcze i literaturoznawcze oraz kulturowo-historyczne i historyczne. I tak będziemy mówić o „Wewnątrz-niemieckich pertraktacjach granicznych“ oraz „Historycznych dyskursach granicznych“, o „Dziedzictwie kulturowym i dydaktyce“ oraz „Poetyce i geopoetyce“ czy „Publicystyce i metatekstach“. Podejrzenie o dowolność tych odbywających się paralelnie sekcji można oczywiście wyjaśnić tym, iż wszystkie te tematy postrzegamy w kontekście tematu „Polacy i Niemcy w Europie“. I może pozwolę sobie przywołać aspekt „przekraczania granic“ w odniesieniu do tego, że w sobotę proponujemy blok referatów skierowany do nauczycieli, którzy mogą w nim wziąć udział w ramach doskonalenia zawodowego.

Was wollen / können wir uns für die Zukunft vornehmen – und die Zukunft beginnt jetzt mit unserer dritten gemeinsamen Konferenz. Wie Sie bereits dem Titel entnehmen können, geht es um GrenzRäume. Anders als derzeit in vielen Facetten der europäischen Politik erkennbar, geht es uns aber natürlich nicht darum, neue Grenzräume zu schaffen, sondern diese wissenschaftlich abzumessen um damit zur Überwindung von Grenzen beizutragen. Das Programm lässt erahnen, wo wir wissenschaftlich ansetzen. Wir haben die bei uns eingegangenen Vortragsanmeldungen dazu in zahlreiche Sektionen eingeteilt, die sprach- und kultur- wie literaturwissenschaftliche Beiträge ebenso umfassen wie kulturhistorische und historische Beiträge. Es geht um „Innerdeutsche Grenzverhandlungen“ ebenso wie um „Historische Grenzdiskurse“, um „Kulturelles Erbe und Didaktik“ ebenso wie um „Poetik und Geopoetik“ und um „Publizistik und Metatexte“. Der Verdacht der Beliebigkeit dieser in Teilen zwangsläufig parallel angeordneten Sektionen lässt sich natürlich schnell mit dem Hinweis darauf ausräumen, dass wir all diese Themen mit dem Thema Polen und Deutsche in Europa in den Blick nehmen wollen. Und vielleicht darf ich unter dem Aspekt der „Grenzüberschreitung“ in unseren Grenzräumen noch in den Blick nehmen, dass wir am Samstag einen Block in unser Konferenzprogramm aufgenommen haben, der für Lehrer*innen in Schleswig-Holstein als Fortbildung im Rahmen des IQSH angerechnet werden kann.←14 | 15→

Wszystko, czego doświadczymy dziś i jutro, jest bezpośrednią konsekwencją stworzenia naszego kierunku studiów – i tym sposobem powracam do pytania pierwszego – co chcieliśmy osiągnąć? Studenci i ich perspektywy zawodowe znajdują się w centrum naszej uwagi, ale jednocześnie idzie też o wymianę wśród naukowców, powstanie sieci kontaktów, jak również o nawiązanie przyjaźni i stworzenie atmosfery wzajemnego zaufania (także wśród studentów), co – moim zdaniem – jest prawdopodobnie najważniejsze w tych czasach.

All das, was wir heute und morgen gemeinsam erfahren, ist nun eine unmittelbare Konsequenz der Einrichtung des Studiengangs – und damit komme ich noch einmal auf die erste Frage zurück, was wir erreichen wollten. Natürlich stehen die Studierenden und ihre beruflichen Perspektiven im Zentrum unserer Bemühungen, aber zugleich geht es auch um den Austausch von Wissenschaftler*innen, um das Entstehen eines Netzwerkes, aber – und ich finde, das ist vermutlich das Wichtigste in diesen Zeiten – es geht auch, und das betrifft zugleich die Ebene der Studierenden, um das Entstehen von Freundschaften und gegenseitigem Vertrauen.

Krzysztof Trybuś, grudzień 2017

Michael Düring, Dezember 2017

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Krzysztof Trybuś (Uniwersytet Adama Mickiewicza, Poznań)

Die polnische Literatur und Deutschland: Über
die slavistischen Arbeiten Rolf Fieguths

Zusammenfassung
Referat koncentruje uwagę na niemieckich kontekstach przywoływanych w studiach Rolfa Fiegutha o literaturze polskiej. Analiza tych studiów oparta jest na wyborze fragmentów dotyczących poetów i pisarzy najbliższych niemieckiemu slawiście – przede wszystkim jego refleksji o twórczości Adama Mickiewicza, Witolda Gombrowicza i Czesława Miłosza. W zakres niemieckich kontekstów, które pozwalają Fieguthowi lepiej rozumieć literaturę polską wchodzi tu m. in. spuścizna pisarzy tak różnych jak Johann Wolfgang Goethe i Johannes Bobrowski, niektóre prądy literackie (np. klasycyzm weimarski i inne klasycyzmy ważne dla kształtowania literatury europejskiej), a także moment historyczny, determinujący przesłanie literatury powojennej oraz paradygmat biograficzny twórców tej literatury i jej badaczy. Autor referatu rekonstruuje sformułowaną przez Rolfa Fiegutha koncepcję badań literackich rozumianych jako komparatystyczna „konfrontacja międzykulturowa“.

The paper concentrates on the German contexts mentioned in Rolf Fieguth’s studies on Polish literature. The analysis of his studies is based on a selection of fragments about poets and writers that are close to German Slavonic Studies – primarily on his reflections on the works of Adam Mickiewicz, Witold Gombrowicz, and Czesław Miłosz. The scope of German contexts that allow Fieguth to better understand Polish literature here includes, among others, the legacy of writers as different as Johann Wolfgang Goethe and Johannes Bobrowski. In addition to this, some literary currents (e.g. Weimar Classicism and other Classicisms important for shaping European literature) as well as the historical moment determining the message of post-war literature and the biographical paradigm of the creators of this literature and its researchers are discussed. Thus, the author of the paper reconstructs the concept of literary research formulated by Rolf Fieguth as a comparative “intercultural confrontation”.

1. Einführung

Professor Rolf Fieguth – der Protagonist des vorliegenden Beitrags – ist nicht nur ein großer Gelehrter mit herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, er ist auch ein hervorragender Übersetzer, der der deutschen Wissenschaft und Literatur viele polnischsprachige literaturwissenschaftliche, aber auch literarische Werke nahegebracht hat, darunter solche mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad für eine Übersetzung, wie „Vade-mecum“ von Cyprian Norwid (vollständig) oder „Trans-Atlantyk“ von Witold Gombrowicz, die gleichzeitig Werke von höchstem Wert für die europäische Kultur insgesamt sind. Seine selbstlose ←19 | 20→Tätigkeit als Botschafter der polnischen Kultur in Europa und in der Welt, die Polen und Deutsche einander näherbringt – Nationen mit einer schmerzhaften gemeinsamen Geschichte –, ist ganz sicher ein Vorbild unermüdlicher Arbeit an der Beständigkeit europäischer Werte, die heute von einer anwachsenden Welle von Nationalismen bedroht werden.

Professor Rolf Fieguth ist mehrfacher Ehrendoktor und erhielt den Ehrentitel zweier polnischer Universitäten: Oppeln im Jahre 2012; Adam-Mickiewicz-Universität in Posen im Jahr 2017.

Grundlage der zahlreichen Studien von Rolf Fieguth ist seine herausragende sprachliche Kompetenz. Nach dem Abitur am Gymnasium für alte Sprachen in Erlangen im Jahre 1961 setzte er seine philologische Ausbildung als Student der Slavistik, der Geschichte Osteuropas und der Germanistik in West-Berlin und München fort. Sein Vermächtnis ist reich, vielseitig, aber vor allem vielsprachig – er veröffentlichte seine Arbeiten unter anderem auf Polnisch, Russisch, Deutsch, Französisch und Englisch. Als Erforscher der slavischen Literaturen – also als Polonist und Russist – ließ er sich in seinen Werken, die sich vor allem der Poesie widmen, von einem in seiner Muttersprache gegebenen Hinweis leiten:

Details

Seiten
376
ISBN (PDF)
9783631824399
ISBN (ePUB)
9783631824405
ISBN (MOBI)
9783631824412
ISBN (Hardcover)
9783631821947
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (Oktober)
Schlagworte
Polnisch-deutsche Geschichte Polnisch-deutsche Literaturbeziehungen Polnische Literatur Deutsche Literatur Onomastik Didaktik des Grenzraums
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2020. 376 S., 2 s/w Abb., 1 Tab.

Biographische Angaben

Michael Düring (Band-Herausgeber:in) Maciej Junkiert (Band-Herausgeber:in) Krzysztof Trybuś (Band-Herausgeber:in) Rebekka Wilpert (Band-Herausgeber:in)

Michael Düring ist Professor am Institut für Slavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur polnischen, russischen und tschechischen Literatur. Maciej Junkiert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Polnische Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur polnischen Literatur und Koordinator des Studiengangs «Studia międzykulturowe: Polacy i Niemcy w Europie». Krzysztof Trybuś ist Professor am Institut für Polnische Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur polnischen Literatur. Rebekka Wilpert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Koordinatorin des Studiengangs «Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa»

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Titel: Polen und Deutsche in Europa / Polacy i Niemcy w Europie: GrenzRäume