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Konstruktion von Professionalität in der EU-Politikvermittlung

Eine qualitative Studie zu EU-Professionals in Deutschland

von Lucia-Melanie Leopold (Autor:in)
Dissertation 220 Seiten

Zusammenfassung

Um EU-Politik innerhalb Deutschlands zu vermitteln, haben sich EU-Professionals in Think Tanks, Stiftungen, Vereinen und Agenturen herausgebildet. Wie sie professionelle Zuständigkeit und Deutungsmacht im politischen Kontext deklarieren und legitimieren, ist Gegenstand der vorliegenden Studie. Die Konstruktion von Professionalität wird mittels Dokumentenanalysen, Experteninterviews sowie berufsbiographischen problemzentrierten Interviews untersucht. Im Gegensatz zu klassischen Professionen wird eine „professionelle“ Tätigkeit, Expertise, Vernetzung und berufliche Haltung stärker durch informelle und individuelle Ressourcen begründet. Die Studie liefert detaillierte empirische Einblicke in einen neu entstehenden und umstrittenen Tätigkeitsbereich.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • 1 Einleitung
  • 2 Konzeptionelle Perspektiven
  • 2.1 Professions- und expertensoziologische Perspektiven
  • 2.1.1 Professionalität in klassischen Ansätzen der Professionssoziologie
  • 2.1.2 Wissensvermittelnde Expert*innen und neue Professionssoziologie
  • 2.1.3 Professionalität jenseits von Professionen
  • 2.2 Expertisierung im Kontext von (EU-)Politik
  • 2.2.1 Professionalisierung von Politik und die Delegation von Expertise
  • 2.2.2 EU-Professionals im Bereich der Vermittlung von EU-Politik
  • 2.2.3 Politik-Expert*innen jenseits klassischer Politikinstitutionen
  • 2.3 Eigene Forschungsperspektive und Erkenntnisinteresse
  • 2.3.1 Theoretisch angeleitetes Erkenntnisinteresse
  • 2.3.2 Forschungsleitende Fragen und Analysedimensionen
  • 2.3.3 Begriffsklärung
  • 3 Forschungsdesign
  • 3.1 Explorativer Forschungsansatz und Fallauswahl
  • 3.2 Datenerhebung
  • 3.2.1 Homepage- und Dokumentenanalyse
  • 3.2.2 Das theoriegenerierende Experteninterview:
  • 3.2.3 Das (berufsbiographische) problemzentrierte Interview
  • 3.3 Datenauswertung
  • 3.3.1 Inhaltsanalytische Auswertung von Dokumenten, Homepages sowie Experteninterviews
  • 3.3.2 Grounded Theorie: Auswertung der berufsbiographischen Interviews
  • 4 Empirische Ergebnisse
  • 4.1 Berufspraxis in der Vermittlung von Europapolitik
  • 4.1.1 Konzeptions- und Koordinationsarbeit: „Wozu sollte ich eine Maßnahme erarbeiten und in welchem Format?“
  • 4.1.2 Recherche- und Informationsarbeit: „Monitoring“ und „diese ganze Informationsbeschaffung“
  • 4.1.3 Vermittlungsarbeit: „Botschaften vermitteln“, EU-Politik „runterbrechen“, „übersetzen“ und „erklären“
  • 4.1.4 Berufspraxis in der EU-Politikvermittlung
  • 4.2 Expertise und EU-Vermittlungskompetenz
  • 4.2.1 Ausbildungsprofile: „studiertes Fachwissen“
  • 4.2.2 Berufserfahrung: „Fachwissen im Sinne angewandter Praxis“
  • 4.2.3 „Generalistenfähigkeiten“ und „‘ne gewisse Gesprächskompetenz“
  • 4.2.4 EU-Vermittlungskompetenz und interaktionale Expertise
  • 4.3 Assoziationsformen: Informations- und Netzwerkveranstaltungen
  • 4.3.1 Informationsquellen: „man lebt ja von Informationen“
  • 4.3.2 Berufliche Kontakte: Anerkennung und Informationsverbreitung
  • 4.3.3 Professionelle Zugehörigkeit und Abgrenzungen: ein „gewisser Menschenschlag“
  • 4.3.4 Assoziationsformen als professionelle Gemeinschaft
  • 4.4 Berufliche Haltung: Gemeinwohlorientierung, EU-Affirmationen und Dienstleitungsorientierung
  • 4.4.1 „Unabhängig“, „demokratisch“, „effizient“
  • 4.4.2 „Pro-europäisch und reformerisch sein“
  • 4.4.3 Arbeitsmotivation: „Jeden Tag Neues“ und „Gestalten können“
  • 4.4.4 Professionelle berufliche Haltung
  • 5 Diskussion der Ergebnisse
  • 5.1 Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse
  • 5.1.1 Vermittlung von EU-Politik als Problemlösung
  • 5.1.2 EU-Vermittlungsexpertise als fachliche und persönliche Passung
  • 5.1.3 (In)formelle Netzwerke als professionelle Gemeinschaft
  • 5.1.4 Professionelles Ethos und Legitimation
  • 5.2 Professionalität in nicht-formalisierten Tätigkeitsbereichen
  • 5.2.1 Professionalität als individuelle Herstellungsleistung
  • 5.2.2 Professionalität als kollektives Professionalisierungsbestreben
  • 5.2.3 Implikationen für die Professionssoziologie
  • 5.3 Implikationen: Professionalität und politische Legitimation
  • 5.3.1 EU-Professionals als Knowledge Broker und Facilitator
  • 5.3.2 Politische Deutungsmacht
  • 5.3.3 Professionelle Schließung und politische Teilhabe
  • 6 Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Anhänge
  • A1: Feld des EU-Professionalismus
  • A2: Kernkategorien in MaxQDA
  • A3: Interviewleitfäden
  • A3.1 Leitfaden Experteninterviews
  • A3.2 Leitfaden berufsbiographische Interviews

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Vorwort

Diese Arbeit ist im Rahmen des DFG-Projekts „EU-Professionalismus. Eine wissenssoziologische Studie zur Professionalisierung von EU-Expertise“ der DFG-geförderten Forschergruppe „Europäische Vergesellschaftung/Horizontal Europeanization“ entstanden. Die Studie wurde in der Zeitspanne Mai 2012 bis September 2019 durchgeführt, Projektleiter sind Prof. Dr. Steffen Mau (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Sebastian Büttner (Universität Erlangen). Ich habe als Projektmitarbeiterin die empirischen Daten für den Fall Deutschland erhoben und ausgewertet. Für die vorliegende Dissertationsarbeit habe ich eine Teilgruppe der untersuchten EU-Professionals ausgewählt und Daten zu diesen hinsichtlich meiner Forschungsfrage „Wie konstruieren EU-Professionals, die EU-Politik in Deutschland vermitteln, Professionalität?“.

Ich möchte all meinen Kolleg*innen aus der Forschergruppe für den Austausch zu europasoziologischen Fragestellungen und der DFG für die Finanzierung dieser Arbeit danken. Mein Dank gilt dabei besonders meinen Gutachtern Prof. Dr. Steffen Mau und Prof. Dr. Christian Lahusen, die meine Arbeit betreut haben sowie meinem zweiten Projektleiter Sebastian Büttner und meinen Kolleg*innen Katharina Zimmermann und Vincent Gengnagel für den kollegialen Austausch. Darüber hinaus danke ich meinen studentischen Mitarbeiter*innen, die mich im Rahmen der Jahre unterstützt haben, darunter vor allem Laura Lüth für das Kommentieren und Korrigieren diverser Kapitelentwürfe der vorliegenden Arbeit. Ihr Feedback war sehr wertvoll und hilfreich für die Überarbeitung meiner Arbeit. Außerdem bedanke ich mich bei meiner Interpretationsgruppe bestehend u.a. aus Almut Peunkert und Katja Müller. Ein ganz besonderer Dank gilt abschließend meinem Partner, der oft mit unseren Kindern loszog, um mir Schreibzeiten zu ermöglichen. Ihm, meiner Familie und meinen Freund*innen rechne ich hoch an, mich in all den Jahren stets ermutigt und unterstützt zu haben. Danke dafür!

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1 Einleitung

„Die unvollendete Union: Eigentlich müsste der Mehrwert der EU jedem einleuchten. Und doch könnte die Beteiligung an der Europawahl wieder sinken. Ändern ließe sich das wohl nur, wenn die EU zu einer ‚echten‘ Demokratie würde.“ (Essay zur Europawahl von Thomas Kirchner in der Süddeutschen Zeitung, erschienen im Mai 2019)

Es wird in öffentlichen sowie politik- und sozialwissenschaftlichen Debatten argumentiert, dass eine mangelnde Vermittlung von EU-Politik an nationale Akteure ein Grundproblem der EU-Politik darstellt. Dabei wird auf eine Kluft zwischen der Europäischen Union (EU) und Machteliten auf europäischer Ebene auf der einen Seite und Bürger*innen sowie nationalen und lokalen Akteuren auf der anderen Seite verwiesen (Münch 2008; Bach 2008; Georgakakis und Rowell 2013; Haller 2009; Hennette-Vauchez 2017). EU-kritische Bewegungen und Parteien stellen die europäischen Institutionen als abgehobenes Elitenprojekt und undurchsichtiges sowie undemokratisches Verwaltungsgebilde dar. Auch Mitarbeitende in nationale Politikeinrichtungen, Regionen, Unternehmen und Vereine beklagen diese Komplexität, die nicht zuletzt durch die vielzähligen Anglizismen des „EU-Sprechs“ befördert wird (Büttner et al. 2018; Vauchez und Witte 2013). In Großbritannien hat dies gar zum EU-Austritt geführt, wobei immer noch unklar ist, wie dieser umgesetzt werden soll.

Heutzutage sind die meisten Politikbereiche von EU-Regelungen betroffen und können nicht unabhängig von EU-Politik betrachtet werden. EU-Expertise wird in vielen Branchen und Bereichen nachgefragt, einerseits um Politikprozesse auf EU-Ebene zu beeinflussen (Lobbying) und andererseits, um EU-Regelungen hinsichtlich ihrer Anwendung und Umsetzung im konkreten lokalen Kontext zu verstehen. Entsprechend stellen immer mehr nationale Akteure spezialisierte EU-Expert*innen ein oder beauftragen externe Dienstleister, um EU-bezogene Prozesse, Richtlinien, Standards, Konzepte und Politikziele hinsichtlich ihrer Bedeutung und Relevanz für die eigenen branchenspezifischen Interessen, Abläufe und Handlungskontexte zu erfassen. Dieser Vermittlungsbedarf rund um EU-Politik generiert Tätigkeitsbereiche innerhalb der Länder (Büttner et al. 2015). Insbesondere in den Hauptstädten bilden sich vielzählige auf EU-Politik bezogene Tätigkeitsbereiche rund um die Vermittlung zwischen supranationaler Politik und nationalen sowie lokalen Kontexten heraus.

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Im Zuge der Professionalisierung von EU-Politik und Ausweitung der Kompetenzbereiche der Europäischen Union wird EU-Expertise entstehen, vermehrt sowohl durch spezialisierte EU-Expert*innen, die ich EU-Professionals1 nenne, als auch verstärkt in nationalen und lokalen Expert*innen. Im DFG-geförderten Projekt „EU-Professionalismus“ der Forschergruppe „Europäische Vergesellschaftung“ habe ich zusammen mit Kolleg*innen verschiedene Gruppen von national agierenden EU-Professionals in Deutschland, Polen und Spanien untersucht. Wir konnten eine zunehmende Spezialisierung von Wissensbeständen und Herausbildung professioneller Praktiken nicht nur in den klassischen Bereichen Politik, Verwaltung, Interessensvertretung, Medien, sondern auch in Stiftungen, Think Tanks und Agenturen sowie rund um die EU-Förderung feststellen (Büttner et al. 2016; Büttner und Leopold 2016). Insbesondere im Bereich der Stiftungen, Think Tanks und Agenturen bleibt allerdings offen, wie diese professionelle und politische Legitimation erlangen.

EU-Professionals, die in Think Tanks, Stiftungen, spezialisierten Verbänden und PR-, Informations-sowie Beratungsagenturen europapolitische Themen vermitteln und kommunizieren, wurde wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Erst jüngst geraten Politik-Professionals (Svallfors 2016; Seabrooke 2014) und EU-Lobbyist*innen in den Blick, die in Think Tanks und PR-Agenturen arbeiten (Brandstetter et al. 2010; Medvetz 2014; Stone 2007; Tchilingirian 2018). Die Forschung konzentriert sich auf Policy-Professionals, die auf internationaler oder europäischer Ebene aktiv sind, weniger auf Policy-Professionals in nationalen und lokalen Kontexten. Deshalb untersuche ich in der vorliegenden Arbeit den Tätigkeitsbereich der „EU-Politikvermittlung in Deutschland“, welcher EU-Professionals im Bereich der politischen Bildungsarbeit (Stiftungen, Vereine, manche Think Tanks), der politischen Analyse (Forschungsinstitute und Think Tanks) sowie der politischen Beratung (Stiftungen, Agenturen, Think Tanks) umfasst. Dabei frage ich danach, wie diese sich als professionelle Akteure im europapolitischen Kontext konstituieren? Diese bisher wenig erforschte Gruppe untersuche ich in der vorliegenden Arbeit anhand folgender Forschungsfrage:

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Wie und mittels welcher Ressourcen konstruieren EU-Professionals im Bereich der Vermittlung von EU-Politik innerhalb Deutschlands Professionalität?

Die Delegation von Expertise auf Policy-Professionals im Zuge der Professionalisierung von Politik (Borchert 2003) wird kontrovers diskutiert: Einerseits bedarf es externer Professionals „um die EU-Institutionen bei der Umsetzung von Strategien und Entscheidungsfindungen zu unterstützen“.2. Entsprechend sind neben den Mitarbeiter*innen in den EU-Institutionen (Georgakakis und Rowell 2013; Georgakakis 2008a, 2013; Georgakakis und Lassalle 2007) auch Politikexpert*innen in angegliederten Agenturen (Levi-Faur 2011) und Expertengruppen (Gornitzka und Sverdrup 2011) sowie organisierte Interessensvertretungen (Kluever 2013; Lahusen 2019; Laurens 2018) damit betraut, relevante Informationen einzuholen und politische Prozesse vorzubereiten. Aufgrund der Themenbreite und Komplexität von politischen Entscheidungsprozessen innerhalb der EU-Politik werden zahlreiche Berichte und Analysen erstellt, wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben oder Expert*innen angehört. Professionals werden in Prozesse der Politikgestaltung und Politikumsetzung eingebunden.

Andererseits wird der Einfluss von Policy-Professionals auf die (EU-)Politik kritisiert, weil diese kein politisches Mandat inne haben (Hennette-Vauchez 2017) und ihre eigenen Interessen oft nicht offenlegen (Crouch 2017, 2018). Insbesondere der Einfluss von Think Tanks, Forschungsinstituten und PR-Agenturen auf Prozesse der Politikgestaltung und -umsetzung ist umstritten, weil diese politische Entscheidungsprozesse beeinflussen (indirektes Lobbying) bzw. die von ihnen durchgeführten Studien von „interessierten Kreisen“ zur Beeinflussung von EU-Politik genutzt werden (Lahusen 2019, S. 4). Weil wenig über diese Akteure bekannt ist, erweist es sich als schwierig, ihren Tätigkeitsbereich zu definieren sowie politisch und rechtlich zu regulieren und kontrollieren.

Wie im Laufe der Arbeit deutlich wird, gilt dies auch für die von mir untersuchte Gruppe im Bereich der EU-Politikvermittlung: Einerseits soll sie die Kluft zwischen den EU-Institutionen und den Bürger*innen in den Mitgliedsländern überbrücken. Andererseits wird kritisiert, dass diese Akteure keine professionelle oder politische Legitimation haben und ihre Handlungen, Kenntnisse und Interessen unklar bleiben. Deshalb möchte ich untersuchen, anhand welcher Tätigkeit, Expertise, berufliche Haltung die EU-Professionals Zuständigkeit deklarieren und ihr berufliches Handeln im politischen Kontext legitimieren.

Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut:

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Zunächst benenne ich konzeptionelle Perspektiven der Professions- und Expertise-Soziologie (2.1) sowie der Debatten zur Expertisierung im Kontext von (EU-)Politik (2.2), auf denen meine Forschungsperspektive (2.3) aufbaut. Um zu verstehen, wie und auf Grundlage welcher Ressourcen die untersuchten EU-Professionals Professionalität konstruieren, bietet sich eine professionssoziologische Perspektive an. Zwar handelt es sich bei den untersuchten EU-Professionals nicht um Professionen, aber dennoch sind sie in der Lage, Professionalität zu konstruieren. Meine Forschung baut dabei auf Überlegungen auf, die Professionalität als Ressource (Noordegraaf und Schinkel 2011) von professional projects (DiMaggio 1991; Hodgson 2005; Muzio et al. 2011; Suddaby und Viale 2011) und als Herstellungsleistung im Sinne einer „individuellen Professionalisierung“ (Schnell 2007) beziehungsweise „Kompetenzherstellungskompetenz“ (Pfadenhauer 2003) konzipieren. Im Gegensatz zu klassischen Professionen müssen die untersuchten EU-Professionals Professionalität stärker selbst herstellen, statt diese unhinterfragt zugeschrieben zu bekommen. Durch eine professionssoziologische Perspektive kann verstanden werden, wie sie sich als Akteure im politischen Kontext konstituieren und welche Schließungsprozesse damit einhergehen (Freidson 2001; Larson 1977; Seabrooke 2014; Lahusen 2019).

Biographische Angaben

Lucia-Melanie Leopold (Autor:in)

Lucia-Melanie Leopold war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „EU-Professionalismus“ der DFG-geförderten Forschergruppe „Europäische Vergesellschaftung“. Sie arbeitete hierfür an der Universität Bremen sowie der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Autorin studierte Diplom-Soziologie mit den Nebenfächern Psychologie sowie Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg.

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Titel: Konstruktion von Professionalität in der EU-Politikvermittlung