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Urkunden der Stadt Beeskow in Regesten (1272-1649)

Bearbeitet von Friedrich Beck

©2003 Andere 214 Seiten
Open Access

Zusammenfassung

Die Stadt Beeskow verfügt im Vergleich mit anderen Städten in der Mark Brandenburg und der Niederlausitz über einen umfänglichen, inhaltsreichen und gut erhaltenen Bestand an Urkunden aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit, deren Inhalte hier zum ersten Mal in Form von 255 Regesten ausführlich beschrieben werden. Stadtrechtsbestätigungen, Lehnsurkunden und Finanzgeschäfte erhellen die rechtlichen und materiellen Verhältnisse der Stadtgemeinde. In das alltägliche Leben der Bürger gewährt die in Brandenburg ziemlich einmalige Überlieferung von Zunftstatuten und -privilegien tieferen Einblick. Neben den für die Versorgung der Bevölkerung unverzichtbaren Viergewerken der Bäcker, Fleischer, Schneider und Schuhmacher standen die im Fernhandel tätigen Gewandschneider und Tuchmacher, die von der Lage der Stadt am Schnittpunkt belebter Handelsstraßen begünstigt wurden.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Geleitwort von Bürgermeister Fritz Taschenberger
  • Vorwort von Klaus Neitmann
  • Einleitung von Friedrich Beck
  • Urkundenregesten
  • I. Rep. 8, Beeskow: Rat, Bürgerschaft, Gewerke
  • II. Rep. 10 C, Marienkirche Beeskow
  • III. Rep. 10 C, Nikolai-Hospital Beeskow
  • Münz-, Maß- Gewichts- und Zählangaben
  • Abkürzungs Verzeichnis
  • Quelleneditionen und Literatur
  • Register von Margot Beck
  • Reihenübersicht

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Zum Geleit

Was ist es, das einen Menschen – ob hier geboren und aufgewachsen oder zugezogen – sich zu seiner Stadt als Heimatstadt bekennen, ihn in unserem Fall selbstbewußt, gar stolz sagen läßt: Ich bin ein Beeskower, ich bin eine Beeskowerin!

Es sind neben der eigenen Biographie und den gegebenen Lebensumständen insbesondere die Verbundenheit mit den hier lebenden Menschen, ganz allgemein wie auch ganz konkret, und das lebendige Interesse am Werden und Wachsen, am Wohl und Wehe der Stadt, was immer auch die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte einschließt. Es ist das Interesse an überlieferten vielfachen Zeugnissen der Vergangenheit, vor allem an der steingewordenen Lebensleistung vieler Generationen über Jahrhunderte hinweg, wie sie in Stadtstruktur und historischer Bausubstanz zum Ausdruck kommt. Umfassende Wißbegier nach unseren Wurzeln, nach zeitlich und lokal bestimmter Herkunft, nach Entwicklungen, die über Jahrhunderte verlaufen sind und letztlich zum aktuellen Gemeinwesen, der heutigen Stadt Beeskow, geführt haben, ist schon immer unter ihren Bewohnern stark ausgeprägt gewesen, hat aber in den letzten Jahren einen richtigen Wachstumsschub erfahren. Die vermehrte Hinwendung zur Heimatgeschichte ist sehr erfreulich und führt zu einer deutlich zunehmenden Identifikation der Beeskowerinnen und Beeskower mit ihrer Stadt und ihrer Stadtgeschichte.

Nun gilt es, dieses lebendige Interesse wachzuhalten und zu fordern, nachdem es sich insbesondere durch die nachhaltige, zugleich behutsame Sanierung der historischen Altstadt und durch die Herausgabe verschiedener Publikationen dazu sowie zu bestimmten stadtgeschichtlichen Prozessen im Zeichen des 750jährigen Stadtjubiläums so verbreitert hat. Die Fortführung des Beeskower Stadtarchivs unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, seine beispielhafte Verbindung mit der Stadtbibliothek in einem neu geschaffenen, nach modernsten und zeitgemäßen Anforderungen ausgestatteten Einrichtungskomplex verdeutlichen diese Bemühungen. Der reiche Fundus unserer Beeskower Archivalien ist so einer breiten, interessierten Öffentlichkeit in einer Weise und einem Umfang wie nie zuvor zugänglich gemacht.

Dieses Ergebnis verdanken wir auch der engen Kooperation mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv. So lagert der Großteil des Archivbestandes in Potsdam und wird dort betreut und wissenschaftlich erschlossen, wie dies vor Ort in Beeskow nicht geleistet werden kann. Eine komplette Verfilmung macht den Bestand dennoch hier voll verfügbar, schont die Originale und gestattet den intensiven Umgang mit den Quellen. Im nötigen Fall ist zudem jederzeit der Zugriff auf die originale Überlieferung in Potsdam möglich. Alles ist vertraglich einvernehmlich zwischen der Stadt Beeskow und dem Landeshauptarchiv geregelt.

Ein wahrer Schatz für den Sachverständigen wie für den interessierten Laien sind Stadturkunden im Original oder in entsprechender Abschrift aus den frühen Jahrhunderten unserer Stadtgeschichte. Diese Zeugnisse bedürfen ihrer außerordentlichen Bedeutung, ←9 | 10→ihres wissenschaftlichen wie kulturhistorischen Wertes wegen besonderer Betreuung, die dankenswerterweise das Landeshauptarchiv übernommen hat.

Mit der Idee, anläßlich des 750jährigen Jubiläums der Stadt Beeskow Regesten dieser Urkunden zu erstellen und als Buch herauszugeben, hat sich Dr. Klaus Neitmann, der Direktor des Landeshauptarchivs, den ältesten Dokumenten zur Beeskower Stadtgeschichte zugewandt. Daß es ihm dabei gelang, Prof. Dr. Friedrich Beck, der sich in vielen Jahren nachdrücklich mit der brandenburgischen Urkundenüberlieferung befaßt hat, für diese Arbeit zu gewinnen, verspricht die Erfüllung hoher Erwartungen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten hat die Stadt Beeskow deshalb gern und engagiert dieses Vorhaben unterstützt. Mein ganz besonderer Dank gilt Prof. Dr. Friedrich Beck, weil er sich unter den gegebenen Bedingungen das Anliegen von Stadt und Landeshauptarchiv zu eigen gemacht hat, die urkundlichen Zeugnisse der städtischen Kanzlei Beeskows mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und zugleich in allgemein verständlicher Darstellungsweise zu veröffentlichen. Ich bin sicher, daß dieses Buch nicht nur bei Fachleuten, sondern auch bei unseren professionell arbeitenden Chronisten der Stadt- und Regionalgeschichte anerkennende Aufnahme finden wird.

Unser Jubiläum „750 Jahre Stadt Beeskow“ erfährt mit der Herausgabe diese Buches eine wertvolle Facette und eine qualitative Bereicherung. Darauf bin ich stolz, und allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank.

Fritz Taschenberger

Details

Seiten
214
Jahr
2003
ISBN (PDF)
9783631872505
ISBN (ePUB)
9783631872598
ISBN (Paperback)
9783631511534
DOI
10.3726/b19387
DOI
10.3726/b19236
Open Access
CC-BY-NC-ND
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (November)
Schlagworte
Geschichte 1272-1649 Regest Urkunden Beeskow
Erschienen
Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003. 214 S., 13 Abb.
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Titel: Urkunden der Stadt Beeskow in Regesten (1272-1649)