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Oxford im englischen Universitätsroman bis 1945

von Wiebke Bettina Dietrich (Autor:in)
©2022 Dissertation 454 Seiten

Zusammenfassung

Das Buch fragt nach der Wirkung des Oxfordmotivs in der Literatur und im kulturellen Gedächtnis Großbritanniens. Gegenstand der Untersuchung sind die Entstehung des Oxfordmythos sowie seine Abhängigkeit von kulturgeschichtlichen Entwicklungen. Es zeigt sich, dass Oxfordromane als Teil des kulturellen Diskurses über die Universitäten in der Bildungsdebatte funktionalisiert werden. Die Bildungsideale der Universität Oxford werden aus ihrem realen geschichtlichen Kontext herausgelöst und nostalgisch verklärt. Die Studie zeigt auf, wie Oxfordromane als literarischer Erinnerungsort die Selbstwahrnehmung und kulturelle Identität der britischen Nation beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • I Einleitung
  • 1. Zur Forschungslage
  • 2. Aufbau und Methode der vorliegenden Arbeit
  • 3. Vorüberlegungen I Zur Definitionsproblematik
  • 4. Vorüberlegungen II Stadt in der Literatur und kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft
  • 5. Vorüberlegungen III Warum Oxford? / Oxford or Oxbridge?
  • II Die Universität Oxford und die Anfänge des Universitätsromans im 18. Jahrhundert
  • 1. Die Entwicklung der Universität (sozial- und kulturgeschichtlicher Hintergrund)
  • 2. Die Darstellung Oxfords in den Romanen des 18. Jahrhunderts
  • III Die Entwicklung der Universität und des Universitätsromans bis zu den Universitätsreformen Mitte des 19. Jahrhunderts
  • 1. Die Universität vor den Universitätsreformen
  • 2. Die Universität als Ort der Versuchung und als Ort der Läuterung – John Gibson Lockhart – Reginald Dalton (1823)
  • 3. Die Bildungsdebatte des 19. Jahrhunderts und der Einfluss John Henry Newmans und Matthew Arnolds
  • 3.1 John Henry Newman: Zur Biographie
  • 3.2 The Idea of a University
  • 3.3 Die Universität als Ort religiöser Konversion – Loss and Gain
  • 3.4 Arnold und Newman
  • 3.5 Oxford als Ort der Dichtung: Zur Biographie Matthew Arnolds
  • 3.6 Arnolds Bildungsbegriff
  • 3.7 Das Vermächtnis des Dichters Arnold: Der Scholar-Gipsy und Thyrsis
  • 4. The eternal Freshman – Edward Bradley (Cuthbert Bede) The Adventures of Mr. Verdant Green (1853–1857)
  • 4.1 Erzählstruktur
  • 4.2 Personencharakterisierungen
  • 4.2.1 Verdant Green
  • 4.2.2 Mr Bouncer
  • 4.2.3 Charles Larkyns und weitere Studenten
  • 4.2.4 Die Lehrenden / dons
  • 4.2.5 Die Bediensteten des College und das städtische Umfeld
  • 4.2.6 Darstellung und Funktion Oxfords
  • 5. „Civalising“ Oxford – George Leslie Calderon The Adventures of Downy V. Green. Rhodes Scholar at Oxford. (1902)
  • 5.1 Erzählstruktur
  • 5.2 Personencharakterisierungen
  • 5.2.1 Downy
  • 5.2.2 Chadbank Cheney, amerikanischer Rhodes Scholar, und weitere ausländische Studenten
  • 5.2.3 Die englischen Studenten
  • 5.2.4 Die Lehrenden
  • 5.2.5 Miss Shelmerdine
  • 5.3 Darstellung und Funktion Oxfords
  • IV Die Entwicklung der Universität und des Universitätsromans bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
  • 1. Die Entwicklung der Universität bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
  • 2. One mocks what one loves – Max Beerbohm Zuleika Dobson, or an Oxford Love Story (1911)
  • 2.1 Erzählsituation
  • 2.2 Personencharakterisierungen
  • 2.2.1 Der Duke of Dorset
  • 2.2.2 Noaks
  • 2.2.3 Mr. Oover
  • 2.2.4 The MacQuern
  • 2.2.5 Die restlichen Studenten
  • 2.2.6 Zuleika Dobson
  • 2.2.7 Katie
  • 2.2.8 Der Warden
  • 2.2.9 Die römischen Kaiser
  • 2.3 Darstellung und Funktion Oxfords
  • 3. The Cult of Oxford – Compton Mackenzie Sinister Street (1913/1914)
  • 3.1 Erzählsituation
  • 3.2 Personencharakterisierungen
  • 3.2.1 Michael Fane
  • 3.2.2 Alan Merivale
  • 3.2.3 Michaels weitere Freunde
  • 3.2.4 Smithers
  • 3.3 Darstellung und Funktion Oxfords
  • 4. Horti Conclusi – Dorothy L. Sayers Gaudy Night (1935)
  • 4.1 Erzählsituation
  • 4.2 Personencharakterisierungen
  • 4.2.1 Harriet Vane
  • 4.2.2 Die Mitglieder des Senior Common Room
  • 4.2.3 Miss Lydgate
  • 4.2.4 Miss de Vine
  • 4.2.5 Miss Hillyard
  • 4.2.6 Annie
  • 4.2.7 Die Studentinnen und Studenten
  • 4.2.8 Lord Peter Wimsey
  • 4.3 Darstellung und Funktion Oxfords
  • 5. Et in Arcadia Ego – Evelyn Waugh Brideshead Revisited. The Sacred and Profane Memories of Captain Charles Ryder. (1945)
  • 5.1 Erzählsituation
  • 5.2 Personencharakterisierungen
  • 5.2.1 Charles Ryder
  • 5.2.2 Sebastian Flyte
  • 5.2.3 Anthony Blanche
  • 5.2.4 Boy Mulcaster
  • 5.2.5 Mr. Samgrass
  • 5.3 Darstellung und Funktion Oxfords
  • 6. Kurzer Ausblick: Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
  • V Schlussteil
  • 1. Der Einfluss Matthew Arnolds auf das Oxfordbild in der Literatur
  • 2. Oxford als Raum in der Literatur / als literarischer Ort
  • 3. Oxford als „geschlossene Gesellschaft“
  • 4. Oxford als paradiesischer Zufluchtsort
  • 5. Oxford als akademischer Ort
  • 6. Zusammenfassung: Kontinuität der Werte und Werteverfall
  • Literaturverzeichnis
  • Zusammenfassung
  • Sachregister
  • Ortsregister
  • Namensregister

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation
in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische
Daten sind im Internet über
http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Zugl.: Osnabrück, Univ., Diss., 2020

Umschlagabbildung:
© Alexey Fedorenko/Shutterstock.com

D 700
ISBN 978-3-631-85495-2 (Print)
E-ISBN 978-3-631-86873-7 (E-PDF)
E-ISBN 978-3-631-86874-4 (EPUB)
DOI 10.3726/b19147

© Peter Lang GmbH
Internationaler Verlag der Wissenschaften
Berlin 2022
Alle Rechte vorbehalten.

Peter Lang – Berlin · Bern · Bruxelles · New York ·
Oxford · Warszawa · Wien

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Diese Publikation wurde begutachtet.

www.peterlang.com

Autorenangaben

Wiebke Bettina Dietrich studierte Anglistik, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Göttingen, Oxford Brookes und Cambridge. Promoviert wurde sie an der Universität Osnabrück. Sie ist als Gymnasiallehrerin und als Schulbuchautorin tätig.

Über das Buch

Das Buch fragt nach der Wirkung des Oxfordmotivs in der Literatur und im kulturellen Gedächtnis Großbritanniens. Gegenstand der Untersuchung sind die Entstehung des Oxfordmythos sowie seine Abhängigkeit von kulturgeschichtlichen Entwicklungen. Es zeigt sich, dass Oxfordromane als Teil des kulturellen Diskurses über die Universitäten in der Bildungsdebatte funktionalisiert werden. Die Bildungsideale der Universität Oxford werden aus ihrem realen geschichtlichen Kontext herausgelöst und nostalgisch verklärt. Die Studie zeigt auf, wie Oxfordromane als literarischer Erinnerungsort die Selbstwahrnehmung und kulturelle Identität der britischen Nation beeinflussen.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Inhalt

I Einleitung

1. Zur Forschungslage

2. Aufbau und Methode der vorliegenden Arbeit

3. Vorüberlegungen I Zur Definitionsproblematik

4. Vorüberlegungen II Stadt in der Literatur und kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft

5. Vorüberlegungen III Warum Oxford? / Oxford or Oxbridge?

II Die Universität Oxford und die Anfänge des Universitätsromans im 18. Jahrhundert

1. Die Entwicklung der Universität (sozial- und kulturgeschichtlicher Hintergrund)

2. Die Darstellung Oxfords in den Romanen des 18. Jahrhunderts

III Die Entwicklung der Universität und des Universitätsromans bis zu den Universitätsreformen Mitte des 19. Jahrhunderts

1. Die Universität vor den Universitätsreformen

2. Die Universität als Ort der Versuchung und als Ort der Läuterung – John Gibson Lockhart – Reginald Dalton (1823)

3. Die Bildungsdebatte des 19. Jahrhunderts und der Einfluss John Henry Newmans und Matthew Arnolds

3.1 John Henry Newman: Zur Biographie

3.2 The Idea of a University

3.3 Die Universität als Ort religiöser Konversion – Loss and Gain

3.4 Arnold und Newman

3.5 Oxford als Ort der Dichtung: Zur Biographie Matthew Arnolds

3.6 Arnolds Bildungsbegriff

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3.7 Das Vermächtnis des Dichters Arnold: Der Scholar-Gipsy und Thyrsis

4. The eternal Freshman – Edward Bradley (Cuthbert Bede) The Adventures of Mr. Verdant Green (1853–1857)

4.1 Erzählstruktur

4.2 Personencharakterisierungen

4.2.1 Verdant Green

4.2.2 Mr Bouncer

4.2.3 Charles Larkyns und weitere Studenten

4.2.4 Die Lehrenden / dons

4.2.5 Die Bediensteten des College und das städtische Umfeld

4.2.6 Darstellung und Funktion Oxfords

5. „Civalising“ Oxford – George Leslie Calderon The Adventures of Downy V. Green. Rhodes Scholar at Oxford. (1902)

5.1 Erzählstruktur

5.2 Personencharakterisierungen

5.2.1 Downy

5.2.2 Chadbank Cheney, amerikanischer Rhodes Scholar, und weitere ausländische Studenten

5.2.3 Die englischen Studenten

5.2.4 Die Lehrenden

5.2.5 Miss Shelmerdine

5.3 Darstellung und Funktion Oxfords

IV Die Entwicklung der Universität und des Universitätsromans bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

1. Die Entwicklung der Universität bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

2. One mocks what one loves – Max Beerbohm Zuleika Dobson, or an Oxford Love Story (1911)

2.1 Erzählsituation

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2.2 Personencharakterisierungen

2.2.1 Der Duke of Dorset

2.2.2 Noaks

2.2.3 Mr. Oover

2.2.4 The MacQuern

2.2.5 Die restlichen Studenten

2.2.6 Zuleika Dobson

2.2.7 Katie

2.2.8 Der Warden

2.2.9 Die römischen Kaiser

2.3 Darstellung und Funktion Oxfords

3. The Cult of Oxford – Compton Mackenzie Sinister Street (1913/1914)

3.1 Erzählsituation

3.2 Personencharakterisierungen

3.2.1 Michael Fane

3.2.2 Alan Merivale

3.2.3 Michaels weitere Freunde

3.2.4 Smithers

3.3 Darstellung und Funktion Oxfords

4. Horti Conclusi – Dorothy L. Sayers Gaudy Night (1935)

4.1 Erzählsituation

4.2 Personencharakterisierungen

4.2.1 Harriet Vane

4.2.2 Die Mitglieder des Senior Common Room

4.2.3 Miss Lydgate

4.2.4 Miss de Vine

4.2.5 Miss Hillyard

4.2.6 Annie

4.2.7 Die Studentinnen und Studenten

4.2.8 Lord Peter Wimsey

4.3 Darstellung und Funktion Oxfords

←11 | 12→

5. Et in Arcadia Ego – Evelyn Waugh Brideshead Revisited. The Sacred and Profane Memories of Captain Charles Ryder. (1945)

5.1 Erzählsituation

5.2 Personencharakterisierungen

5.2.1 Charles Ryder

5.2.2 Sebastian Flyte

5.2.3 Anthony Blanche

5.2.4 Boy Mulcaster

5.2.5 Mr. Samgrass

5.3 Darstellung und Funktion Oxfords

6. Kurzer Ausblick: Die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

V Schlussteil

1. Der Einfluss Matthew Arnolds auf das Oxfordbild in der Literatur

2. Oxford als Raum in der Literatur / als literarischer Ort

3. Oxford als „geschlossene Gesellschaft“

4. Oxford als paradiesischer Zufluchtsort

5. Oxford als akademischer Ort

6. Zusammenfassung: Kontinuität der Werte und Werteverfall

Literaturverzeichnis

Zusammenfassung

Sachregister

Ortsregister

Namensregister

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I Einleitung

That is the Oxford, strong to charm us yet:

Eternal in her beauty and her past.

What, though her soul be vexed? She can forget

Cares of an hour: only the great things last.

Only the gracious air, only the charm,

And ancient might of true humanities:

These, nor assault of man, nor time, can harm;

Not these, nor Oxford with her memories.

aus Lionel Pigot Johnson „Oxford“ (1890)1

Seit Jahrhunderten inspiriert die city of dreaming spires die Schriftsteller. Cambridge mag eine größere Zahl bedeutender Dichter hervorgebracht haben, aber Oxford wurde ein überwältigendes literarisches Denkmal gesetzt wie kaum einer anderen Stadt. Von Chaucers ‚Clerks of Oxenford‘ über Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays bis zur modernen Science-Fiction- und Kriminalliteratur reicht die Bandbreite der Zeugnisse für die Faszination, die von Oxford noch immer ausgeht.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Oxford als Motiv in englischen Universitätsromanen. Die unterschiedliche Verwendung dieses Motivs bei verschiedenen Autoren sowie seine Abhängigkeit von den kulturgeschichtlichen Entwicklungen der Zeit sollen Gegenstand der Untersuchung sein.2 Hierbei wird Motiv nicht nur als ein bildhaft ornamentales, sondern auch als ein inhaltliches, handlungsbeeinflussendes Element verstanden.3 Das Raummotiv ←13 | 14→(Örtlichkeitsmotiv) Oxford und die Darstellung des genius loci haben nicht nur dekorative Funktion sondern sind essentielle Bestandteile der behandelten Romane. Zentral ist die Frage nach der Funktionalisierung des Oxfordmotivs.

Die Romane gehören einer langen Tradition an und sind in großem Maße mitverantwortlich für die Wahrnehmung von Oxford in der breiten Öffentlichkeit.4 Es entstand der Oxfordmythos, der in der Literatur Niederschlag fand und gleichzeitig durch sie genährt wurde.

Details

Seiten
454
Jahr
2022
ISBN (PDF)
9783631868737
ISBN (ePUB)
9783631868744
ISBN (Hardcover)
9783631854952
DOI
10.3726/b19147
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2022 (April)
Schlagworte
Oxfordmythos Oxfordmotiv Universität Oxford literarisches Oxford Bildungsideale Universitätsgeschichte Oxford Cult of Oxford university novel
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2022. 454 S.

Biographische Angaben

Wiebke Bettina Dietrich (Autor:in)

Wiebke Bettina Dietrich studierte Anglistik, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Göttingen, Oxford Brookes und Cambridge. Promoviert wurde sie an der Universität Osnabrück. Sie ist als Gymnasiallehrerin und als Schulbuchautorin tätig.

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Titel: Oxford im englischen Universitätsroman bis 1945
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