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Kirsten Darby, . Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, 95. Wien, Köln und Weimar: Böhlau, 2021, 401 S.

von Albrecht Classen (Autor:in)
2 Seiten
Open Access
Journal: Mediaevistik Band 35 Ausgabe 1 pp. 322 - 323

In Kürze verfügbar

Zusammenfassung

Viele der Vorurteile über das Mittelalter, die in der Öffentlichkeit vorherrschen, rühren nicht von ungefähr her, sondern sind letztlich das Resultat von einflussreichen Studien, die irgendwann einmal hochangesehene Forscher vorgelegt haben und die dann meinungsbildend geworden sind, vor allem weil sie gewisse Themen oder Aspekte überaus dramatisch oder binär besprochen haben. Daher rührt z.B. die falsche Meinung über die Einstellung des mittelalterlichen Menschen zum Körper und zur Nacktheit (N. Elias), die irrige Vorstellung, dass das einfache Volk allein die Freiheit besessen und ausgenutzt habe, über die Herrschenden zu lachen (M. M. Bachtin), oder dass das Mittelalter weitgehend alle Formen des Lachens obrigkeitshalber unterbunden habe (J. Le Goff). Natürlich haben sich manche theologischen Autoren kritisch gegen Humor und Gelächter unter den Mönchen gewandt, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, vor allem wenn es um menschliches Verhalten geht, das kaum jemals unter wenigen strengen Kategorien gefasst werden kann.

Details

Seiten
2
DOI
10.3726/med.2022.01.29
Open Access
CC-BY
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Biographische Angaben

Albrecht Classen (Autor:in)

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Titel: Kirsten Darby, . Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, 95. Wien, Köln und Weimar: Böhlau, 2021, 401 S.