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Unaufmerksamkeit als pädagogische Kategorie – leibphänomenologische Skizze auf philosophisch-anthropologischem Fundament

von Josephine Geisler (Autor:in)
17 Seiten
Open Access
Journal: Pädagogische Rundschau Band 79 Ausgabe 3 Erscheinungsjahr 2025 pp. 303 - 319

Zusammenfassung

Der pädagogische Umgang mit Phänomenen der Unaufmerksamkeit läuft derzeit (und seit langem schon) auf ein ängstlich-vermeidendes Verhalten mittels Techniken und Maßnahmen der Praxis hinaus und geht einher mit – dem intensiven Ablehnungsverhalten konfligierender – Sprachlosigkeit pädagogischer Reflexion bzw. unkritischem Anschluss an normativ imprägnierter, fachfremder Begriffssystematik.1 Aufmerksamkeit wird aktuell als erwünschtes Verhalten, notwendige Fähigkeit und auch medizinische Norm gehandelt, damit Lern- und Lehrprozesse in Gang gesetzt, am Laufen gehalten werden sowie erfolgreich vonstattengehen können. Das pädagogische Bewusstsein weiß um das Dilemma der erzwungenen Aufmerksamkeit, der Fruchtlosigkeit von Unterrichtsprozessen, in denen Lern- und Lehrsubjekte notgedrungen, zwanghaft einen Stoff ,abarbeiten‘. Interesse wäre der Garant von Aufmerksamkeit, doch wie Interesse geweckt wird, wie man einen Gegenstand zum Anlass einer neugierigen Zuwendung werden lässt,2 ist nicht unbedingt (mehr) selbstverständliche Fähigkeit von Pädagogen, auch nicht von Eltern.

Details

Seiten
17
DOI
10.3726/PR032025.0031
Erscheinungsdatum
2025 (August)
Schlagworte
unaufmerksamkeit kategorie skizze fundament
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Josephine Geisler (Autor:in)

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Titel: Unaufmerksamkeit als pädagogische Kategorie – leibphänomenologische Skizze auf philosophisch-anthropologischem Fundament