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Erlösung ± Terror. Heiner Müller und Pier Paolo Pasolini über Marxismus und Christentum

von Von Elena Stramaglia (Autor:in)
28 Seiten
Open Access
Journal: Jahrbuch für Internationale Germanistik Band 57 Ausgabe 1 Erscheinungsjahr 2025 pp. 79 - 106

Zusammenfassung

Die Geschichte des Urchristentums bietet merkwürdige Berührungspunkte mit der modernen Arbeiterbewegung. Wie diese, war das Christentum im Ursprung eine Bewegung Unterdrückter: Es trat zuerst auf als Religion der Sklaven und Freigelassenen, der Armen und Rechtlosen, der von Rom unterjochten oder zersprengten Völker. Beide, Christentum wie Arbeitersozialismus, predigen eine bevorstehende Erlösung aus Knechtschaft und Elend; das Christentum setzt diese Erlösung in ein jenseitiges Leben nach dem Tod, in den Himmel, der Sozialismus in diese Welt, in eine Umgestaltung der Gesellschaft. Beide werden verfolgt und gehetzt, ihre Anhänger geächtet, unter Ausnahmegesetze gestellt […]. Und trotz aller Verfolgungen, ja sogar direkt gefördert durch sie, dringen beide siegreich, unaufhaltsam vor.1

Details

Seiten
28
DOI
10.3726/JIG571_79
Erscheinungsdatum
2025 (September)
Schlagworte
erlösung terror heiner müller pier paolo pasolini marxismus christentum
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Von Elena Stramaglia (Autor:in)

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Titel: Erlösung ± Terror. Heiner Müller und Pier Paolo Pasolini über Marxismus und Christentum