Der Junge aus Duala zur Einführung: Entstehung, Genre, ästhetische Verfahren
24 Seiten
Open Access
Journal:
literatur für leser:innen
Band 47
Ausgabe 2
Erscheinungsjahr 2024
pp. 85 - 108
Zusammenfassung
Der Junge aus Duala ist ein Roman, der in Schule, Universität und Literaturgeschichte kaum präsent und derzeit nicht im Buchhandel erhältlich ist. Er markiert eine Lücke im Kanon – sowohl im deutschsprachigen Raum, wo die Auseinandersetzung mit Schwarzer Literatur noch oft als Aufgabe einer sogenannten Auslandsgermanistik betrachtet wird, als auch innerhalb der Black German Studies, die sich vor allem in den USA etabliert haben. Dort setzt die Beschäftigung mit Schwarzer deutschsprachiger Literatur zumeist erst mit Farbe bekennen (1986), dem Gründungstext der afrodeutschen Bewegung, und mit den Gedichten May Ayims ein. Wie die Literaturwissenschaftlerin Jeannette Oholi betont, bieten „Wissenslücken“ im Kanon jedoch auch eine Chance: Sie regen dazu an, „über Wertungs- und Kanonisierungsprozesse in den Wissenschaften nachzudenken, darüber zu diskutieren und (gemeinsam) aktiv zu werden, diese zu schließen“. Diese Perspektive ist auch für unser Themenheft leitend: Wir möchten dazu beitragen, das „Verständnis Schwarzer deutscher Literatur [zu] erweitern und [zu] ‚verkomplizieren‘“, indem wir uns mit Dualla Misipos zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren entstandenem Roman einem frühen Werk dieser Literatur widmen.
Details
- Seiten
- 24
- DOI
- 10.3726/lfl.2024.02.01
- Open Access
- CC-BY
- Erscheinungsdatum
- 2026 (Februar)
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG