Vergangenheitsbewältigung und Vergeltung im Film von Oktay Mir-Qasim Sterben mit Revanche im historischen Kontext
20 Pages
Open Access
Journal:
Jahrbuch für Internationale Germanistik
Volume 58
Issue 1
Publication Year 2026
pp. 221 - 240
Summary
Die Gedächtnisforschung, nationale und kollektive Erinnerungsformen einerseits, individuelle Formen der Erinnerung andererseits, stellen in den letzten Jahrzehnten einen relevanten Untersuchungsgegenstand dar. Dabei spielt das Medium Film bzw. Kinofilm aufgrund seiner Anziehungskraft eine wichtige Rolle. Dies ist vornehmlich an der signifikanten Anzahl von Filmen zu erkennen, die sich mit diversen Formen der Erinnerung auseinandersetzen. Der Film zeichnet sich hierbei als relevante Ausdrucksform für kollektive Erinnerungen aus, da er u. a. einschneidende historische Ereignisse wie den Ersten und Zweiten Weltkrieg oder Flucht, Vertreibung und Exil thematisiert und somit als Medium im Rahmen der Vergangenheitsbewältigung anhand von audiovisuellen Erinnerungsprozessessen geschichtspolitische Diskurse entfachen, anregen oder aktualisieren kann. Erinnerungsfilme übernehmen dabei die Funktion eines Verbreitungsmediums des kollektiven Gedächtnisses. Fiktionale Spielfilme, Dokumentationen und Doku-Dramen verbreiten auf nationaler wie internationaler Ebene Repräsentationen der Vergangenheit.
Details
- Pages
- 20
- DOI
- 10.3726/JIG581_221
- Open Access
- CC-BY
- Publication date
- 2026 (May)
- Product Safety
- Peter Lang Group AG