Mediävalismus. Mediale Modellierungen der Mittelalterrezeption von 1500 bis zur Gegenwart
8 Seiten
Open Access
Journal:
Jahrbuch für Internationale Germanistik
Band 58
Ausgabe 1
Erscheinungsjahr 2026
pp. 279 - 286
Zusammenfassung
Zu den jüngeren Einsichten der Germanistik sowie der Kulturwissenschaften im weitesten Sinne zählt, dass ‚das‘ Mittelalter als (literarische) Epoche im Zuge von Rezeptions- und Aneignungsprozessen immer wieder neu konstituiert wird. Jede Zeit hat ihr ‚eigenes‘ Mittelalter, ob mit Otto Gerhard Oexle ‚nur‘ entzweit oder mit Umberto Eco sogar zehnfach aufgefächert zu lesen – dies gilt wissenschaftlich wie gesellschaftlich, politisch wie kulturell. Aus dieser Erkenntnis resultiert die Konsequenz, dass die Germanistik wie die kulturwissenschaftlichen Philologien insgesamt dem Fortwirken mittelalterlicher Themen, Stoffe und Texte seit 1500 neuerdings wieder verstärkt Beachtung schenken.
Details
- Seiten
- 8
- DOI
- 10.3726/JIG581_279
- Open Access
- CC-BY
- Erscheinungsdatum
- 2026 (Mai)
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG