Show Less
Restricted access

Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige

Ein Überblick über die Geschichte Deutschlands von den Anfängen bis zum II. Weltkrieg und Grammatikübungen

Sven-Ole Andersen

Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige bietet einen Überblick über die deutsche Geschichte in einfachen Texten und Grammatikübungen für die Lernstufen A2-B2, Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache. Es kann als Kursbuch benutzt werden oder als Zusatzmaterial. Es enthält einige Erklärungen in Englisch. Schüler und Studenten können somit ihr Wissen hinsichtlich deutscher Geschichte, Grammatik und Leseverständnis trainieren und verbessern.

Show Summary Details
Restricted access

„Die Stunde Null”—Deutschland seit dem Jahr 1945

Extract



Der Begriff „Stunde Null” bezeichnet generell einen Anfangspunkt oder den Zeitpunkt des Neubeginns eines Zeitabschnittes. Im Hinblick auf die deutsche Geschichte war es der Zeitpunkt der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht.

Die Bevölkerung war am Ende des Krieges ohnmächtig, ungläubig und desillusioniert, denn der vorher von vielen Deutschen unterstützte Krieg war verloren, man musste in Trümmern leben und das Versorgungssystem war zusammengebrochen (Frings 227). Die deutsche Hauptstadt Berlin war, wie viele andere Städte, so sehr zerstört worden, dass ausländische Reporter berichteten, ein Wiederaufbau der Stadt wäre unmöglich oder würde sich nicht lohnen. Durch die Armeen der Siegermächte wurde versucht, eine Notversorgung mit Lebensmitteln aufrecht zu erhalten. Diese Siegermächte übernahmen gleichzeitig die politische Verantwortlichkeit durch Notstandsgesetze. Berlin war in vier Besatzungszonen eingeteilt, in denen sich die Sowjetunion, die U.S.A., England und Frankreich in ihren jeweiligen Zonen die Regierungs- und Verwaltungsgewalten teilten.←89 | 90→

Ein Großteil der Bevölkerung hatte durch die Kämpfe und Bombardements sein „Dach über dem Kopf” verloren und ganze Straßenzüge waren verschüttet. Dazu kam, dass Männer fehlten, denn viele waren getötet worden oder waren Kriegsgefangene der Alliierten. Die Heldinnen dieser Zeit waren die Frauen, die sich durch harte, beschwerliche Arbeit aktiv an den Aufräumarbeiten beteiligten. Im kollektiven Nachkriegsgedächtnis der Deutschen sind sie als Trümmerfrauen unsterblich verankert. Sie waren es zum größten Teil, die den Schutt mit Karren davon...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.