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Modern German Plays

An Advanced German Textbook

Peter Yang

Modern German Plays: An Advanced German Textbook utilizes some of the most famous modern plays written in German as vehicles to teach German language, literature, and culture. The featured works are The Three-Penny Opera, The Devil’s General, Caucasian Chalk Circle, The Chinese Wall, Visit, A Sports Play, and Innocence. The authors of these masterpieces include not only world-renowned dramatists such as Brecht, Zuckmayer, Frisch, and Dürrenmatt but also such celebrated contemporary female playwrights such as Nobel-laureate Jelinek and Loher.
Designed to meet the instructional needs of advanced German courses, this volume combines a number of pedagogically proven foreign language teaching and learning strategies, primarily the communicative approach and the three-stage reading strategy. The organization of the featured plays by chapter provides the instructor with not only a welcome teaching and learning resource but also a convenient and flexible course management tool so that each instructor can decide how many plays to include in the syllabus and how to proceed in covering the plays.
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Kapitel 6: Ein Sportstück

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Leben und Werk von Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek wurde am 20. Oktober 1946 in Mürzzuschlag, einem Städtchen im Nordosten der Steiermark (Österreich), geboren. Ihre Mutter Olga, geb. Buchner, stammt aus einer wohlhabenden Familie in Wien und war längere Zeit als Buchhalterin tätig. Ihr Vater Friedrich Jelinek war tschechisch-jüdischer Abstammung. Während der Nazi-Zeit konnte er wegen seiner Forschungsarbeit in der Kriegsindustrie als Chemiker den Holocaust überleben. Aber ab den 50er Jahren wurde er zunehmend psychisch krank. Daran starb er 1969 in einer psychiatrischen Klinik.

Mit der Mutter wuchs Elfriede Jelinek in Wien auf. Dort ging sie zuerst in einen katholischen Kindergarten und dann in eine Klosterschule. Diese Zeit schilderte sie später in einem Aufsatz als eine durchaus schlechte Erfahrung („In die Schule gehen ist wie in den Tod gehen“). Die Nonnen glaubten, dass das Schulmädchen in der Schule hyperaktiv war. Deshalb musste sie zur Kinderpsychiatrie gehen, die glücklicherweise ihr Verhalten nicht als abnormal betrachtete.

Auf Wunsch der Mutter fing Jelinek mit 13, noch während der Schulzeit, an, parallel zur Schulbildung Klavier, Orgel, Blockflöte und später auch Kompositionslehre am Wiener Konservatorium zu studieren. Nach ihrer Matura (österreichisch: Mittelschulabschluss, Abitur) am Albertsgymnasium im Jahre 1964 setzte Jelinek ihr Musikstudium fort und studierte gleichzeitig an der Universität Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Aber wegen ihrer psychischen Erkrankung musste sie 1967 ihr Studium abbrechen und ein Jahr lang völlig isoliert zu Hause bleiben. Im...

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