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Mission écologie/Auftrag Ökologie

Tensions entre conservatisme et progressisme dans une perspective franco-allemande/Konservativ-progressive Ambivalenzen in deutsch-französischer Perspektive

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Edited By Olivier Hanse, Annette Lensing and Birgit Metzger

Au XXe siècle, l’écologie est devenue, en France comme en Allemagne, un sujet social et politique de premier ordre. Quelle place occupent les divers acteurs, leurs idées et leurs modes d’engagement dans le paysage politique allemand et français ? Quels rapports entretenaient-ils ? Dans quelle mesure les débats sur le positionnement difficile de l’écologie politique sur l’axe traditionnel gauche-droite aboutissent-ils à des prises de position différentes en France et en Allemagne ? Ces questions sont au centre des contributions de cet ouvrage, qui s’inscrit dans une approche transnationale de l’histoire environnementale du XXe siècle et inclut dans sa réflexion, en plus des mouvements et partis politiques, des modes d’expression et d’engagement comme le syndicalisme, la culture du corps, la naturopathie et l’agriculture biologique.

 

Im 20. Jahrhundert wurde die Ökologie in Frankreich wie in Deutschland zu einem zentralen politischen und gesellschaftlichen Thema. Wie lassen sich die unterschiedlichen Akteure, ihre Ideen und Handlungsweisen in den politischen Landschaften in Deutschland und Frankreich verorten? Wie bezogen sie sich aufeinander? Inwiefern rufen die Debatten zur schwierigen Verortung der politischen Ökologie im Rechts-Links-Schema in beiden Ländern unterschiedliche Stellungnahmen hervor? Diese Fragen stehen im Zentrum dieses Bandes, der sich einer transnationalen Umweltgeschichte im 20. Jahrhundert verschreibt und über die politischen Bewegungen und Parteien hinaus vielfältige Ausdrucks- und Handlungsformen wie die Gewerkschaften, die Körperkultur, die Naturheilkunde und die biologische Landwirtschaft miteinbezieht.

 

 

 

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Klimaschutz im Spannungsfeld politischer Ideologien (Anne Kroh)

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Klimaschutz im Spannungsfeld politischer Ideologien

Anne KROH*

Gleichheit als universelles Kriterium zur Unterscheidung von «links» und «rechts»?

Vor allem seit dem Erscheinen von Norberto Bobbios «Destra e sinistra. Ragioni e significati di una distinzione politica» (1994)1 gilt die Haltung zur Gleichheit als weitestgehend universelles Disktinktionsmerkmal zwischen linken und rechten Ideologien. Ausgehend von Bobbio und präzisiert mit Ausführungen weiterer AutorInnen2 soll im Folgenden angenommen werden, dass linke Ideologien auf intra- und intergenerationeller Ebene von der ← 279 | 280 → Gleichwertigkeit allen menschlichen Lebens, der Gleichheit der Menschen in ihren Wesensmerkmalen und/oder der sozialen Konstruktion gewisser Ungleichheiten ausgehen. Der linke Egalitarismus spricht daher universalistisch allen Menschen die gleichen moralischen Grund- und Menschenrechte zu, mindestens aber das Recht auf körperliche Unversehrtheit (dem «Kern des Menschenrechtskanons»)3 und das gleiche Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Linke Ideologien eint der Wunsch, dass diese Rechte keinem Menschen verwehrt bleiben. Rechte Nicht-Egalitarier akzeptieren dagegen «natürliche» Ungleichheiten zwischen Menschen und/oder relativieren im Extremfall die Gleichwertigkeit beziehungsweise die Gleichheit der Menschen in ihren Wesensmerkmalen. Sie sprechen nicht universalistisch, sondern vor allem partikularistisch einer konkreten Gruppe (wie der eigenen Nation) bestimmte Rechte zu oder gewichten zumindest deren Interessen und Wohlergehen stärker als die Interessen anderer Gemeinschaften. Linke Egalitarier zeigen im Sinne von Hans Jonas die Bereitschaft, eine «totale Verantwortung» beziehungsweise eine «Fernverantwortung» zu übernehmen, also «eine rollenübergreifende Verantwortung des Fremden für den Fremden, des Staatsmanns für die Völkergemeinschaft und der Gegenwärtigen für die...

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