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Bauen und Erhalten in al-Andalus

Bau- und Restaurierungspraxis in der Moschee-Kathedrale von Córdoba

Francine Giese

Die Moschee-Kathedrale von Córdoba zählt zu den Hauptwerken spanisch-islamischer Architektur und markiert als erster Monumentalbau von al-Andalus den Beginn einer der fruchtbarsten Phasen westislamischer Architektur. Welches sind die bautechnologischen Merkmale des Baus und wie ist er innerhalb der islamischen Architektur zu verorten? Welche Veränderungen durchlief die umaiyadische Hauptmoschee von Córdoba nach ihrer Weihung zur Kathedrale im Jahre 1236 und inwiefern beeinflusste diese neue Nutzungsphase die Denkmalpflegestrategien des 19. und 20. Jahrhunderts? Eine kritische Untersuchung der Bau- und Restaurierungspraxis in der einst wichtigsten Moschee des islamischen Westens bietet neue Erkenntnisse zur Architektur von al-Andalus und dem nicht immer einfachen Umgang Spaniens mit seinem islamischen Erbe.

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Danksagung

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Die vorliegende Studie wurde im November 2015 an der Universität Bern als Habilitationsschrift im Fach Kunstgeschichte angenommen und präsentiert die Ergebnisse einer Spurensuche, die Jahre zuvor begonnen hat. So liess die im Rahmen früherer Projekte zur islamischen Architektur von al-Andalus festgestellte Problematik denkmalpflegerischer Eingriffe in die Originalsubstanz den Wunsch aufkommen, die nach der Rückeroberung umgenutzten Bauten von Córdoba, Zaragoza, Sevilla oder Granada einer detaillierten Analyse ihrer nachislamischen Erhaltungsgeschichte zu unterziehen – ein Vorhaben, das sich als sehr ambitioniert herausstellen sollte und mein bautechnologisches Wissen und meine archivarische Gründlichkeit herausforderte. Gleichzeitig erschlossen sich mir die untersuchten Bauten von einer ganz neuen Seite: nicht nur die spanische Geschichte schwankt zwischen transkultureller Heterogenität und monokultureller Homogenität, sondern auch der spanische Baubestand und die Valorisierung seiner historischen Phasen.

Das an der Abteilung für Architekturgeschichte und Denkmalpflege des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Bern angesiedelte Habilitationsprojekt „Bauen und Erhalten in al-Andalus“ wurde von 2006–2009 durch den Schweizerischen Nationalfonds, von 2009–2010 durch die Paul und Gertrud Hofer-Wild-Stiftung und von 2012–2013 durch die Gerda Henkel Stiftung grosszügig gefördert. Mein Dank gilt Bernd Nicolai, der das Projekt betreut hat, Dirce Marzoli, die mich während meines mehrjährigen Forschungsaufenthalts in Madrid an der dortigen Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts aufgenommen hat, Manuel Nieto Cumplido, der mir den Zugang zum Cordobeser Kathedralarchiv ermöglicht hat, Bárbara Jiménez Serrano, die mich bei meinen Recherchen im Archivo del Patronato...

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