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The Myth of the Orient

Architecture and Ornament in the Age of Orientalism

Edited By Francine Giese and Ariane Varela Braga

This volume commemorates the 160th anniversary of the Selamlik of Oberhofen Castle near Thun – one of the most significant Swiss Orientalist interiors, designed by the Bernese architect Theodor Zeerleder (1820–1868) – by presenting the latest research on the spectacular smoking room inspired by the luxurious reception halls in Cairo, which Zeerleder discovered during his travels to the East. At the same time, this collection of essays explores the significance of the famous city on the Nile as a privileged model for 19th-century architecture and ornamentation, bringing together papers by Mercedes Volait (Paris), Romain Siegenfuhr (Paris), Richard Parisot (Besançon), Elke Pflugradt-Abdel Aziz (Düsseldorf), Tarek Ibrahim (Berlin), Vincenza Garofalo (Palermo), Andrea Lermer (München), Rémi Labrusse (Paris), Ariane Varela Braga (Zürich), Leïla el-Wakil (Genève), Francine Giese (Zürich) and Annette Loeffel (Bern).

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Restaurierung des Selamlik im Schloss Oberhofen 2010-2013

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ANNETTE LOEFFEL

Der von 1853 bis 1855 im obersten Geschoss des Turms von Schloss Oberhofen entstandene Selamlik wurde von 2010 bis 2013 im Auftrag der Stiftung Schloss Oberhofen erstmals seit 1926 restauriert. Im Folgenden werden die umfassenden Instandsetzungsmassnahmen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt.

Die Gestaltung der Räume und die Polychromie der Architekturoberflächen entsprechen konzeptionell noch heute weitgehend dem Originalentwurf. Dies belegen Vergleiche mit erhaltenen Skizzen und Zeichnungen von Theodor Zerleeder1 sowie Befunde aus den Restaurierungsarbeiten. Nach der sorgfältigen Restaurierung vermitteln die fünf Raumkompartimente wieder einen authentischen Eindruck des ehemaligen Kairiner Empfangssaals2 Die ursprünglichen Deckenstuckaturen und Holzschnitzereien waren grösstenteils erhalten, Ergänzungen sowie die Übermalungen der Wände von 1925/26 orientierten sich sehr genau am Original:

Die augenfälligste Abweichung des aktuellen Raumes zu den Plänen ist in der Gestaltung des Bodens festzustellen. Theodor Zeerleder deutet zwar ornamentale Muster am Boden an, diese weichen aber erheblich von der heutigen Bodenbemalung ab. Es könnte sich dabei eher um Teppiche oder Läufer handeln, welche zwischen die Diwane und im Séparée gelegt werden sollten. ← 201 | 202 → Denn die Klinkerbereiche in allen Fensternischen sowie in den Räumen 82b und 82d werden nur rosa laviert dargestellt. Einzig auf einer Perspektivzeichnung ist im Raum 82b eine ornamentale Bemalung des Klinkers angedeutet. Die Diwane wurden zumindest im Raum 82c entsprechend der Pläne ausgeführt3.

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