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Nachhaltiger Konsum und Lebensstile in der Schweiz

Eine soziologische Betrachtung individueller Selbstwahrnehmung des «Lifestyle of Health and Sustainability»

Series:

Evelyn Markoni

Saisonales Gemüse aus dem Bioladen, Carsharing und Ökostrom: Konsumierende, die bewusst dem Leitbild der Nachhaltigkeit Genüge leisten wollen, verfolgen mit ihren Kauf- und Lebensstilentscheidungen ökologische und soziale Prinzipien.

Die Autorin setzt sich in ihrer Dissertation intensiv mit zentralen Fragen zum nachhaltigen Konsum und zu nachhaltigen Lebensstilen in der Schweiz auseinander. Dies in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität, da hier Konsumierende auf individueller Ebene grossen Einfluss nehmen können. Als Beispiel dienen die LOHAS, die als Einzelpersonen und als Gruppe für den Lifestyle of Health and Sustainability stehen. Deren Anspruch an einen nachhaltigen Konsum erforscht die Autorin anhand zahlreicher Interviews. Dabei geht es ihr um Vorstellungen, Verhaltensweisen und Widersprüchlichkeiten im Konsumverhalten. Diese sind oftmals auf individuelle Faktoren, strukturelle Gegebenheiten, aber auch auf geltende Konventionen zurückzuführen. Die LOHAS tragen so zu einem besseren Verständnis von einem breitenwirksamen Anspruch an einen nachhaltigen Konsum und nachhaltiger Lebensstile bei.

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6 Typenbildung

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Die Ansprüche hinsichtlich eines nachhaltigen Konsums meiner Experten bilden Leuchtturmthemen und ihre Motivation, nachhaltig zu konsumieren sowie das daraus resultierende Verhalten sind von unterschiedlichen Faktoren, die im vorherigen Kapitel beschrieben wurden, abhängig. Im Verlauf des Theoretical Sampling (vgl. Kap. 3.2.2) bildeten sich zusätzlich eindeutige, relevante Vergleichsdimensionen unter den Experten heraus, was ihr Verhalten strukturieren lässt und eine Typenbildung nach Kluge und Kelle (Kluge & Kelle, 1999) ermöglichte. Heterogen sind diese Typen bezüglich der Dimensionen Innovationspotential und Dogmatismus, beziehungsweise Pragmatismus gegenüber dem nachhaltigen Konsum. In einem nächsten Schritt habe ich die jeweiligen Fälle gruppiert und empirische Regelmässigkeiten analysiert, um daraufhin inhaltliche Zusammenhänge zu analysieren und die jeweiligen Typen bilden zu können (Kluge & Kelle, 1999). Schliesslich habe ich vier Typen gebildet und diese charakterisiert (Kluge & Kelle, 1999). Die einzelnen Stufen werden im Folgenden beschrieben.

6.1 Erarbeitung relevanter Vergleichsdimensionen

Die relevanten Vergleichsdimensionen für meine Typenbildung wurden im Rahmen des Theoretical Sampling, das ein Bestandteil der Grounded Theory ist (Glaser & Strauss, 1998), erarbeitet. Beim Fischen nach den nächsten Experten (vgl. Kap. 3.2.2) und dem Kategorienbildungsprozess wurden die Dimensionen Innovationspotential und der pragmatische, beziehungsweise dogmatische Umgang mit dem nachhaltigen Konsum und die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Experten innerhalb dieser Dimensionen ersichtlich. Diese Dimensionen, mit denen sich die Experten eindeutig abgrenzen lassen, sollen nun im Folgenden beschrieben werden. ← 181 | 182 →

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