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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Edited By Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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Die Rezeption des Volksbuches vom Doktor Faustus (Winfried Woesler)

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Die Rezeption des Volksbuches vom Doktor Faustus

Winfried Woesler (Osnabrück)

Zusammenfassung: Das Volksbuch „Historia von D. Johann Fausten“ erschien 1587, es verband das Teufelsbündner-Motiv mit dem historischen, legendenumwobenen Dr. Faustus. Diese literarische Figur wurde bis ins 20. Jahrhundert immer wieder neu gestaltet, z.B. von Marlowe, Lessing, Goethe, Heine, Lenau, Grabbe, Puschkin usw. Überaus folgenreich wurde die Rezeption von Goethes Drama. Ziel des Vortrages ist es jedoch, daneben die andauernde Nachwirkung des Volksbuches zu betonen. Während sich an Goethes Faust II die verhängnisvolle Idee des „faustischen“ deutschen Menschen festmachen konnte, räumten mit ihr Thomas Mann und Hanns Eisler radikal auf, wobei sie wieder verstärkt auf das Volksbuch zurückgriffen.

Stichwörter: Dr. Faustus; Volksbuch; Puppenspiel; Marlowe; Goethes Faust; Heines Tanzpoem; Eislers Libretto; Faustischer Mensch; „Untergang des Deutschtums“.

1. Zur Geschichte des Fauststoffes1

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