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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Edited By Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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„Der Doktor von Parisz“ feiert seine Urständ. Bidermanns Cenodoxus im Salzburger Gewand. Hugo von Hofmannsthals Aufzeichnungen zu einem Xenodoxus (Jean-Marie Valentin)

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„Der Doktor von Parisz“ feiert seine Urständ. Bidermanns Cenodoxus im Salzburger Gewand. Hugo von Hofmannsthals Aufzeichnungen zu einem Xenodoxus

Jean-Marie Valentin (Paris)

Zusammenfassung: Zum Hofmannsthalschen Programm für die Salzburger Festspiele gehörte auch das nie zu Ende geschriebene, aus lauter Notizzetteln bestehende Projekt eines Xenodoxus. Vorlage war die betont katholische Wiederaufnahme der Moralität (Everyman), die der Jesuitendramatiker Bidermann 1602 bzw. 1609 zur Aufführung gebracht hatte. Die Kontaminationen mit dem Fauststoff und Calderóns geistlichen Spielen ermöglichten dem österreichischen Dichter, die geistig-kulturelle Krise seiner Zeit im barocken Gewand zur Anschauung zu bringen. Der Beitrag versucht, diesen Umarbeitungsprozess zu kontextualisieren und in seiner Komplexität und Widersprüchlichkeit zu rekonstruieren.

Stichwörter: Salzburger Festspiele; Süddeutschland; Barockdrama; modernes „Mysterienspiel“; Krise der Moderne

Jaja, die lieben Dresdner […], sie wollen immer nur zurück. Neo-Gotik, Neo-Renaissance, Neo-Monarchien. Groß werden sie dort, wo sie etwas ‘wieder’ haben, wieder bauen können. Ihr Stil ist zusammengestohlen, eklektisch, nicht primär… und doch hat er etwas Eigenes im ganzen, und er ist auch liebenswert. Vielleicht ist das die Kunstausübung der Zukunft: Etwas noch einmal machen, wenngleich der Zeit tributzollend, wodurch das Gewesene doch ein heimlich Neues wird, womöglich auch in seinen Tiefen erkannt und somit gewürdigt werden kann. Eine Übersetzungs-Kunst, gewissermaßen… Sie verstehen ?1

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