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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Edited By Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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„Ich rede nach der Sechsischen cantzley.“ Zur Rezeption von Luthers Ausspruch in der sprachgeschichtlichen Forschung des 19. und des 20. Jahrhunderts (Federica Masiero)

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„Ich rede nach der Sechsischen cantzley“: Zur Rezeption von Luthers Ausspruch in der sprachgeschichtlichen Forschung des 19. und des 20. Jahrhunderts

Federica Masiero (Padova)

Zusammenfassung: Im Mittelpunkt des Beitrages steht die berühmte Tischredenstelle (WA, TR 2, Nr. 2758 a., b.), an der Luther über das von ihm gebrauchte Deutsch spricht. Ziel der Untersuchung ist es, einen Überblick über die Rezeption von Luthers Ausspruch in der sprachgeschichtlichen Forschung des 19. und des 20. Jahrhunderts zu geben. Ein solcher Überblick scheint besonders aufschlussreich zu sein angesichts der Vielfalt von Auslegungen, die der Ausspruch erfahren hat. In sprachgeschichtlichen Abhandlungen wird die Stelle oft als Argument für eine jeweils bestimmte These zur Rolle Luthers in der Entstehung bzw. Ausbildung der neuhochdeutschen Sprache angeführt, wobei die Vertreter der einzelnen Thesen häufig den Ausspruch sehr verschieden und teilweise sogar im Widerspruch zueinander auslegen. Der Beitrag soll vornehmlich zeigen, wie groß das Auslegungspotential des Ausspruches ist, welche Gemeinsamkeiten und Divergenzen zwischen den verschiedenen Interpretationen bestehen und welche Rolle der Ausspruch in der Argumentation für die verschiedenen Thesen spielt, die Luthers Sprachschaffen in die Geschichte der deutschen Sprache einzuordnen versuchen.

Stichworte: sächsische Kanzleisprache; Martin Luther; Geschichte der deutschen Sprache; Tischreden

1. Gegenstand und Ziel der Untersuchung

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