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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750) IV

Beiträge zur vierten Arbeitstagung in Palermo (April 2015)

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Edited By Laura Auteri, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

In Fortsetzung des Arbeitsprogramms der Forschungsgruppe widmet sich dieser Band einer ungewohnten Perspektive der Rezeptionsliteratur, nämlich der Aufnahme von historischen Figuren und literarischen Werken der frühen Neuzeit in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Von der Melusinenlegende bis zu den utopischen Entwürfen des 17. Jahrhunderts wird das Fortleben dieser Stoffe an zahlreichen Beispielen illustriert. Dabei stellt sich heraus, dass geeignete Figuren sehr häufig für die nationalistische Propaganda der Moderne instrumentalisiert werden.

Der Festvortrag von P. Andersen über die staufische Literatur enthält eine bemerkenswerte These zur Identität von Hartmann von Aue.

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Das Treffen in Telgte. Die tausend Wege der Rezeption, das Barock und die Postmoderne. Ein Essay (Fausto De Michele)

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Das Treffen in Telgte. Die tausend Wege der Rezeption, das Barock und die Postmoderne. Ein Essay

Fausto De Michele (Graz)

Zusammenfassung: Rezeptionsdynamiken kann man auf verschiedenen Ebenen beobachten und analysieren: sei es die Rezeption eines Werkes, einer Gattung, oder die von Protagonisten aus bekannten Werken – sogar die Rezeption von sehr bekannten Autoren als fiktionale Figuren kann betrachtet werden, weil sie von einer gewissen Aura umgeben sind. In der Erzählung Das Treffen in Telgte (1979) findet man eine interessante Konstellation von Rezeptionsrepertoire mit einem Fächer von verschiedenen Funktionen. Sie ist auch ein Paradebeispiel für die Bedeutung der Rezeptionsliteratur der Frühen Neuzeit für Bildung und Kultur.

Stichworte: Günter Grass; Hans Robert Jauß; Postmoderne; Barock; Gruppe 47; Rezeptionsliteratur der Frühen Neuzeit für Bildung und Kultur.

Rezeptionsdynamiken kann man auf verschiedenen Ebenen beobachten und analysieren: sei es die Rezeption eines Werkes, einer Gattung, oder die von Protagonisten aus bekannten Werken – sogar die Rezeption von sehr bekannten Autoren als fiktionale Figuren kann betrachtet werden, weil sie von einer gewissen Aura umgeben sind. Man denke an nicht besonders bedeutende Autoren, die jedoch interessante Biographien aufweisen, wie etwa Giacomo Casanova, oder an herausragende Autoren, die das kollektive Gedächtnis eines Jahrhunderts geprägt haben, wie Molière oder William Shakespeare. In der Erzählung Das Treffen in Telgte (1979) findet man eine interessante Konstellation von Rezeptionsrepertoire mit einem Fächer von verschiedenen Funktionen, die aus dieser Erzählung einen sehr interessanten...

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