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Das Leben in einem Rosa Licht sehen - Ver la vida de color de Rosa

Festschrift für Rosa Piñel.

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Edited By ISABEL GARCÍA ADÁNEZ, MARÍA JESÚS GIL VALDÉS, Paloma Sánchez-Hernández, Maria Luisa Schilling and IRENE SZUMLAKOWSKI MORODO

Rosa Piñel López es una pionera en la enseñanza, la investigación y la apertura de vías de difusión de la Filología Alemana en todas sus posibles facetas. Con este volumen colectivo, editoras y autores deseamos celebrar todos los vínculos, académicos y personales que nos unen con ella.

Este libro reúne treinta y una contribuciones internacionales organizadas en torno a los cuatro núcleos temáticos que constituyen los ejes principales de la investigación y la docencia de Rosa Piñel: lingüística alemana y didáctica del alemán; fraseología del alemán y del español; relaciones hispano-alemanas y estudios contrastivos e interculturales y, por último, publicidad y arte.

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Erinnern an „1937“. Günter Grass erzählt (nicht) vom Spanischen Bürgerkrieg

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Gemessen an dem, was deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller in den dreißiger Jahren an Zeugnissen über den Bürgerkrieg in Spanien zu Papier gebracht haben, ist die Anzahl an Texten, die sich im lebendigen literarischen Kanon gehalten haben, mehr als dürftig. Pendants zu Ernest Hemingway oder George Orwell sucht man in der deutschen Literatur vergeblich, obwohl sich mit Egon Erwin Kisch, Ludwig Renn sowie Klaus und Erika Mann durchaus auch einige prominente Namen auf der Liste derer befinden, die den Kriegsschauplatz aus eigenem Erleben gekannt und darüber geschrieben haben.

Autoren aus dem deutschen Sprachraum, die sich direkt vor Ort aufgehalten haben, sind auf beiden Seiten des politischen Spektrums zu finden. Diejenigen, die als Parteigänger Francos die Sache der Nationalisten im Dritten Reich propagandistisch hochleben ließen, sind längst im Orkus des Vergessens verschwunden – etwa Roland Strunk oder Edwin Erich Dwinger, beide als Kriegskorrespondenten in Spanien tätig. Für die Pflege jener Texte, die seitens der politischen Linken über den Spanischen Bürgerkrieg verfasst und zu einem großen Teil in der antifaschistischen Zeitschrift „Das Wort“ veröffentlicht worden waren, machte sich verständlicherweise die Germanistik der DDR stark (vgl. Caspar 1986). Den bekanntesten und nachhaltigsten literarischen Stellungnahmen, die den Spanischen Bürgerkrieg betreffen, ist wohl das Drama „Die Gewehre der Frau Carrar“ (1938) von Bertolt Brecht zuzurechnen, der sein Wissen darüber allerdings aus zweiter Hand schöpfen musste. Ansonsten ist dieser Konflikt in der deutschsprachigen literarischen Erinnerungskultur im Vergleich zum...

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