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Schweizer Kirchengeschichte – neu reflektiert

Festschrift für Rudolf Dellsperger zum 65. Geburtstag

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Edited By Ulrich Gäbler, Martin Sallmann and Hans Schneider

«Schweizer Kirchengeschichte – neu reflektiert» – unter diesem Titel vereinigt das vorliegende Buch die Vorträge des gleichnamigen Symposiums, das im November 2008 zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Rudolf Dellsperger in Bern veranstaltet wurde. Die Beiträge des Bandes widmen sich den neueren Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Schweizer Kirchengeschichte, dem der Jubilar in Forschung und Lehre in besonderer Weise verbunden ist. In Studien zu ausgewählten Fragen oder in Überblicken über breitere Themenkomplexe reflektieren sie den gegenwärtigen Stand der kirchengeschichtlichen Forschung in der Schweiz, richten den Blick auf weiterführende Ansätze und verweisen auf Desiderate und anstehende Aufgaben. Das Buch deckt dabei verschiedene Epochen sowie unterschiedliche Themenbereiche ab und dokumentiert damit zugleich den vielfältigen Charakter der Geschichte von Kirchen, Christentum und Religion in der Schweiz.

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MARIANO DELGADO «Die grösste Arbeit aber steht erst noch bevor …» Zur aktuellen Lage der Konzilsrezeption unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz 339

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MARIANO DELGADO «Die grösste Arbeit aber steht erst noch bevor …» Zur aktuellen Lage der Konzilsrezeption unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz Das Zweite Vatikanische Konzil fand vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 statt. Im Zentrum des Konzils, welches von der katholi- schen Kirche als das 21. Ökumenische Konzil angesehen wird, standen Veränderungen und Aktualisierungen (‹Aggiornamento›) im Kirchen- bild, im Amt und im Verhältnis der Kirche zur modernen Welt und den anderen Konfessionen und Religionen. Es wurde von Papst Johannes XXIII. (28.10.1958–3.6.1963) einberufen und nach dessen Tod 1963 durch Papst Paul VI. (21.6.1963–6.8.1978) fortgesetzt und beendet. «Die grösste Arbeit aber steht ihnen erst noch bevor: den Geist und die Dekre- te des Konzils in das Leben der Einzelkirchen umzusetzen.» So berichte- te Karl Hofstetter 1965 in der Schweizerischen Kirchenzeitung (SKZ)1 über den feierlichen Abschluss des Konzils, an dem 2908 Konzilsväter aus 134 Ländern teilgenommen hatten. In der Chronik zur Konzilseröff- nung hatte Johann Baptist Villiger 1962 in der SKZ festgehalten: Doch nicht die grosse Zahl der Bischöfe allein ist das Charakteristische des neuen Konzils, sondern vor allem die Universalität der Kirche, die dadurch zum Ausdruck kommt […]. Welch eine Wandlung hat sich hier seit dem Ersten Vatikanum voll- zogen!2 Das II. Vatikanum gilt als das bedeutsamste religiöse Ereignis des 20. Jahrhunderts. Mit ihm hat die katholische Kirche in den letzten 40 Jahren eine enorme – in der Religionsgeschichte beispiellose – Anstrengung unternommen, christliche Identität unter den...

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