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Der theoretische Raum der Wissenschaftssprache

Untersuchungen über die funktionale Konstitution einer Wissenschaftssprachtheorie und deren Anwendung in der Praxis

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Giancarmine Bongo

Welche sind die Bedingungen und Perspektiven der linguistischen Frage nach der Wissenschaftssprache? Was ist eigentlich im linguistischen Sinne «Wissenschaftssprache»? Die vorliegende Untersuchung geht von den vom Prager Funktionalismus geprägten Ursprüngen der Wissenschaftssprachbetrachtung aus. Sie bestimmt den spezifischen theoretischen Raum der Wissenschaftssprache und analysiert die Ergebnisse der bisherigen Forschung auf dem Gebiet des Deutschen als Wissenschaftssprache. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie des Wissens von Foucault bietet Lösungsansätze für konzeptuelle Schwierigkeiten und empirische Analysen. Eine funktionale Annäherung an die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen rundet die Untersuchung ab.

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Schlusswort 191

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191 Schlusswort Zur Konstitution einer Wissenschaftssprachtheorie: Eine erste Bilanz und weitere Perspektiven Die von der Prager Schule geprägten Ursprünge der Wissenschafts- sprachbetrachtung; das daraus ableitbare, grundlegende funktionale Koordinatensystem; die besondere Rolle, die innerhalb dieses Systems der zweiten Koordinate – der „Funktion der Wissenschaftssprache“ – zukommt; die Bestimmung eines fundamentalen Aspektes der Funk- tion der Wissenschaftssprache als „Optimierung“ der Darstellungsfunk- tion der Sprache (in Anlehnung an Bühler) und das gleichzeitige Auftauchen eines weiteren, ebenfalls unumgänglichen Aspektes der Funktion der Wissenschaftssprache, der sich im Rahmen der Wissen- schaftssprachforschung abzeichnet und im Rahmen der Wissenschafts- sprachforschung selbst wieder ausgeblendet wird; der Versuch, sich mithilfe einer Auseinandersetzung mit der „Archäologie des Wissens“ von Foucault einer Begriffsbestimmung dieses zweiten Aspektes der Funktion der Wissenschaftssprache zu nähern; schließlich die Ansätze einer funktionalen Betrachtung der Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen als Beispiel der praktischen Umsetzbarkeit der vorangegangenen theoretischen Überlegungen: Diese sind die Grund- elemente, die die Entwicklung der hier durchgeführten Untersuchun- gen über die linguistische Frage nach der Wissenschaftssprache charak- terisieren können. Sie weisen alle auf die Möglichkeit und zugleich auch auf die Notwendigkeit hin, dass nicht einfach bisher verborgene Bedingungen der Geschichte der Wissenschaftssprachforschung freige- legt oder bisherige Ergebnisse der linguistischen Arbeit in diesem Be- reich (am Beispiel des Deutschen als Wissenschaftssprache) hervorge- hoben bzw. kritisiert werden, sondern dass eine neue, eigenständige Wissenschaftssprachtheorie konstituiert wird. Die Linguistik verfügt bis dato über keine angemessenen Kategorien zur Erfassung und Beschrei- 192 bung der Komplexität des Ph...

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