Show Less

Patentschutz und Innovation

Eine ökonomische Analyse aus globaler und nationaler Sicht

Series:

Christoph Kilchenmann

Der Wohlstand von Nationen basiert auf deren Fähigkeit, innovative Produkte herzustellen: Nicht rohstoffreiche Länder gehören heute zu den wohlhabendsten, sondern Länder mit Erfindern und Unternehmen, die ihre Produkte ständig verbessern und mit neuen Funktionen versehen. Erfindungspatente gelten daher als wichtigstes Instrument der Wirtschaftspolitik, um Innovation zu fördern. Welche Bedeutung hat also das Patentrecht für das Wirtschaftswachstum? In Patentschutz und Innovation werden Wirkungen und Nebenwirkungen von Patenten analysiert und alternative wirtschaftspolitische Massnahmen – etwa staatliche Förderprogramme oder Innovationspreise – diskutiert. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen einer national orientierten Innovationspolitik in einem globalen Umfeld. Der Ruf nach einer Stärkung des Patenschutzes wie auch dessen Ausdehnung auf neue Gebiete, beispielsweise Softwareentwicklung oder Biotechnologie, wird unter diesem Aspekt einer vertieften Prüfung unterzogen. Der Autor erörtert Anreize und Verhalten von Erfindern, Unternehmen, Patentanwälten sowie des Patentamtes und der Justiz. Aus der Analyse leitet er Empfehlungen zuhanden der Wirtschaftspolitik ab.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

5 Empirie: Die Effektivität der Instrumente - 141

Extract

It is easy to lie with statistics – but easier to lie without them. C. Frederick Mosteller (1916–2006) Kapitel 5 Empirie: Die Effektivität der Instrumente 5.1 Eine methodische Vorbemerkung In diesem Kapitel wird anhand von makroökonomischen Daten die Rolle verschiedener wirtschaftspolitischer Instrumente zur Förderung der Inno- vation untersucht. Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Rolle dabei das Patentrecht einnimmt. Dazu wird eine Regression geschätzt, die die Höhe der Forschungsausgaben in den Industrieländern auf Variablen der nationalen Innovationspolitik zurückführt. Die wissenschaftstheore- tische Rechtfertigung für die Verwendung statistisch-ökonometrischer Modelle zur Überprüfung von makroökonomischen Hypothesen basiert auf einem Argument von Haavelmo (1944): Zwar sind die verwendeten Daten nicht im eigentlichen Sinne stochastisch, da es sich weder um eine Stichprobe noch um experimentelle Labordaten handelt, sondern im Prin- zip um die Messung der Grundgesamtheit. Makroökonomische Grössen sind jedoch Ausdruck und Folge von tagtäglichen Entscheidungen von Millionen Wirtschaftssubjekten, deren Aggregat durch zahlreiche Zufalls- 141 elemente charakterisiert ist. Eine makroökonomische Grösse entspricht daher in gewissem Sinne einer Variablen in einem Feldexperiment, dessen Rahmenbedingung für die Messung weit von Laborbedingungen entfernt ist. Im folgenden Abschnitt wird die Wahl der erklärenden Variablen be- gründet, danach werden die verwendeten Daten beschrieben, während der letzte Abschnitt die Ergebnisse der Regressionsschätzungen zusam- menfasst und würdigt. 5.2 Zur Wahl des Regressanden Endziel der Innovationspolitik ist die dauerhafte Erhöhung der Wachs- tumsrate. Um den Erfolg der Politik zu...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.