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Soziale Arbeit in Gesellschaft

Teil der Lösung – Teil des Problems?

Edited By Bernhard Haupert, Susanne Maurer, Sigrid Schilling and Franz Schultheis

Die tief greifenden sozialen und ökonomischen Veränderungen der europäischen Gegenwartsgesellschaften werfen verstärkt die Frage nach der Rolle der Sozialen Arbeit «in» der Gesellschaft und dem Verhältnis Sozialer Arbeit «zu» Gesellschaft auf. Dabei gilt es zu fragen, wie Soziale Arbeit disziplinär, professionell und institutionell auf die aktuellen gesellschaftlichen Prozesse reagiert, wie sie den vorherrschenden politischen und ökonomischen Diskursen begegnet und was sie ihnen womöglich auch entgegnet.
Auf welches gesellschaftstheoretische, professionstheoretische und berufsethische Fundament kann und will sich Soziale Arbeit im «neoliberalen» Zeitalter beziehen? Diese Frage wird in den Beiträgen dieses Buches vielfältig reflektiert.

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BERNHARD HAUPERT / SUSANNE MAURER /SIGRID SCHILLING / FRANZ SCHULTHEIS Resümee 213

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Resümee BERNHARD HAUPERT / SUSANNE MAURER / SIGRID SCHILLING / FRANZ SCHULTHEIS Dieser Sammelband thematisiert grundlegende sozialstrukturelle Veränderungen unserer Gegenwartsgesellschaften und deren Aus- wirkungen auf die Soziale Arbeit. Doch wie begegnet Soziale Ar- beit den aktuellen politischen und ökonomischen Entwicklungen und Diskursen? Welche Position nimmt Soziale Arbeit also „in“ und „zu“ Gesellschaft ein, und welche sollte oder könnte sie gemäss ihren eigenen Ansprüchen einnehmen? Die verschiedenen Beiträge zeigen, dass sich die Binnenstruk- tur des Sozialen durch den neoliberalen Staat stark verändert hat. Der allmähliche Abbau sozialer Sicherung, damit verbunden eine wachsende Akzeptanz sozialer Ungleichheit, ein sich verändernder sozialer und ökonomischer Habitus und die drohende Einschrän- kung demokratischer Rechte sind dabei zentrale Befunde. Es kann tatsächlich von einer Transformation des Wohlfahrtsstaates gespro- chen werden. Soziale Arbeit ist durch diese Entwicklungen vor veränderte Ausgangslagen gestellt. Wie weit kann und sollte Soziale Arbeit – neben der praktischen Hilfe, die sie leistet und leisten muss – den status quo sowie die gesell- schaftlich vorgegebenen Rahmenbedingungen in Frage stellen und ihnen kritisch entgegentreten? Wie kann sie vermeiden in einer un- reflektiert-affirmativen Praxis aufzugehen, in der sie selbst auch aktiv Ordnungs-, Normalisierungs- und Kontrollfunktionen übernimmt? Wie kann Soziale Arbeit zu einer professionellen und gesellschaft- lichen Praxis werden, die „nicht dermassen regiert“? In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Widersprüche und Spannungen sowie ausgeprägter Prekarisierung breiter Bevöl- kerungsschichten droht immer die Gefahr, dass die Opfer dieser 214 Entwicklungen neben ihren materiellen Mangellagen und Nöten obendrein...

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