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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Frieder Nake Pinsel, Bleistift, Schere, Lasso und der ganze Werkzeugkasten: Instrument als Medium 141

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141 Frieder Nake PINSEL, BLEISTIFT, SCHERE, LASSO UND DER GANZE WERKZEUGKASTEN: INSTRUMENT ALS MEDIUM Es kann ja keine Frage sein: ein Programm wie Adobe Photoshop ist zu- nächst einmal ein Instrument: ein Mittel zum Zweck. Sein instrumentaler Charakter wird dadurch verstärkt, dass es einen Quasi-Standard der algorith- misierten Bearbeitung von bildlichen Vorlagen darstellt. Kaum eine Frage kann es aber auch sein, ob Photoshop nicht auch Me- dium sei: ein Vermittler zwischen meiner Absicht und meiner Tat. Mit Pro- grammen wie Illustrator, InDesign, Director, Flash und ähnlich komplexer Software teilt es solche mediale Eigenschaft. Stünden diese Feststellungen nun in Widerspruch zu einander? Oder ge- rade nicht? Ist Medium nicht immer auch Instrument und umgekehrt Instru- ment nicht immer auch Medium? Eine weitgehende Verwandtschaft von Instrument und Medium rechtfertigen zu wollen, wäre die schlimmste Auf- gabe nicht. Und doch ist es nützlich, in unserem Zusammenhang den Unter- schied zu betonen. Auf der naiven Ebene, die wir uns hier einleitend gestat- ten wollen, soll Instrument ein Mittel sein, mit dessen Hilfe ich auf einen Gegenstand einwirke, um ihn zu verändern. Medium hingegen soll ein Mittel sein, durch das ich mit einem Anderen in Verbindung trete. Die mediale Verbindung lässt die beiden Verbundenen intakt, die instrumentale Verände- rung überführt den einen der beiden in einen veränderten Zustand. Im Zusammenhang dieses Sammelbandes möchte ich in diesem Beitrag das Instrument als Medium betrachten. Mit einem Instrument – wie z.B. Hammer oder Saxophon – geht einer in dem...

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