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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Edited By Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Reiner Matzker Urbane Recherchen Kultur- und Medienvermittlung mit Bürgerbeteiligung 181

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181 Reiner Matzker URBANE RECHERCHEN KULTUR- UND MEDIENVERMITTLUNG MIT BÜRGERBETEILIGUNG Einleitung Die Trennung von Wissenschaft und Kunst entspringt oftmals einer ebenso reduzierten wie formalistischen Distinktion. Dass Wissenschaft Erkenntnis zum Inhalt habe und nicht subjektiv sei wie die Künste, die mit Einbildungs- kraft als von Emotionen geleiteter Ideenassoziation arbeiteten, wurde von unterschiedlicher fachlicher Seite immer wieder hervorgehoben. Doch auch die Wissenschaft ist von subjektiver Einstellung und Ideenassoziationen nicht frei. Und Objektivität erscheint im Grunde immer nur als Postulat oder Ergebnis von wissenschaftlichen Objektivierungsbemühungen. „Erkenntnis“ ist im umfassenderen Sinn einem Prozess unterworfen, der noch in seinen singulärsten Bereichen auf Formbildung und Gestaltung sowie auf angemes- sene Vermittlung angewiesen ist. Die Grammatik dieser wissenschaftlichen Ästhetik berührt interdisziplinär sämtliche um bessere Einsichten bemühten Bereiche, so auch den der Auseinandersetzung mit städtischer Kultur, mit Bildungsfragen und der besonderen Bedeutung, welche die Medien in die- sem Kontext gewonnen haben. Der Bremer Bewerbungsprozess um den Titel „Kulturhauptstadt 2010“ wurde innerhalb der Universität Bremen durch die Entwicklung einer jour- nalistischen Plattform begleitet. Die studentische „Redaktion: Kulturstadt“ reflektierte auf der Grundlage von Seminardiskussionen, Recherchen, Prä- sentationen und öffentlichen Veranstaltungen Perspektiven kultureller Stadt- entwicklung. Ziel war es, den Dialog um urbane Qualitäten und kulturelle Prozesse als Qualitätsmaßstab für eine Kulturhauptstadtbewerbung in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken und zu verstärken. Das zur Übung eingerichtete Teilprojekt stellte in einem zunächst als Laborsituation verstandenen Erfahrungszusammenhang die Kooperation zwischen Univer- sität, Hochschulen...

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