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Soziale Sicherheit im globalen Dorf

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Edited By Roland Sigg and Christina Behrendt

Es ist weitgehend anerkannt, dass mit Globalisierungsprozessen erhebliche Zwänge für die Entwicklung von Sozialleistungssystemen einhergehen. Die Internationalisierung der Wirtschaft hat einschneidende Konsequenzen für Arbeitsmärkte, die sich in vielen Ländern in der Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse sowie der Verschärfung von Einkommensungleichheit und sozialer Ausgrenzung manifestieren. Dieser Prozess wird begleitet von grundlegenden soziodemographischen Wandlungsprozessen, wie beispielsweise die Veränderung von Familienstrukturen, die Alterung der Bevölkerung und Migration. Während die Zunahme von Unsicherheit und sozialer Ausgrenzung den Bedarf nach sozialer Sicherheit erhöht, sehen Regierungen und Sozialversicherungsinstitutionen ihren finanziellen Handlungsspielraum in einer internationalisierten Wirtschaft eingeschränkt. Sowohl der öffentliche als auch der private Sektor bemühen sich, ihre Rollen neu zu definieren und dazu beizutragen, die Verantwortlichkeiten zwischen Staat, Markt, Familien und Individuen neu zu verteilen.
Dieses Buch untersucht die in einer globalisierten Welt wachsenden Herausforderungen für die soziale Sicherheit und analysiert nationale Anpassungsstrategien. Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf Programme der sozialen Sicherheit? Welche Strategien wählen Länder, um mit diesen Herausforderungen umzugehen und sich an die Zwänge einer globalen Umwelt anzupassen? Welche Rolle spielen nationale Institutionen in der Gestaltung dieses Anpassungsprozesses? Entstehen in diesem Kontext neue Risiken, und wie kann mit diesen am besten umgegangen werden? Welchen Beitrag kann schließlich die Forschung leisten, um die politische Debatte über die Legitimität der sozialen Sicherheit im Kontext einer sich globalisierenden Welt zu erhellen?

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Autorenverzeichnis IX

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Autorenverzeichnis Santiago Álvarez ist außerordentlicher Professor für öffentliche Finanzen an der Uni- versität Oviedo, Spanien. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Theorie der Besteuerung, öffentliche Sozialausgaben und Finanzföderalismus. Er hat mehrere Forschungsprojekte für die Fundación Banco Herrero und die Fundación BBV entwickelt und ist Autor zweier Monographien und zahlreicher Fachaufsätze. Zur Zeit arbeitet er als Forschungsdirektor für öffentliche Haus- halte und Ausgaben am Nationalen Institut für fiskalische Studien des spanischen Finanzministeriums (Madrid). Christina Behrendt arbeitet als freiberufliche Wissenschaftlerin und Beraterin für die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit in Genf. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kon- stanz, Deutschland, tätig. Ihre Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit Sozialpolitik und Einkommensverteilung in international vergleichender Perspektive, insbesondere in den Feldern Mindest- einkommenssysteme und Altersvorsorge. Helen Bolderson war Dozentin für Sozialpolitik in der politikwissenschaftlichen Fa- kultät der Brunel University, Vereinigtes Königreich. Seit ihrer Pensionierung arbeitet sie als Wissenschaftlerin an derselben Uni- versität und betreut zur Zeit ein EU-Projekt zur Behindertenpoli- tik und eine von der Nuffield Foundation geförderte Studie zur Geschichte des Konzepts der Behinderung im Vereinigten König- reich. Als Soziologin und Sozialpolitikexpertin hat Dr. Bolderson unter anderem in den Bereichen Theorie der Politikentwicklung, Institutionentheorie und vergleichende Politikwissenschaft veröff- fentlicht. Koen Caminada ist Assistenzprofessor für Volkswirtschaft am Institut für öffentli- che Finanzen der Juristischen Fakultät an der Universität Leiden, Niederlande. Seine Hauptforschungsgebiete sind soziale Sicherheit, Haushalts- und...

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