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Metaphysik zwischen Tradition und Aufklärung

Wolffs "theologia naturalis" im Kontext seines Gesamtwerkes

Juan Li

Das Buch ist die erste deutschsprachige Monographie zu Christian Wolffs Theologia naturalis, jenes letzten Teils seines großen metaphysischen Systems. Christian Wolff ist die zentrale Gestalt in der deutschen Aufklärung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Aus der Sicht seiner Gegner war Wolff nichts anderes als ein Fatalist, Deist und Atheist. Aber er fällt auch durch ausgeprägt konservative Züge auf, die sich in seinen metaphysischen und religionsphilosophischen Arbeiten zeigen. Wolff selbst hielt es für möglich, dass die Anwendung der philosophischen Methode auf die Theologie der christlichen Religion nicht schaden würde. Wie ist dies möglich? Die Autorin prüft Wolffs Wunderbeweis, seine Spinozismus-Kritik und seine Argumente für die natürliche und offenbarte Religion im Kontext seines Gesamtwerkes. Dies sind die Hauptthemen der damaligen philosophischen Auseinandersetzungen. Dadurch tritt der Charakter der Metaphysik Wolffs zwischen Tradition und Aufklärung in ein neues Licht.

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Inhalt

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Zusammenfassung..................................................................................... 5 Vorwort .................................................................................................... 11 Einleitung .................................................................................................15 I. Fragestellung und Forschungszustand ...............................................15 1. Fragestellung: Ambivalenz der natürlichen Theologie bei Christian Wolff ......................................................................... 15 2. Bisherige Erforschung der natürlichen Theologie von Christian Wolff ......................................................................... 22 II. Themen und Gliederung ................................................................... 28 Kapitel I. Wunder ................................................................................... 31 1 Die Wunderdebatte ............................................................................31 1.1 Die Wunderbegriffe bei Spinoza und Locke ............................ 35 1.2 Die protestantische Reaktion ................................................... 39 1.3 Kritik an Wolffs Wunderverständnis ........................................ 43 2 Erkenntnistheoretische Begründung der Gotteserkenntnis ................44 2.1 Philosophische Erkenntnis ........................................................47 2.2 Ort der ‚willkürlich‘ konstruierten Begriffe .............................63 2.3 Poppos Kritik und Wolffs Antwort auf die Methodenkritik ..... 68 3 Innerliche Möglichkeit des Wunders ................................................ 73 3.1 ,Willkürliche‘ Konstruktion eines möglichen Wunderbegriffs .........................................................................74 3.2 Wiederherstellungswunder als Abrundung des Wunderbegriffs...........................................................................80 3.3 Das Problem der Verletzung des Prinzips der Sparsamkeit ..... 83 8 4 Äußerliche Möglichkeit des Wunders ...............................................86 4.1 ,Willkürliche‘ Konstruktion eines möglichen Gottesbegriffs .............................................................................88 4.2 Deduktion der dem Gottesbegriff eigentümlichen Attribute .................................................................................100 4.3 Der apriorische Beweis des Zwecks des Wundermachens .....116 5 Nutzen der apriorischen Erkenntnis des Zwecks des Wundermachens ........................................................................123 Zusammenfassung................................................................................. 129 Kapitel II. Autonomie der Moral ............................................................131 6 Möglichkeit der moralischen Handlung (Theorie) ......................... 134 6.1 Erklärung des Mitwirkens Gottes beim Handeln des Menschen in der Theologia naturalis.............................. 134 6.2 Natürliche Freiheit des Menschen ......................................... 141 6.3 Erkenntnis der Richtigkeit der Handlung als Kriterium zur Beurteilung der Gültigkeit des göttlichen Gesetzes ........ 145 6.4 Autonomie der Moral .............................................................152 7 Wirklichkeit der moralischen Handlung (Praxis) ........................... 156 7.1 Methodologische Überlegungen zur Lösung des Problems.......................................................................... 157...

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