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Morgen-Glantz – 26/2016

Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft

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Edited By Bernhard Jahn and Irmgard Scheitler

Der vorliegende Band 26 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 25. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft vom 19.–21. Juni 2015 in Sulzbach-Rosenberg gehalten wurden. Thema der Tagung war: Nicht-aristotelisches Theater in der Frühen Neuzeit. Es werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen im Band veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

Die Zeitschrift Morgen-Glantz, deren Name dem bekanntesten Kirchenlied des Christian Knorr von Rosenroth entlehnt ist (Morgenglanz der Ewigkeit), versteht sich als Forum für wissenschaftliche Beiträge zu Leben und Werk des Autors sowie zu all den Gebieten, die Christian Knorr von Rosenroth mit Interesse verfolgte, also von der deutschen Literatur bis zur Judaica, von der Hofkultur zur Theologie und von der Musik bis zur Geschichte der Naturwissenschaften.

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„Theatralische SittenLehre“ jenseits des Aristotelismus. Christian Weise spiegelt die „menschliche Beschaffenheit“ (Arnd Beise)

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235„Theatralische SittenLehre“ Arnd Beise „Theatralische SittenLehre“ jenseits des Aristotelismus. Christian Weise spiegelt die „menschliche Beschaffenheit“ „Neues haben wir alle Tage gnug / es wäre zu wünschen / daß auch viel Gutes dabey wäre.“ Weise: Curieuser Körbelmacher V, 11 „Wir nennen manches unglücklich / welches GOTT zu unsern besten geschehen lässet.“ Weise: Der keusche Joseph V, 22 Als eines der jüngsten Beispiele nicht-aristotelischer Dramatik fand sich bei der Bestandsaufnahme der Bibliotheca Sulzbaco-Palatina von 1734 (Abb. 1) auch die Erstausgabe eines der späten Dramen des berühmtes- ten Rektors des Zittauer Gymnasiums, nämlich Christian Weisens Curi- euser Körbelmacher / Wie solcher auff dem Zittauischen Theatro den 26. Octobr. MDCCII. von Etlichen Studirenden præsentiret worden. Welches Interesse der Sulzbacher Hof an diesem Werk Christian Weises (1642-1708) nahm und wie es in die Bibliothek kam, muss offen bleiben. Vielleicht hatte Johann Jakob von Hartig (1639-1718), seit 1685 Bürgermeister von Zittau und als solcher gut mit Weise bekannt, das Werk nach Sulzbach vermittelt. Hartig war seit seinen Studientagen mit Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689) verbunden und erwähnt in einem Brief aus dem Jahr 1690 „den guten Freund zu Sulzbach“,3 womit 1 Christian Weise: Sämtliche Werke. Hg. von John D. Lindberg (bis 1988) bzw. Hans- Gert Roloff (ab 1991). 25 Bde. Berlin/New York 1971ff. (noch nicht abgeschlos- sen), Bd. 15: Schauspiele II, 1986, S. 269. Alle Zitate aus diesem Band werden im Folgenden direkt mit bloßer Seitenzahl nachgewiesen. 2...

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