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Munera Friburgensia

Festschrift zu Ehren von Margarethe Billerbeck

Edited By Arlette Neumann-Hartmann and Thomas Schmidt

Margarethe Billerbeck hat sich über Jahrzehnte hinweg unermüdlich für die Klassische Philologie eingesetzt. Generationen von Studenten der Fächer Latein und Griechisch hat sie als Ordinaria an der Universität Freiburg (Schweiz) nicht nur durch ihre wissenschaftliche Kompetenz und philologische Genauigkeit gefördert, sondern auch durch ihre grosse Menschlichkeit geprägt. Durch ihre zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen sowie ihre Tätigkeit als Herausgeberin wissenschaftlicher Reihen und ihren selbstlosen Einsatz für Institutionen und Projekte im Bereich der Altertumswissenschaften hat sie zugleich weltweit grosse Anerkennung erlangt. So verstehen sich diese Munera Friburgensia, von Kollegen am Institut für Antike und Byzanz, ihren Mitarbeitern und ihren Doktoranden zum Anlass ihres 70. Geburtstages verfasst, als ein Tribut der Freiburger Altertumswissenschaften an eine herausragende Wissenschaftlerin und Dozentin.
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Stephanos von Byzanz und seine Tätigkeit als Lexikograph

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← 88 | 89 →ARLETTE NEUMANN-HARTMANN

Was über Stephanos von Byzanz als Person bekannt ist, hat Margarethe Billerbeck im ersten Band ihrer Stephanos-Ausgabe in Form einer Testimoniensammlung zusammengestellt und in den Prolegomena diskutiert.1 Die meisten Testimonien stammen aus den Ethnika, dem einzigen Werk, das von Stephanos überliefert ist. Im Artikel Ἀνακτόριον (α 305 = T 1) erwähnt Stephanos Eugenios, der vor ihm die Kaiserliche Hochschule geleitet hatte,2 und im Artikel Βήθλεμα (β 84 = T 3) gibt sich Stephanos als Christ zu erkennen. Zusätzlich zu den Ethnika soll Stephanos τὰ τῶν Ἐθνικῶν προτεχνολογήματα, wohl eine Einleitung zu den Ethnika, sowie τὰ Βυζαντιακά, eine Geschichte von Byzanz, verfasst haben, wie den Artikeln Αἰθίοψ (α 124 = T 9) bzw. Γότθοι (γ 104 = T 11) zu entnehmen ist.3 Anhaltspunkte für die Datierung der Ethnika finden sich in drei Einträgen: Im Artikel Θεούπολις (θ 25 = T 4) steht, dass Justinian Antiocheia nach einem Erdbeben den Namen Theupolis gab; da sich das Erdbeben am 29. November 528 n. Chr. zutrug, ergibt sich als terminus post quem für ← 89 | 90 →Stephanos’ Ethnika das Jahr 528 n. Chr.4 Auch der Artikel Συκαί (σ 311 = T 5) weist auf eine Abfassung nach Justinians Ernennung zum römischen Kaiser hin, ist dort doch festgehalten, dass Sykai während Stephanos’ Lebenszeit in Iustinianai umbenannt wurde.5 Den terminus ante quem liefert der Artikel Δαραί (δ 20 = T 6), in dem die 573 n. Chr. zerstörte Festung als stark gesichert bezeichnet wird.6 Stephanos dürfte die Ethnika somit um die Mitte des 6. Jh. n. Chr. unter Justinian I. (527–565) verfasst haben.7 Eine gekürzte Fassung...

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