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Munera Friburgensia

Festschrift zu Ehren von Margarethe Billerbeck

Edited By Arlette Neumann-Hartmann and Thomas Schmidt

Margarethe Billerbeck hat sich über Jahrzehnte hinweg unermüdlich für die Klassische Philologie eingesetzt. Generationen von Studenten der Fächer Latein und Griechisch hat sie als Ordinaria an der Universität Freiburg (Schweiz) nicht nur durch ihre wissenschaftliche Kompetenz und philologische Genauigkeit gefördert, sondern auch durch ihre grosse Menschlichkeit geprägt. Durch ihre zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen sowie ihre Tätigkeit als Herausgeberin wissenschaftlicher Reihen und ihren selbstlosen Einsatz für Institutionen und Projekte im Bereich der Altertumswissenschaften hat sie zugleich weltweit grosse Anerkennung erlangt. So verstehen sich diese Munera Friburgensia, von Kollegen am Institut für Antike und Byzanz, ihren Mitarbeitern und ihren Doktoranden zum Anlass ihres 70. Geburtstages verfasst, als ein Tribut der Freiburger Altertumswissenschaften an eine herausragende Wissenschaftlerin und Dozentin.
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Provinznamen und Augustae im spätrömischen Reich

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← 246 | 247 →CHRISTIAN R. RASCHLE

Die Verdoppelung der Anzahl der Provinzen und die sich anschliessende Bildung der Diözesen und Prätorianerpräfekturen ist die markanteste Verwaltungsreform des spätrömischen Reiches. Bei jeder Provinzteilung galt es dabei, die Frage nach der Benennung der neu entstandenen Einheiten zu lösen. In der hohen Kaiserzeit hatte man sich noch damit begnügt, vor allem ihre geographischen Eigenheiten, wie die Position der Provinzen im Verhältnis zum Lauf eines Flusses oder zur Stadt Rom mit superior und inferior (Germanien und Pannonien) oder citerior und ulterior (Hispanien) zu bezeichnen, oder ethnische Begriffe und städtische Zentren der Provinz als Namensgeber heranzuziehen (vgl. Mauretania Caesarensis und Mauretania Tingitana). Im spätrömischen Reich findet sich schliesslich die Durchzählung der Provinzen häufiger (vgl. Palaestina prima, Palaestina secunda und Palaestina tertia). Dass jedoch ein Teil der Kaisertitulatur im Namen der Provinz auftritt, ist eine Ausnahme. Der am besten dokumentierte Fall aus der Hohen Kaiserzeit ist die unter Caracalla eingerichtete Nova Provincia Antoniniana Hispania superior Callaecia. Der Grund für die Nennung des Kaisernamens war vorerst die Legitimierung des Eingriffs in die althergebrachten Herrschaftsstrukturen. Wie die inschriftlich überlieferten Namensformen der später unter dem Namen Callaecia bekannten Provinz nahelegen, wurde der Ehrentitel deshalb lediglich in der Anfangszeit beibehalten.1

← 247 | 248 →Eine über den Gründungsakt hinausgehende, dauerhafte Benennung einer Provinz mit dem Bestandteil des Namens eines Kaisers trat erst unter der ersten Tetrarchie auf. So richten Constantius Chlorus und Maximian im...

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