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Europäische Mehrsprachigkeit in Bewegung: Treffpunkt Luxemburg- Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

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Sabine Ehrhart

Wie sieht die Zukunft der Mehrsprachigkeit in Europa aus? Kann man Erfahrungen mit einem Typ der Mehrsprachigkeit in einem bestimmten geografischen, politischen und sozialen Kontext auf andere Situationen übertragen? Welche individuellen Wege zur Entwicklung und zum Ausbau von Mehrsprachigkeit begehen Lerner je nach Alter und Erfahrung? Wie können Lehrer und Dozenten in Lehrerbildungsprogrammen dazu beitragen, dass ihre Schüler und Studierenden leichter auf andere Sprachen und Kulturen zugehen? Wie können wir eine Arbeitsumgebung gestalten, die kulturelle und sprachliche Vielfalt als Chance ansieht?
Il n’y a pas un plurilinguisme au Luxembourg, mais de multiples façons de définir la richesse en langues et cultures, en fonction des biographies langagières et des trajectoires de vie de tout chacun. Cette vision intégrée des langues et cultures est assez exceptionnelle à l’échelle européenne et il nous a semblé que certains aspects de ce modèle luxembourgeois pourraient être utiles à d’autres pays qui cherchent des moyens d’augmenter leur cohésion sociale. D’une manière pratique, le lecteur est sollicité de mettre en œuvre cette gestion de la diversité en accueillant ce recueil de textes en trois langues qui correspondent entre elles par les contenus, mais pour lesquels il doit lui-même construire les ponts de compréhension interlinguistique.
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Sprachbewusstsein und regionale Identit�t in Ost-Lothringen: Gero Hemker

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GERO HEMKER

Sprachbewusstsein und regionale Identität in Ost-Lothringen

1.Sprachbewusstsein und regionale Identität in Ost-Lothringen: Hintergründe

Dieser Artikel behandelt die im Osten des heutigen französischen Départements Moselle gesprochene Regionalsprache, bei der es sich aus wissenschaftlicher Sicht um mehrere zur fränkischen Dialektgruppe gehörende, untereinander weitestgehend verständliche Varietäten des westmitteldeutschen Dialektkontinuums handelt, für die Sprecher selbst jedoch um eine identitätsstiftende Sprache. Es wird unter anderem herausgearbeitet werden, dass bereits eine Namensgebung dieser Regionalsprache nicht selbstverständlich ist. Zu den gebräuchlichsten Eigenbezeichnungen gehören jedoch francique [lorrain] und platt [lorrain]. (Lösch 1997: 1)

Eine intensivere Beschäftigung mit dieser Region erscheint vor dem Hintergrund einer speziellen Sprachkontaktsituation (Französisch als offizielle Sprache, Standarddeutsch in nächster Nähe) besonders interessant. Es handelt sich beim fränkisch-sprachigen Ost-Lothringen nur um einen Teil des französischen Départements Moselle, der weder über eine genormte Bezeichnung noch über ein politisches, kulturelles oder wirtschaftliches Zentrum verfügt. Ausgehend von der objektiven – durch eine örtlich begrenzte wissenschaftliche Untersuchung (Dörner 2011) untermauerte – Beobachtung, dass der Gebrauch dieser Regionalsprache seit Jahrzehnten rückläufig ist und zunehmend nur noch von älteren Sprechern verwendet wird, darf angenommen werden, dass die Sprache aus Mangel an nachwachsenden Sprechern in einigen Jahrzehnten möglicherweise aufhört, als Alltagssprache zu existieren und nur noch als kulturelles Artefakt in ← 35 | 36 → Form von Liedern, Geschichten und Gedichten tradiert wird. Hier setzen jedoch sowohl private als...

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