Show Less

August Rauschenbusch (1816-1899)

Ein Pionier der deutschen Baptisten in Nordamerika

Series:

Andreas Schumacher

Der vorliegende Band der Reihe «New German-American Studies» erörtert anhand der Lebensgeschichte des gebürtigen Westfalen August Rauschenbusch und unter Anwendung gängiger Methoden der deutsch-amerikanischen und transatlantischen Geschichtsschreibung das Schicksal eines deutschen Amerikaauswanderers im 19. Jahrhundert. August Rauschenbusch migrierte 1846 als protestantischer Missionar nach Missouri und hatte später eine angesehene Stellung als Professor und Ausbilder von Predigern an einem deutschsprachigen theologischen Seminar im Staat New York inne.
Der Verfasser rückt durch seine Untersuchung der Biographie eines deutschen Theologen und Einzelauswanderers in den USA heute vergessene oder bisher weitgehend vernachlässigte Forschungsfelder deutsch-amerikanischer Geschichte wieder ins Bewusstsein.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3. Studium in Berlin (1834–1836) und Bonn (1837–1839) 39

Extract

Kapitel 3 Studium in Berlin (1834–1836) und Bonn (1837–1839) 3.1. Berlin Ende April 1834 begann August Rauschenbusch sein Theologiestudium in Berlin, das sich über 4 Semester ausdehnte.1 Die ersten Monate ließ der junge Student ziemlich geruhsam angehen. Er schreibt darüber selbst: Im ersten Semester habe ich die Collegia leider sehr wenig besucht, sondern gab mich ganz dem studentischen Leben hin. Ich brachte viele Stunden in dem Königlichen Museum zu und genoß mit vollen Zügen die reichen ästhetischen Anregungen Berlins. Auf dem Fechtboden lernte ich den Schläger führen, in der Pfuelschen Schwimmanstalt lernte ich zuerst die edle Kunst des Schwimmens und avancierte zum „Fahrtenschwimmer“. Auch das Turnen trieb ich mit Begeisterung.2 In der Universitätsstadt kam der junge August auch mit der Burschenschaft in Berührung, trat aber keiner Verbindung bei. Rauschenbuschs Freundschaft mit dem späteren Revolutionär und Züricher Professor Gottfried Kinkel3 war unter anderem auch durch die Bekanntschaft der Väter der beiden gün- stig beeinflusst worden. Obwohl sich die Wege der beiden Männer bereits im Spätsommer 1835 wieder trennten, blieb die Freundschaft jahrzehntelang 1 Vgl. Rauschenbusch, Leben und Wirken, S. 32; 34. 2 Rauschenbusch, Leben und Wirken, S. 34; vgl. S. 47. 3 Der Pastorensohn Gottfried Kinkel (1815–1882) begann sein Theologiestudium in Bonn am 19. Oktober 1831. Zur Biographie Kinkels vgl. Maußer, Otto: Kinkel, Gottfried. In: ADB. 55 (1910), S. 515–528. 40 Kapitel 3 bestehen. In Bonn4 und Amerika liefen sich die beiden...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.