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Feuchtwanger und Exil

Glaube und Kultur 1933-1945. «Der Tag wird kommen»

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Edited By Frank Stern

Der vorliegende Band versammelt Forschungsbeiträge und Diskussionsergebnisse der Internationalen Konferenz Exil – Glaube und Kultur: 1933-1945. «Der Tag wird kommen» (Lion Feuchtwanger), die im Frühling 2009 an der Universität Wien von der International Feuchtwanger Society und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien (Schwerpunkt für Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte) veranstaltet wurde. Ausgehend vom Leben und Werk Lion Feuchtwangers hatte die Konferenz zum Ziel, anerkannten Forschungsarbeiten sowie neuen Theorieansätzen in der Exilforschung einen Rahmen zu geben.
Diesem Anspruch folgend widmet sich die Publikation in einem ersten Teil Lion Feuchtwangers persönlicher und schriftstellerischer Auseinandersetzung mit «Exil» als Lebensform wie auch als philosophisch-intellektuellem Begriff. Der zweite Teil befasst sich mit intellektuellen, poetischen, politischen sowie religiösen Auseinandersetzungen mit dem «Exil» in Leben und Werk von SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und Intellektuellen. Die Beiträge im dritten Teil finden ihren Schwerpunkt in der Erforschung und Verarbeitung von «Exil» im Leben und Werk exilierter MusikerInnen wie z. B. Hanns Eisler und Eric Zeisl und Theatergrößen wie Hans Wengraf und Bertolt Brecht, oder Filmschaffenden wie Arthur Gottlein und William Dieterle.
Der Band führt unterschiedliche Forschungsprojekte und -ansätze der gegenwärtigen internationalen Exilforschung im Dialog um Lion Feuchtwanger zusammen.

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Marcus G. Patka - Lion Feuchtwanger und das deutschsprachige Exil in Mexiko - 57

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MARCUS G. PATKA Lion Feuchtwanger und das deutschsprachige Exil in Mexiko Am 9. Februar 1941 betraten Lion und Marta Feuchtwanger mexikanisches Staatsgebiet, allerdings nur für einige Stunden, um durch die Wiederein- reise ein unbefristetes Besuchervisum in den USA zu erhalten. Ein längerer Aufenthalt erschien wenig attraktiv, denn Mexiko war im Vergleich zu den USA ein Exil zweiter Klasse, hierher fanden in erster Linie jene deutschen und österreichischen Kommunisten Zuf lucht, die aufgrund ihrer Parteizu- gehörigkeit keine Aufnahme nördlich des Rio Grande erfahren haben.1 Einige von ihnen waren mit Feuchtwanger aus Berlin und vor allem aus der Zeit des gemeinsamen Exils in Frankreich mehr oder weniger gut bekannt bis befreundet. Da sind an erster Stelle Egon Erwin Kisch und Anna Seghers zu nennen, die auch die Gallionsfiguren der Exilszene in Mexiko repräsentierten. In diese Kategorie ist auch Ludwig Renn zu zählen, auch wenn sein literarisches Werk in Mexiko genauso unbekannt war, wie das von Kisch und Seghers. Doch Renn hatte eine hohe Reputation in der 1 Wolfgang Kießling: Alemania Libre in Mexiko Bd. 1 u. 2. Ein Beitrag zur Geschichte des antifaschistischen Exils (1941–1946), Berlin: Akademie 1974; ders.: Brücken nach Mexiko, Berlin: Dietz 1989; ders.: „Partner im Narrenparadies“. Der Freundeskreis um Noël Field und Paul Merker, Berlin: Dietz 1996; Christian Kloyber: Österreichische Autoren im mexikanischen Exil 1938–1945. Ein Beitrag zur antifaschistischen österrei- chischen Literatur, Wien (Diss.) 1987; Marcus G. Patka: Zu nahe der Sonne. Deutsche Schriftsteller im Exil in Mexiko,...

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