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Körperschaftsteuerliche Verluste junger innovativer Unternehmen

Rechtliche und wirtschaftliche Analyse, Alternativen de lege ferenda

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Felix Klemt

Der Autor analysiert umfassend die Behandlung von körperschaftsteuerlichen Verlusten junger innovativer Unternehmen. Schwerpunkt ist hierbei die Thematik des Mantelkaufs, die insbesondere an der Norm des § 8c KStG aufgearbeitet wird. Weiterhin sind die steuerbilanzielle Verlustbehandlung, der Verlustvortrag sowie die Mindestbesteuerung Gegenstand der Untersuchung. Der Autor geht dabei auch auf die Entwicklung der Regelungen sowie die wirtschaftlichen Gesichtspunkte ein. Nach einem Überblick über die Vorgaben des Verfassungs- und Europarechts systematisiert und analysiert er mögliche Alternativen de lege ferenda. Berücksichtigt werden hierbei auch Vorschläge des Schrifttums und internationale Regelungen.

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III. Beteiligung durch eine WKBG-Gesellschaft

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Der unmittelbare Beteiligungserwerb nach § 8c Abs. 1 KStG an einer Zielgesellschaft i.S.d. § 2 Abs. 3 WKBG muss durch eine WKBG-Gesellschaft erfolgen, die nach § 1 Abs. 1 WKBG der formalen Anerkennung durch die BaFin bedarf. Hierfür muss eine Gesellschaft zahlreiche im WKBG aufgeführte Anforderungen erfüllen. Auf diese kann im Folgenden nicht eingegangen werden, da diese erstens formal die Ebene der Beteiligungsgesellschaft betreffen und nicht die in dieser Arbeit analysierte Ebene des jungen innovativen Unternehmens.664 Zudem sind die Anforderungen für die Anerkennung einer WKBG-Gesellschaft sehr komplex und haben zum Teil eine Zielsetzung außerhalb des in dieser Arbeit analysierten Steuerrechts.665

Stellvertretend und als Beispiel für die Praxisferne des WKBG soll daher lediglich im Überblick die wichtigste Anlagevorschrift des § 9 Abs. 1 Satz 1 WKBG dargestellt werden. Nach dieser müssen WKBG-Gesellschaften mindestens 70 Prozent ihres verwalteten Vermögens in Zielgesellschaften i.S.d. § 2 Abs. 3 WKBG investieren. Der Gesetzgeber wollte so sicherstellen, dass eine WKBG-Gesellschaft schwerpunktmäßig in Wagniskapitalbeteiligungen investiert.666 Nach § 9 Abs. 1 Satz 2 WKBG darf diese Grenze im Falle des Absinkens des Wertes von Wagniskapitalbeteiligungen nur maximal zehn Tage unterschritten werden.667

Diese Regelung allein wirft schon schwere Probleme für die WKBG-Gesellschaften auf. Denn die Werte der Beteiligungen einer WKBG-Gesellschaft müssen laufend ermittelt werden, um die Anlagegrenzen jederzeit bestimmen zu können. Diese Orientierung an Verkehrswerten ist aber praktisch nicht möglich, da die Zielgesellschaften in aller Regel nicht börsennotiert sind und nicht laufend Unternehmenswertgutachten in Auftrag...

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