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Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

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Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

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Wörterbücher und digitale Belegrepositorien als Quellen für ein historisch syntaktisches Verbwörterbuch. Am Beispiel des benefaktiven Dativs bei mhd. bachen

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Abstract: The article examines the resources for a syntactically oriented diachronic verb dictionary of German which are currently available. Using the example of the ditransitive pattern of the German verb backen ‚bake‘, that is, backen integrated with the benefactive construction (to bake someone something), it evaluates the quantity and quality of data available from dictionaries and digital repositories like citation archives or corpora.

1.    Einleitung

Mit Valenz werden zusammenfassend verschiedene Bindungsrelationen bezeichnet, die zu wortspezifischen Umgebungsrestriktionen führen, also verantwortlich dafür sind, in welchen Satzumgebungen ein bestimmtes Wort verwendet werden kann (vgl. Jacobs 2003, 378, 394 f.). Seit dem Beginn einer germanistischen Valenzforschung werden verbale wie nichtverbale Valenzträger des Deutschen auch lexikographisch bearbeitet und in entsprechenden Wörterbüchern erfasst (vgl. den Forschungsüberblick bei Schumacher 2006). Dass sich der valenzlexikographische Ansatz indes nicht nur für rezente Informantensprachen, sondern auch in der historischen Linguistik gewinnbringend einsetzen lässt, hat die in den 1970er Jahren entstandene historische Valenzforschung (dazu etwa Korhonen 2006, 1462) eindeutig gezeigt. Gleichwohl gibt es in diesem Bereich noch erhebliche Forschungsdesiderate (vgl. Greule/Braun 2010), u. a. weil lange Zeit geeignete Textkorpora fehlten. Eine historische Valenzlexikographie war deshalb bislang lediglich – und auch dies nur mit großem Aufwand – für relativ überschaubare1 Überlieferungssegmente zu realisieren. Abhilfe soll zukünftig das von Albrecht ← 17 | 18 → Greule und Jarmo Korhonen initiierte Vorhaben eines „Historisch syntaktischen Verbwörterbuchs“ (HSVW) schaffen.2

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