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Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

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Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

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Zur Valenzbeschreibung frühneuhochdeutscher Verbphraseme

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Abstract: This contribution shows how certain historical dictionaries can serve in order to determine the valency of nine Early New High German verb phrasemes. Moreover, this article discusses how the lexicographical descriptions relate to information that was obtained from a corpus on language use of Martin Luther. As a result, it turns out that research with extensive corpora in this field can provide new and important findings.

1.    Theoretische und methodische Grundlagen

In dem geplanten Historisch syntaktischen Verbwörterbuch des Deutschen (HSVW) ist auch eine Beschreibung von verbalen Mehrwortlexemen, Verbphrasemen, vorgesehen.1 Wie Verben, fungieren auch Verbphraseme als Valenzträger und eröffnen eine bestimmte Anzahl von Leerstellen um sich, die mit Ausdrücken in bestimmter Form und syntaktischer Funktion sowie mit bestimmtem Inhalt zu füllen sind2; für diese Ausdrücke wird im Folgenden die Bezeichnung „Ergänzung“ verwendet. Bezüglich ihres phraseologischen Status können die Verbphraseme, die zumindest eine Ergänzung verlangen, in Kollokationen, Funktionsverbgefüge und Idiome eingeteilt werden. Die syntaktische Funktion, die einem Verbphrasem als Valenzträger im Satz zukommt, ist das Prädikat.

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