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Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

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Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

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Zur Integration von Argumentstrukturkonstruktionen in das Historisch syntaktische Verbwörterbuch

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Abstract: This paper surveys the advantages and problems connected with integrating ideas of Construction Grammar – the concept of argument structure constructions (ASCs) in particular – into the historical verb dictionary of German being planned. Indirect evidence suggest that ACSs have played a role in the diachrony of German, but the quality of historical data probably makes it difficult to verify this and to propose ASC entries for periods of German with any degree of certainty.

1.    Einleitung

Die Valenz- und Dependenztheorie hat sich in der Beschreibung des syntaktischen Wandels im Deutschen bewährt, vgl. z. B. Greule (1999) und Korhonen (2006b). Seit Ende der 1990er Jahre verbreitet sich jedoch ein damit gewissermaßen konkurrierender Ansatz im deutschen Sprachraum, auch in der Germanistik: die sog. Konstruktionsgrammatik (vgl. z. B. Lasch/Ziem 2014, Bücker/Günthner/Imo 2015, Diewald 2009 und ZGL 37:3; Rostila 2007). Diese Theorie erhebt den Anspruch, gewisse Valenzerscheinungen besser beschreiben zu können als projektionistische Ansätze wie die Valenztheorie. Auch im Rahmen eines Projektes wie das Historisch syntaktische Verbwörterbuch des Deutschen (HSVW), das gerade die Valenzstrukturen des Deutschen diachron erfassen soll, muss daher erwogen werden, ob der neue Ansatz angewandt werden sollte. Das Ziel dieses Beitrags ist zu klären, worin der Mehrwert der Konstruktionsgrammatik (KxG) bei der Beschreibung der Valenz bestehen soll, was für sonstige Gründe für ihre Integration in das HSVW sprechen und was für Probleme dieser Integration im Wege stehen könnten.

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