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Historisch syntaktisches Verbwörterbuch

Valenz- und konstruktionsgrammatische Beiträge

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Edited By Albrecht Greule and Jarmo Korhonen

Das Buch vereinigt 15 Beiträge zur historischen Valenzforschung. Die Autoren dokumentieren den gegenwärtigen Stand der Forschung und unterstützen zugleich Bestrebungen für ein Wörterbuch, das die Entwicklung der Valenz deutscher Verben im Überblick beschreibt. Dazu wird die grundlegende Korpusfrage diskutiert. Ferner erörtern die Autoren an ausgewählten Beispielen, wie die Verbumgebung im Satz auf den historischen deutschen Sprachstufen festzustellen ist. Neu sind Beiträge, die sich mit dem Verhältnis von historischer Valenz und Konstruktionsgrammatik auseinandersetzen.

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Möglichkeiten der elektronischen Aufbereitung und Nutzung eines historisch syntaktischen Verbwörterbuchs des Deutschen

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Abstract: In this article, we describe a current project on the creation of a historic syntactic verb lexicon of German that also contains valency information about form, function and semantics of the verbal predicates and their arguments. We also discuss how such a lexicon can be modeled electronically by means of markup languages (XML) and document grammars (XML Schema).

1.    Einleitung

Mit den folgenden Ausführungen soll ein Überblick zu den Möglichkeiten der Nutzung eines elektronisch aufbereiteten, historisch syntaktischen Verbwörterbuchs des Deutschen gegeben und dabei deutlich gemacht werden, welche technischen Anforderungen sich für die Erstellung der Inhalte hinsichtlich des Dokument-Markups ergeben.

Ziel des internationalen Projekts „Historisch syntaktisches Verbwörterbuch des Deutschen“ (HSVW, https://histvw.wordpress.com/), für das derzeit Vorarbeiten laufen, ist es, die Valenzgeschichte von Verben zu ermitteln. Als Hintergrund ist festzuhalten: Verben zeichnen sich – abgesehen von ihren morphologischen und semantischen Merkmalen – besonders auch durch ihre Eigenschaft aus, bei der Satzbildung quantitativ und qualitativ definierte „Leerstellen“ für Satzglieder zu „eröffnen“ (Valenz), die durch entsprechende Formulierungen besetzt werden können/müssen. Wie diverse Valenzwörterbücher zeigen, gehört die Angabe des Valenzpotentials eines Verbs auch zu seiner vollständigen Beschreibung im Wörterbuch (vgl. z. B. Greule 1999; Helbig/Schenkel 1983; Schumacher u. a. 2004; Sommerfeldt/Schreiber 1996). Wir befinden uns somit an der Schnittstelle zwischen Grammatik (Syntax) und Lexikon. Die Ausweitung der Valenztheorie auf ältere Sprachstufen des Deutschen und die Ausarbeitung entsprechender Valenzwörterbücher zeigen bereits, welcher...

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