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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Interkulturelle Analyse der beziehungsgestaltenden Sprechhandlungen in der deutsch-chinesischen Lehrer-Studenten-Kommunikation durch E-Mail

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1.       Einleitung

Meine empirische Studie legt 65 authentische E-Mails zwischen fünf chinesischen Studierenden und deren deutschen Lehrern während ihrer zwei Auslandssemester in Deutschland als Untersuchungskorpus zugrunde und zielt darauf ab, die beziehungsgestaltenden Sprechhandlungen zu identifizieren und interkulturell zu interpretieren. Zur Beschreibung der Kommunikationssituation: Die hochschulische Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden ist einerseits durch ein asymmetrisches Hierarchieverhältnis charakterisiert. Zudem kommt es wegen der kulturellen Ausprägungen und der interkulturellen Interaktion häufig vor, dass sich chinesische Studierenden anders als deutsche verhalten und deutsche Dozenten auf Anliegen chinesischer Studierender anders reagieren als auf die deutscher Studierender.

Bei der Sprechhandlungstypisierung der Lehrer-Studenten-Interaktion ergeben sich 39 Sprechhandlungstypen, davon können außer der typischen Sprechhandlung „Beziehungsgestaltung“ noch 11 Sprechhandlungstypen als beziehungsgestaltend identifiziert werden, obwohl sie eine andere dominierende Funktion haben. Wegen Raumbeschränkungen stelle ich hier nur folgende drei Sprechhandlungstypen vor, in denen die kulturellen Ausprägungen der Beziehungsgestaltung deutlich zu erkennen sind (cf. Diegritz/Fürst 1999):

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