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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Lesen und gelesen werden – Lesepräsenz in schriftlicher Kommunikation

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Katrin Lindemann (Zürich, Schweiz), Emanuel Ruoss (Zürich, Schweiz), Caroline Weinzinger (Zürich, Schweiz)

Lesen und gelesen werden –Lesepräsenz in schriftlicher Kommunikation

1.       Vorbemerkungen

Schriftliche Kommunikation und insbesondere Forenkommunikation, um die es im Folgenden gehen soll, zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Produktions- und Rezeptionszeitpunkt eines Textes auseinanderfallen. In unserem Beitrag zeigen wir empirisch, wie die Beteiligten in einer universitären E-Learning-Veranstaltung mit der kommunikativen Unsicherheit umgehen, die in asynchron-dialogischer Schriftlichkeit darin besteht, dass sich der Zeitpunkt, wann der eigene Text rezipiert wird, der eigenen Wahrnehmung ebenso entzieht wie die Frage, wer ihn lesen wird. Anhand eines Beispiels werden wir zeigen, dass AutorInnen zur Abschwächung dieser Unsicherheit in ihren Texten Erwartungsstrukturen aufbauen, die die zeitlichen, virtuell-räumlichen und personellen Bedingungen festlegen, unter denen ein Text gelesen werden sollte, damit er seine pragmatische Nützlichkeit wahren kann. Damit konstruieren AutorInnen einen (hypothetischen oder erwarteten) Moment des Gelesenwerdens ihres Textes, den wir als Lesepräsenz bezeichnen möchten (cf. auch Hausendorf et al. 2015).

2.       Das Konzept Lesepräsenz als Ergebnis empirischer Beobachtung

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