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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Der Artikel unter dem „synthetischen“ Aspekt – T. Sekiguchis Beitrag zur Diskurslinguistik

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Kiyoaki Sato (Hamamatsu, Japan)

Der Artikel unter dem „synthetischen“ Aspekt – T. Sekiguchis Beitrag zur Diskurslinguistik

0.       Einleitung

Tsugio Sekiguchi (1894–1958) war ein japanischer Germanist und Grammatiker. Er verfasste im Bereich der deutschen Grammatik zahlreiche Schriften sowie didaktische Lehrbücher und übersetzte deutsche und französische Literatur ins Japanische.

Man muss, wenn man über die Grammatik Sekiguchis reden will, seine monumentale Beispielsätzesammlung erwähnen. Sekiguchi hat etwa 30 Jahre lang Beispielsätze aus verschiedensten Quellen gesammelt, die aus ca. 25000 Heftseiten bestehen. Sie dienten ihm als Material für seine Forschung.1

Sekiguchis repräsentatives Werk ist „Kanshi“ (Der Artikel, 3 Bände, insgesamt 2301 Seiten), das 1960/61/62 postum veröffentlicht wurde.

1.       Sekiguchi und die „synthetische“ Grammatik

Die Grammatik Sekiguchis ist eine „synthetische“ Grammatik im Sinne von Georg von der Gabelentz. D.h., man geht von dem auszudrückenden Inhalt aus und gelangt zum Ausdruck. Gabelentz schreibt (Gabelentz 1891: 86 u. 87):

Ich k a n n eine Sprache, das heisst erstens: ich verstehe sie, wenn ich sie höre oder lese, – und zweitens: ich wende sie richtig an, wenn ich in ihr rede oder schreibe. […] Dort war die Form gegeben, und der Inhalt, der Gedanke zu suchen; hier umgekehrt: gegeben ist der Gedankeninhalt, und gesucht wird die Form, der Ausdruck.[…] So ergeben sich zwei einander nothwendig ergänzende grammatische Systeme: das eine nenne ich das a n a l y t i s...

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